Bessere Geschäftsabläufe durch Datenmanagement der nächsten Generation

Autor/Redakteur: Helge Lüthgens, Senior System Engineering Manager DACH bei Cohesity/gg

Heutzutage wissen Unternehmen, wie wichtig ihre Daten sind. Aber verwalten sie diese Daten auf eine Weise, die Backup und Wiederherstellung vereinfacht, die Sicherheit erhöht, die Produktivität verbessert und die Daten produktiver macht?

Bild: Cohesity

Die Strafverfolgungsbehörden eines europäischen Landes haben vor kurzem versehentlich mehr als 150.000 Dateien mit Fingerabdruck-, DNA- und Verhaftungsdaten aus den nationalen Polizeisystemen gelöscht. Dies warf sofort die Frage auf, ob angemessene Schutzlösungen, Backups oder Richtlinien vorhanden waren, um diesen Datenverlust zu verhindern und die gelöschten Daten schnell wiederherzustellen.

Dies ist nicht unbedingt ein Einzelfall. Viele Unternehmen sind nicht sehr zuversichtlich, dass sie sich von einem größeren Datenverlust erholen können. Das stellt nicht nur die Art der eingesetzten Backup-Lösungen in Frage, sondern auch die gesamte Datenverwaltungsstrategie.

Datenmanagement der nächsten Generation: Wichtig für den Geschäftserfolg

In früheren Jahrzehnten bedeutete eine ordnungsgemäße Datenverwaltung, eine Sicherungskopie der Daten zu besitzen, die im Bedarfsfall als Versicherungspolice herangezogen werden konnte. Das ist heute nicht mehr der Fall. Nicht einmal annähernd. Heutzutage werden nicht nur gespeicherte Produktionsdaten häufig von Ransomware-Angriffe bedroht und verschlüsselt, sondern auch herkömmliche Sicherungskopien gleich mit zerstört. Zusätzlich müssen Unternehmen grundlegende Anforderungen für Datenverfügbarkeit und -zugriff erfüllen, gesetzliche Vorschriften einhalten, Storage-Kosten optimieren und/oder Daten für wichtige geschäftliche Erkenntnisse analysieren. Die Verwendung veralteter Datenmanagement-Systeme ist daher nicht nur ein IT-Problem, sondern stellt eine ernsthafte Bedrohung für den Geschäftserfolg dar.

Das Datenmanagement der nächsten Generation bietet eine Kombination aus vier Elementen, mit denen Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten übernehmen können: Zero-Trust-Sicherheitsprinzipien, KI-gestützte Erkenntnisse, Einfachheit in großem Maßstab und Erweiterbarkeit durch Drittanbieter. Mit diesem Ansatz können Unternehmen gewährleisten, dass ihre Daten gesichert und geschützt sind. Gleichzeitig können mit diesem Ansatz auch Dateninfrastruktursilos reduziert werden. Das trägt dazu bei, Geld zu sparen, die Produktivität zu steigern und die Angriffsfläche eines Unternehmens zu verringern. Dies ist beim Schutz von Daten vor Ransomware und anderen Cyber-Bedrohungen entscheidend. Mit der Datenverwaltung der nächsten Generation stellen Unternehmen auch problemlos Anwendungen für die Daten bereit und vereinfachen so die Wertschöpfung aus ihren Daten. Solche Lösungen zum Datenmanagement sind heute bereits verfügbar und werden von zahlreichen Unternehmen weltweit genutzt.

Wie sollten Unternehmen also ihre Datenlandschaft unter diesem Gesichtspunkt bewerten? Und da Daten das wichtigste digitale Gut eines Unternehmens sind, welche Überlegungen stehen im Jahr 2022 im Vordergrund, wenn es um Datenmanagement geht? Um diese Fragen zu beantworten, sollten folgende drei Punkte berücksichtigt werden.

1. Sich für den schlimmsten Fall rüsten

Ransomware ist heute allgegenwärtig. Da diese Angriffe immer raffinierter werden, wird das Problem immer dringlicher. Cybersecurity Ventures geht davon aus, dass die weltweiten Kosten von Cyberkriminalität in den nächsten fünf Jahren um 15 Prozent pro Jahr steigen und bis 2025 jährlich 10,5 Billionen US-Dollar erreichen.