Pandemie und Homeoffice: Wie Unternehmen jetzt Innovationen und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern müssen

Autor/Redakteur: Dr. Uwe Heckert, Deutschlandchef bei Unisys/gg

Die physische Gesundheit der Arbeitnehmerschaft leidet unter der weltweiten Covid-Pandemie – das ist bereits bekannt. Laut der Untersuchung „From Digital Native to Digital Naiveté“ von ISG und Unisys sind aber mittlerweile 36 Prozent der befragten Arbeitnehmer auch um ihr psychisches Wohlbefinden durch längere Arbeitszeiten während (Teil)-Lockdowns besorgt. Denn im Home Office fühlen sich 87 Prozent der Arbeitnehmer unter Druck gesetzt, noch produktiver als sonst zu sein. Für sie besteht die Notwendigkeit, „den Beweis zu erbringen, dass es richtig ist, auch nach der Covid-Pandemie von zu Hause aus zu arbeiten“.

Bild: Unisys

Gleichzeitig sehen sie aufgrund der Veränderungen durch die Pandemie die Chance für bessere Arbeitsbedingungen in der Zukunft. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie ihre IT-Infrastruktur nachhaltig umstellen müssen. Nicht nur, um ihr Personal zu entlasten, sondern auch, um die Produktivität ihrer Belegschaft aufrecht zu erhalten beziehungsweise zu erhöhen und Innovationen zu ermöglichen.

Besonders das technische Personal in der IT und IT-Sicherheit spürt die Folgen der Pandemie, denn auf ihm lastet die Verantwortung für den reibungslosen IT-Betrieb in der gesamten Belegschaft. Das IT-Team trägt die Umgestaltung der IT, um eine störungsfreie Infrastruktur bereitzustellen, während die Anzahl der geöffneten Tickets und Supportanfragen steigt. Vor der Krise sorgten sich 16 Prozent des technischen Personals um ihre eigene psychische Gesundheit – mittlerweile sind es bereits drei von fünf Mitarbeitern laut der ISG-Umfrage.

Entlastung beginnt mit IT-Automatisierung 

Auch wenn die geschilderten Veränderungen zunächst der Pandemie geschuldet sind: Viele neue Umstände wie der höhere Anteil an Mitarbeitern im Homeoffice werden auch nach der Krise bleiben. Eine Schätzung von ISG geht davon aus, dass der Bedarf an Büroflächen für das Arbeiten an Schreibtischen langfristig um 40 Prozent sinken wird. Der Grund liegt darin, dass die Belegschaft im Homeoffice glücklicher und produktiver sein wird – sofern sie nicht mehr dem Druck der Pandemie ausgeliefert ist.

Folglich müssen IT-Teams die aktuellen Spitzen bei Support-Anfragen nicht nur kurzfristig abfangen. Insgesamt werden künftig mehr Anfragen bei den Service-Teams landen als früher. Unternehmen tun gut daran, ihre IT-Teams hier langfristig zu entlasten und jetzt die Weichen dafür zu stellen. IT-Automatisierung mit Chatbots oder KI gestützten Lösungen leistet dafür einen wertvollen Beitrag.