BBS Holzminden setzt auf PRTG Network Monitor: Monitoring als Grundlage für eine erfolgreiche Schuldigitalisierung

Autorin/Redakteur: Samira Liebscher, freie Journalistin/gg

Schulen sind in hohem Maße auf eine funktionierende und leistungsfähige IT-Infrastruktur angewiesen; sei es, um Verwaltungsprozesse abzuwickeln, digitale Lerninhalte abzurufen, im Team zu arbeiten oder im Internet zu recherchieren. Da in Schulen jedoch meist die Ressourcen für IT-Fachpersonal fehlen, werden im Alltag versierte Lehrkräfte damit betraut, die Systeme zu beobachten und Probleme zu beheben. Um die IT rund um die Uhr im Blick zu behalten, so schnell wie möglich auf Probleme zu reagieren und dennoch die Lehrkräfte zu entlasten, hat sich die BBS Holzminden für das Monitoring mit PRTG Network Monitor entschieden.

Screenshot: Paessler

Inzwischen ist auch in Bildungseinrichtungen der ausfallsichere Betrieb von IT-Systemen unerlässlich, um einen reibungslosen Bildungsalltag zu gewährleisten. Neben dem klassischen Einsatz von IT – zum Beispiel in der Verwaltung oder der E-Mail-Kommunikation – gewinnen andere Bereiche immer mehr an Bedeutung. Insbesondere durch Fernunterricht oder in Zeiten von Home Schooling werden Bildungsinhalte zunehmend über das Internet angeboten. Darüber hinaus erfolgt die Organisation des Unterrichtsalltags vermehrt über Webportale. Fällt nun eines dieser wichtigen Systeme aus – ob durch Hardware-Defekte, Hackerangriffe oder einen Softwarefehler –, kann dies den Schulbetrieb schädigen oder teilweise sogar für betroffene Klassen vollständig unterbrechen. So kann zum Beispiel je nach Problem das Sekretariat keine E-Mails mehr schreiben, WLAN-Drucker können keine Unterrichtsmaterialien oder Klausuren ausdrucken, oder Lerninhalte, Stunden- oder Vertretungspläne können nicht mehr über das Intranet eingesehen werden.

„Um jederzeit eine zukunftsorientierte Ausbildung zu gewährleisten, streben wir einen hohen technologischen Stand unserer Ausstattung an“, sagt Stefan Roschewitz, Lehrer und IT-Administrator an der BBS Holzminden. „Dies schließt natürlich mit ein, dass jederzeit alle Systeme reibungslos laufen müssen. An unserer BBS sind drei IT-Lehrer für das schulinterne Netzwerk und die externe Anbindung inklusive aller Digitalisierungsthemen verantwortlich. Neben dem normalen Schulalltag fehlt natürlich die Zeit, ständig alle Systeme im Blick zu haben. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, die IT-Umgebung unserer Bildungseinrichtung mit einem zentralen Netzwerk-Monitoring-Tool zu überwachen.“

Während das Monitoring an der BBS Holzminden zuvor über eigene Skripte realisiert wurde, sollte durch ein neues Tool die vollständige Überwachung der Verfügbarkeit und Leistung aller IT-Systeme im Netzwerk ermöglicht werden. Dazu zählen neben klassischer Hardware wie Druckern, Festplatten, Routern, Servern und Switches auch das Netzwerk mit Bandbreite, LAN und WAN sowie die virtuellen Umgebungen und Cloud-Dienste. Auch die Speicherleistung diverser Geräte und Systeme spielt eine wichtige Rolle, um frühzeitig auf mögliche Engpässe aufmerksam zu machen.

Bild: Paessler

Gesucht wurde demnach eine zentrale Lösung, die das Monitoring aller Bereiche und zudem eine einfache Installation und Bedienbarkeit ermöglicht. Aufgrund der Bekanntheit fassten die IT-Lehrer zunächst Nagios ins Auge. Da die Konfiguration zu komplex wurde, stiegen sie auf die freie Variante des Monitoring-Tools PRTG um. Dieses erwies sich für Herrn Roschewitz und seine Kollegen als einfachere Alternative, erfüllte zudem alle Anforderungen der Bildungseinrichtung und bot ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

IT-Lehrer führen PRTG-Installation durch

Nachdem die BBS Holzminden mit dem Anbieter die erforderliche Lizenzgröße eruiert hatte, wurde PRTG von den drei zuständigen IT-Lehrern auf einem Server installiert, der schon Webdienste bereitstellte. Da es dabei jedoch zu Problemen mit den Ports kam, wurde PRTG auf einem eigenen virtuellen Server installiert. „Nach der Installation bestand die Schwierigkeit darin – unabhängig von PRTG –, erst einmal die richtigen Sensoren und Werte zu ermitteln. Wir haben zunächst einen Autoscan durchgeführt und dabei Sensoren gefunden, an die wir gar nicht gedacht hatten. Einige Sensoren, wie spezielle Dienste auf den Windows-Servern, wurden dann von Hand hinzugefügt und nicht relevante Sensoren gelöscht“, sagt Stefan Roschewitz. Zu Beginn lag eine weitere Herausforderung in der Datenübermittlung. So lieferten beispielsweise die Hardware-Sensoren nicht sofort Daten. Nach einer Überprüfung stellte sich heraus, dass der Fehler in einer falschen Benutzeranmeldung lag. Darüber hinaus funktionierte die Übermittlung über die unterschiedlichen Netze und Firewalls der standortverteilten Schulinfrastruktur nicht auf Anhieb. Nachdem alle Routen gesetzt waren und die Firewall den PRTG-Server auf die entsprechenden Ports zugreifen ließ, funktionierte auch die Datenübertragung.