Anti-Stress-Instrument: Kollaborationsplattform

Autor/Redakteur: Udo Thermer, Geschäftsführer der byon GmbH/gg

Seit rund einem Jahr sitzen deutsche Arbeitnehmer im Homeoffice und haben sich mit Videokonferenzen und Kollaborationsplattformen arrangiert. Viele Mitarbeiter möchten laut einer Studie von Netigate auch in Zukunft von zu Hause arbeiten – die Vorteile sind groß. Für sie bedeutet Heimarbeit eine Entlastung, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben geht. Eine verbesserte Work-Life-Balance steigert nicht nur die Arbeitszufriedenheit, sondern auch die Produktivität. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Vorteil: Das flexible Arbeitsmodell fördert die Vielfalt in der Belegschaft. So können beispielsweise auch Mitarbeiter aus ländlichen Regionen mit schlechter Anbindung an den ÖPNV leichter und nachhaltiger in ein Team integriert werden.

Bild: byon

Auch Unternehmen profitieren. Sie haben erkannt, dass die Effizienz der Arbeit nicht abnimmt, wenn die Mitarbeiter von zu Hause arbeiten. Neben sinkenden Reise- und Ressourcenkosten können Firmen ihre Büroflächen verkleinern und Miete sparen. Zudem machen die flexiblere Arbeitsweise und die neu aufgebaute technische Infrastruktur die deutsche Wirtschaft widerstandsfähiger.

Digitale Belastungsfaktoren

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Software-Lösungen bringen zwar den Durchbruch fürs digitale Arbeiten. Wenn sie aber zu vielfältig, komplex und an verschiedene Endgeräte wie Firmenhandys und -laptops geknüpft sind, kann das schnell zu digitalem Stress führen. Das Fraunhofer-Institut hat in einer Umfrage Belastungsfaktoren digitaler Arbeit ermittelt, wie etwa Komplexität digitaler Technologien, ständige Erreichbarkeit und Informationsüberflutung. Digitaler Stress ist eine der größten Herausforderungen des mobilen Arbeitens. 

Es klingt paradox, doch bestimmte Software-Anwendungen können Mitarbeiter auch dabei unterstützen, sich vor zu hohen Belastungen zu schützen. Gerade Kollaborationsplattformen wie Microsoft Teams ermöglichen nicht nur eine barrierefreie, standortübergreifende Zusammenarbeit von Projektteams. Sie integrieren zuvor getrennte Systeme wie E-Mail, Chat, Video und File Sharing und ebnen den Weg zur Kommunikation aus einer Hand. Mithilfe eines entsprechenden SIP-Trunks können über die Plattformen sogar externe Anrufe getätigt werden. Microsoft Teams wird zur Telefonanlage. Damit sind alle Kommunikationskanäle in einer Lösung sicht- und steuerbar.