Bosch Energy and Building Technology 2017

Smart Home-Komponenten auf der Bosch Energy and Building Technology

Letzte Woche war ich auf der Presseveranstaltung „Bosch Energy and Building Technology“, die im Rheinenergiestadion in Köln stattfand. Im Rahmen der Veranstaltung hielt Dr. Stefan Hartung, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, eine ausführliche Keynote, in der er auf die Marktsituation und die Zukunft des Geschäfts rund um vernetzte Energie- und Gebäudetechnik einging.

Einen besonderen Schwerpunkt der Keynote lag auf dem Thema Smart Cities und Smart Hospitals. Außerdem spielten noch die Themen Smart Services und Datensicherheit eine Rolle.

Marktanalyse

Was die Smart Cities angeht, so geht Bosch davon aus, dass im Jahre 2050 weltweit mehr als sechs Milliarden Menschen urbane Räume bewohnen werden. Das sind doppelt so viele wie heute und 70 Prozent der weltweiten Gesamtpopulation. 75 Prozent der weltweit verbrauchten Energie schlucken die Städte, allein Gebäude kommen auf 40 Prozent. Bis 2035 wird der Energieverbrauch weltweit um 30 Prozent steigen.

Gleichzeitig wird das Internet der Dinge (IoT) rasant wachsen. 2016 waren bereits mehr als sechs Milliarden Dinge digital vernetzt, bis 2020 sollen es mehr als 20 Milliarden werden. Gartner geht davon aus, dass 2022 in einem durchschnittlichen Familienhaushalt über 500 smarte, vernetzte Objekte zu finden sein werden. Dazu gehören neben den klassischen IT-Komponenten wie PCs, Routern, WLAN-Access Points, Tablets, Smartphones und Notebooks auch Geräte wie Fernseher, Rauchmelder, Stromzähler, Kameras und Bewegungsmelder, genau wie Küchengeräte und Waschmaschinen beziehungsweise Trockner. Darüber hinaus sollen bis 2020 etwa 230 Millionen Häuser digital vernetzt sein, das sind rund 15 Prozent aller Haushalte. Im Jahr 2016 hat Bosch bereits 27 Millionen vernetzte Komponenten verkauft, aufgrund der obengenannten Zahlen erwartet das Unternehmen aber in diesem Bereich noch eine deutliche Steigerung.

Bosch ist einer der weltweit größten Hersteller von mikromechanischen Sensoren, den „IoT-Sinnesorganen“. Außerdem beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 20.000 Softwareentwickler, von denen etwa 4000 allein für den Bereich IoT tätig sind. Nach Ansicht von Bosch werden in Zukunft Services und Dienste mehr als die Hälfte des IoT-Markts ausmachen, weswegen das Unternehmen diesen Bereich ebenfalls als sehr bedeutend einstuft.

Dr. Hartung während seiner Keynote

Smart Cities

Für Smart Cities bietet Bosch Lösungen in den Bereichen Mobilität, Energie, Gebäude, Sicherheit sowie digitale Stadtverwaltung, also E-Governance. Im Bereich Energie zählen virtuelle Kraftwerke, Energiespeicher und energieeffiziente Heizungs-, Warmwasser- und Kühlsysteme zum Angebot. Die Sicherheitslösungen umfassen Systeme für Brandschutz, Zutrittskontrolle und Videoüberwachung und für Wohngebäude bietet Bosch zudem Smart Home-Technik und vernetzte Hausgeräte sowie die dazugehörigen Services. Abgesehen davon gehören auch Mobilitätslösungen zum Portfolio des Unternehmens.

Smart Hospital

Krankenhäuser haben besonders hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Gleichzeitig nimmt die Komplexität und Vernetzung der Gebäude-. Kommunikations-, IT- und Medizintechnik ständig zu. Bosch kann mit Hilfe intelligent vernetzter Kamera- und Videotechnik den Diebstahl teurer Medizingeräte verhindern und das Eindringen unbefugter Personen in Sicherheitszonen unterbinden.

Intelligent gesteuerte Beleuchtung, vernetzte Bewegungsmelder an Türen und Fenstern sowie Einbruchmeldeanlagen schrecken Einbrecher ab, verhindern Diebstahlsdelikte und sparen den Betreibern hohe Neuanschaffungskosten für gestohlene Komponenten.

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