Mobilgeräte in Unternehmensnetzen managen – drei Technologien, die helfen

Autor/Redakteur: Benjamin Eggerstedt, Domain Specialist bei Alcatel-Lucent Enterprise/gg

Benjamin Eggerstedt

Immer mehr Mitarbeiter nutzen am Arbeitsplatz ihre eigenen Endgeräte. Manchmal geht es einfach nur darum, dass sie mit diesem Gerät vertraut sind und es deshalb gern verwenden. Manchmal brauchen sie genau dieses Mobilgerät, um ihre Arbeit effizient erledigen zu können. Auch für das Unternehmen hat der Einsatz dieser persönlichen Endgeräte Vorteile, vor allem in Bezug auf die Zufriedenheit und die Produktivität der Mitarbeiter. Dieser Beitrag beschreibt die technologischen Entwicklungen, die Unternehmen in die Lage versetzen, den Trend zum BYOD (Bring Your Own Device) in ihrem Sinne zu verwalten.

Die rasante Verbreitung von Mobilgeräten und der zunehmende Einsatz von Multimedia-Anwendungen wie Image-Sharing und Video-Collaboration führen zu völlig neuen Herausforderungen für die IT-Abteilungen der Unternehmen. Sicherheit, Übertragungskapazitäten und der Support unterschiedlichster Geräte und Betriebssysteme gehören zu den Problemen, mit denen sie sich befassen müssen, weil die bestehenden Netzwerke und Systeme hier schnell an ihre Grenzen stoßen. Wir nennen dieses Phänomen das Zeitalter der persönlichen Cloud.

Die persönliche Cloud umfasst nicht nur die Endgeräte, sondern auch alle Anwendungen und Funktionen, die der einzelne Mitarbeiter braucht und die ihm über eine Vielzahl von Netzen zur Verfügung gestellt werden. Mitarbeiter wechseln heute ständig zwischen Devices, Standorten und Aufgaben hin und her. Um in diesem Umfeld effizient arbeiten zu können, benötigen sie Flexibilität und die Kontrolle über die Dienste und Apps, die sie einsetzen.

Die Herausforderungen hinsichtlich Support, Kapazität und Sicherheit können die Unternehmen und ihre IT-Abteilungen mit diesen drei Technologien meistern:

1.) Application Fluent Networks

Für die Unterstützung der persönlichen Cloud empfiehlt sich unbedingt der Aufbau eines Application Fluent Network (AFN), das verschiedene Traffic-Arten von unterschiedlichen Nutzern und Endgeräten erkennt und diesen Datenverkehr entsprechend priorisiert, steuert und überwacht. Das ist sowohl in LANs als auch in WLANs wichtig.

AFN ist die Antwort auf verschiedene Trends, die sich gleichzeitig entwickelten und eine erhebliche Belastung für die Netzwerke darstellen: Virtualisierung, Echtzeit-Anwendungen und mobile Endgeräte. Als Folge dieser Trends wird erwartet, dass der Server-zu-Server-Traffic in Unternehmen den Server-zu-Desktop-Traffic überrunden wird. Die derzeitigen Rechenzentrumsnetze sind jedoch nicht für effizienten Server-zu-Server-Traffic ausgelegt. Die Idee, dass eine Applikation ihren Standort im Rechenzentrum jederzeit automatisch und dynamisch verändern kann, ist völlig neu und deshalb in den heutigen Netzwerken noch nicht umgesetzt.

Wenn jetzt kapazitätsintensive Video-Anwendungen, Virtualisierung und eine Vielzahl von Devices in das Netzwerk aufgenommen werden, ist es wichtig, dass das Netz sich auf diese neuen Belastungen einstellt, um die verschiedenen Anwendungen und Geräte unterstützen zu können. Genau das machen Application Fluent Networks.

Das Application Fluent Network basiert auf einer stabilen Architektur mit automatischer Steuerung, in der sich das Netz dynamisch an die Anwendung, den Nutzer und das jeweilige Endgerät anpasst. Damit kombiniert es eine hochwertige Benutzererfahrung mit einfachem Betrieb. Erreicht wird das durch ein Netzwerk-Design, das auf drei wesentlichen Pfeilern ruht:

  • Stabile Architektur: Das Netz kann durch eine Rechenzentrums-Fabric mit niedriger Latenzzeit und minimalen Platzanforderungen vereinfacht werden. Die Virtualisierung des Netzwerks ermöglicht die Konnektivität aller Endgeräte, die Definition von virtuellen Rechenzentren und die Koexistenz mit der Cloud.
  • Automatische Steuerung: Damit können Anwendungen wie Dienste gemanagt werden. Das Netz versteht jede Applikation und bestimmt, wie der Datenverkehr jeweils behandelt wird.
  • Einfacher Betrieb: Bietet automatisierte Bereitstellung von Top-of-Rack-Switches und Applikationen. Das Design sorgt für eine anbieterunabhängige Integration der Virtualisierungsplattform für Anwendungen und der Netzwerkmanagement-Plattform bei niedrigstem Energieverbrauch.