Wie Mensch und Technik eine Allianz bilden

Autor/Redakteur: Udo Thermer, Geschäftsführer der byon GmbH/gg

Zunächst benutzten Menschen einfache Werkzeuge wie einen Hammer, dann bedienten sie Technik und Maschinen und heute interagieren wir mit intelligenten Systemen. Historisch betrachtet, scheint die Interaktion von Menschen mit Technik nur die nächste Evaluationsstufe zu sein. Doch wie geht es weiter? Die Digitalisierung von Geschäfts- und Serviceprozessen steigert zunehmend deren Komplexität. Dazu kommen erhöhte Anforderungen an die IT-Sicherheit. Das legt den Schluss nahe, dass wirklich nur intelligente Systeme, wie etwa Machine Learning oder Chatbots, die Zukunft der digitalen Transformation abbilden können. Doch der Faktor Mensch lässt sich in keinem Zukunftsszenario ausklammern. Im Gegenteil: Nur in einer Allianz von Mensch und Technik können Unternehmensziele wie Wachstum und Mitarbeiterzufriedenheit erreicht werden.

Bild: byon GmbH

Digitalisierung braucht Orientierung an der Unternehmenskultur

Besonders während der Corona-Pandemie hat sich die Beziehung zwischen Mensch und Maschine weiterentwickelt. Die neue Normalität in Unternehmen ist geprägt vom digitalen Arbeitsplatz. In einem hybriden Arbeitsmodell ergänzen sich Präsenz- und Heimarbeit. Die technische Infrastruktur dafür beruht auf Konnektivität. Ein Unternehmen benötigt ein funktionierendes Unternehmensnetzwerk, an das verschiedene Endgeräte andocken können. Eine Lösung stellt SD-WAN dar. Die agile Netzwerkinfrastruktur sorgt dafür, dass Unternehmen ohne Performanceverluste und Sicherheitslücken ihre Leistungen erbringen können. Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ortsunabhängig und kollaborativ arbeiten können, umfasst die Infrastruktur außerdem Cloud-Lösungen und -produkte, wie etwa Unified-Communications-Plattformen (UC). Sie bündeln Kommunikationskanäle wie Chat, Videokonferenz und Telefonie und gewährleisten die Zusammenarbeit von räumlich getrennten Arbeitsgruppen. Ein prominentes Beispiel ist die Kollaborationsplattform Microsoft Teams. Zahlreiche weitere Instrumente und Apps haben Einzug in unser Arbeitsleben gehalten, die unterstützen und automatisieren. Doch nicht immer passen die Bausteine zusammen. Einige können überfordern und Abstimmungsprozesse erschweren. Braucht man den gleichzeitigen Einsatz von Microsoft Teams und Slack? Möglicherweise reichen eine Cloud-Telefonanlage mit Chat-Funktion und E-Mail zum effizienten Austausch unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. Eine technische Lösung ist nur dann hilfreich, wenn sie nicht dem Selbstzweck dient, sondern zu den Unternehmensabläufen passt und das Kerngeschäft vorantreibt. Wenn ein Unternehmen nach optimalen IT- und Telekommunikationslösungen sucht, darf es den Menschen als wesentlichen Bestandteil eines Digitalisierungskonzeptes nicht vernachlässigen.

Managed Services: Lösungen IT-Profis übergeben

Zur Erstellung eines technologischen Plans gehört auch der Punkt Outsourcing. Hat sich ein Unternehmen etwa für SD-WAN entschieden, muss es sich fragen, ob es für die aufwendige Verwaltung die Kapazitäten und die Expertise besitzt. Ist das nicht der Fall sollten Installation, Betreuung, Überwachung und Wartung in die Hände eines Dienstleisters gelegt werden. Neben dem Vorteil der Planbarkeit der monatlichen Kosten, verschafft das dem unternehmenseigenen IT-Team wieder mehr Luft, um sich um andere relevante Projekte zu kümmern.