Kriterien für den Standort von Rechenzentren: Geo- und Betriebsredundanz

Geo- und Betriebsredundanz als ausschlaggebende Faktoren für den Standort von Rechenzentren

Auch wenn der Standort eine wichtige Anforderung für Unternehmen ist: Unternehmen und Rechenzentrumsbetreiber können ihre Rechenzentren nicht überall dort hochziehen, wo sie wollen. Die Auswahl eines neuen Rechenzentrumsstandortes beginnt immer mit einer Risikoanalyse. Daraus geht hervor, welchen Gefährdungen das Rechenzentrum standhalten muss und welche Risiken mit einem ins Auge gefassten Standort einhergehen. Schon bei diesen Standortanalysen spielen die geplanten Zertifizierungen wie EN 50600 eine sehr wichtige Rolle.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt zahlreiche Richtlinien für Rechenzentrumsstandorte vor. Im Fokus stehen die Geo- und Betriebsredundanz. Rechenzentren sind georedundant, wenn sie mindestens 200 Kilometer (Luftlinie) voneinander entfernt sind. Nur in Ausnahmefällen kann diese Distanz auf 100 Kilometer verringert werden. Hiermit wird sichergestellt, dass bei Wartungsarbeiten oder großflächigen Ereignissen wie Naturkatastrophen nicht alle Rechenzentrumsstandorte gleichermaßen betroffen sind, denn ein kompletter Ausfall muss verhindert werden. Dies gilt besonders für Unternehmen mit hohen Anforderungen an die Verfügbarkeiten von Rechenzentren sowie für Kritische Infrastrukturen. Dabei stellt die Georedundanz sicher, dass bei dem Ausfall eines Rechenzentrums der Betrieb von einem anderen Rechenzentrum in entsprechender Entfernung übernommen werden kann. Je größer der Abstand zwischen den Standorten, umso unwahrscheinlicher ist, dass beide von der gleichen Bedrohung betroffen sein könnten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik differenziert an dieser Stelle in die verschiedenen Naturgewalten wie Hochwasser, Erdbeben und Wind.

Was aber, wenn Unternehmen bereits mehrere Rechenzentren in geringerer Distanz betreiben? Hier spricht man von Betriebsredundanz. Dabei werden bei jeder Übertragung die Daten kopiert und über alle Rechenzentren hinweg konsistent gehalten, um Datenverlusten vorzubeugen. Hier sind zwingend möglichst kurze Latenzzeiten und somit eine geringe Distanz zwischen den Rechenzentrumsstandorten erforderlich.

Vor allem mittelständische Unternehmen, denen es am nötigen Know-how und den Kapazitäten zum Bau eines eigenen Rechenzentrums fehlt, sollten sich an einen externen Rechenzentrumsbetreiber wie Datacenter One wenden. Diese wissen genau, welche Richtlinien es für den Standort eines Rechenzentrums einzuhalten gilt und erfüllen darüber hinaus alle notwendigen Zertifizierungen, die einen sicheren Bau und Betrieb garantieren. Zudem übernehmen sie Betrieb und Wartung des Rechenzentrums und stehen rund um die Uhr zur Verfügung.