Anti-Stress-Instrument: Kollaborationsplattform

Mehr Fairness unter den Mitarbeitern

Kollaborationsplattformen sorgen für eine effizientere Kommunikationsstruktur bei der Zusammenarbeit. Gleichzeitig erleichtert die Nutzung von nur einem Werkzeug das Erlernen von neuen Kommunikationsfähigkeiten, die das Homeoffice abverlangt. Das ist insbesondere für Digital Immigrants, die ein anders ausgeprägtes Repertoire an digitalem Know-how als Digital Natives haben, von Vorteil. Ob beabsichtigt oder nicht, Kollaborationsplattformen berücksichtigen die Fähigkeiten beider Generationen. Die reduzierte Komplexität bei der Anwendung führt zu mehr Fairness und Zufriedenheit. Durch Gespräche und Schulungen zu Plattformen, die von Digital Immigrants und Digital Natives in Unternehmen gemeinsam entwickelt und durchgeführt werden, kann zudem gegenseitiges Verständnis aufgebaut werden. Laut der Studie von Netigate sinkt mit zunehmendem Alter die Bereitschaft, künftig teilweise im Büro und teilweise im Homeoffice zu arbeiten. Kollaborationsplattformen können dabei helfen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Willen stärken, die veränderte Arbeitswelt gemeinsam zu meistern.

Hybride Arbeitsformen

Die Arbeitswelt wird nach der COVID-19-Pandemie nicht in ihren ursprünglichen Status zurückkehren. Es ist wichtig, im jetzigen Ausnahmenzustand die Weichen zu stellen für ein hybrides Arbeitsmodell, bei dem Präsenz- und Heimarbeit einander ergänzen. Auch hier nehmen Kollaborationsplattformen eine entscheidende Rolle ein, um die Kommunikation eines Unternehmens sicherzustellen. Auf der technischen und der zwischenmenschlichen Seite.

Bild: byon

Die Plattformen machen Präsenzen sichtbar. Durch Statusangaben lassen sich verfügbare Mitarbeiter anzeigen. Diese sollten lernen, die Funktion routiniert in ihren Arbeitsalltag einzubauen. Mithilfe von Präsenzangaben kann der digitale Belastungsfaktor der ständigen Erreichbarkeit und Informationsüberflutung kontrolliert werden. Wer zum Beispiel Microsoft Teams als Telefonanlage nutzt, kann sich aktiv ein- und ausbuchen, auch vom Handy aus. Die Nummer ist je nach Rufnummernrouting nur zu den Arbeits- oder Öffnungszeiten aktiv und landet außerhalb dieser Zeiten bei Kollegen, in Mailboxen, etc. Darüber hinaus sollten Unternehmen das Recht auf Nicht-Erreichbarkeit in ihren Kulturen verankern oder die Vereinbarung von gewissen Kernzeiten, in denen alle Mitarbeiter erreichbar sind. Drei, vier Stunden, in denen auch bevorzugt Meetings oder Telefonate terminiert werden. Kollaborationsplattformen wirken digitalen Belastungsfaktoren entgegen und sind als Software-as-a-Service hoch verfügbar und zuverlässig. Auch auf zwischenmenschlicher Seite sind sie ein hilfreiches Werkzeug. Ein Stressfaktor des digitalen Arbeitsplatzes kann sein, die Kollegen nicht mehr persönlich zu sehen. Sobald die Zusammenarbeit über Kollaborationsplattformen im Alltag gelingt, sind auch informelle Meetings wie eine gemeinsame virtuelle Mittags- oder Kaffeepause denkbar. So bleiben soziale Interaktionen auf andere Art und Weise möglich.