Offene Standards vereinfachen die Integration externer Daten

Autor/Redakteur: Sumit Sarkar, Chief Data Evangelist bei Progress/gg

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Die Einbindung externer Datenquellen gelingt besser, wenn ein offener Standard für Datenkonnektivität wie OData eingesetzt wird. Damit entsteht die Grundlage für ein umfassendes Ecosystem aus SaaS-Datenquellen.

Die Trendthemen Cloud und Mobile haben dafür gesorgt, dass in immer mehr Unternehmen Fachbereiche wie Marketing, Vertrieb und Support die unterschiedlichsten Datenformate einsetzen. Die Fachanwender nutzen SaaS-Anwendungen wie das cloudbasierte CRM-System Salesforce, die Marketing-Automation-Software Marketo oder die Servicemanagement-Lösung ServiceMax. Das Problem beim Einsatz solcher SaaS-Anwendungen ist die Integration in bereits vorhandene Anwendungen, aber auch das Zusammenspiel verschiedener Cloud-Applikationen untereinander.

Anforderungen an eine Strategie zur Integration externer Daten

Eine erfolgreiche Integration externer Daten ermöglicht den Zugriff auf heterogene Datenquellen, ohne dass die Informationen lokal kopiert werden müssen. Entscheidend ist, dass der Datenaustausch in beiden Richtungen möglich ist und somit alle beteiligten Anwendungen auf denselben Datenbestand zugreifen.

Die starke Verbreitung der Cloud hat drei Randbedingungen hervorgebracht, die in einer Datenintegrationsstrategie berücksichtigt werden müssen: „Citizen Development“, Verknüpfung hybrider Daten und Verbindungen über das Web.

  • „Citizen Development“ bezeichnet die Entwicklung von Anwendungen durch Nutzer aus Fachbereichen anstatt aus der IT. Die Anwender setzen dafür allerdings nicht die herkömmlichen Entwicklungsumgebungen ein, sondern beispielsweise spezielle Point-and-Click-Plattformen, die von Entwicklern aus der IT eigens dafür vorbereitet werden.
  • Die Verknüpfung hybrider Daten wird immer wichtiger, da sich ein wachsender Teil der vom Unternehmen genutzten Daten jenseits der Corporate Firewall befindet. Mit jeder SaaS-Anwendung steigt die Vielfalt und Heterogenität der Datenstrukturen, die in On-Premise-Anwendungen integriert werden müssen.
  • Die Verbindung zu SaaS-Datenquellen geschieht mit dem Webprotokoll HTTP. Dafür bieten die Anwendungen ein API („Application Programming Interface“), das den automatisierten Anwendungszugriff auf die Web-Applikation erlaubt.

Aus diesen Aspekten lassen sich drei wichtige Anforderungen an eine Strategie für die Integration externer Daten ableiten. Erstens sollten alle Tools für die Datenintegration mit einer intuitiv verständlichen Point-and-Click-Benutzeroberfläche ausgestattet sein. Zweitens sollte das Integrationswerkzeug möglichst viele gängige Datenquellen berücksichtigen, etwa klassische relationale Datenbanken, gängige Datenformate wie etwa EDI oder CDV, moderne Big-Data-Systeme wie Hadoop, SAP HANA oder MongoDB und schließlich die Datenformate der SaaS-Marktführer. Die dritte und letzte Anforderung ergibt sich aus dem Einsatz von APIs, die neben dem Datenformat ebenfalls in eine Lösung integriert werden.