Effektive Projektplanung: Onsite-Optimierung und CMS-Wahl für leistungsfähige Webprojekte

Autor/Redakteur: Kay Seegers, 4th Level Care Support-Guide bei DomainFactory in München/gg

Von immer mehr IT-Administratoren wird heute eine große Online- und Serverkompetenz erwartet. Gerade wenn es um effektive Projektplanung geht, kommen oft eine Menge Fragen rund um diese Themen auf – denn Stabilität, Perfomance-Tuning und Erreichbarkeit von Webseiten spielen auch auf dieser Ebene eine Rolle. Webserver respektive Serverlandschaften müssen daher an die wachsenden Anforderungen angepasst werden. Der Beitrag soll zeigen, wie mit der Wahl des richtigen Content-Management-Systems und der passenden Onsite-Optimierung zu einer leistungsfähigen Webseite beigetragen werden kann.

Bild: DomainFactory

Onsite-Optimierung: Ladegeschwindigkeit, Quellcode & Co.

Steht ein Webprojekt, kann es laufend onsite-optimiert werden. Dabei sind viele Maßnahmen sinnvoll, gerade wenn es um die Infrastruktur und das Grundgerüst der Website geht. Da ein leistungsfähiges, stabiles Webprojekt auch mit einer guten Besuchererfahrung, Ladezeiten „in Lichtgeschwindigkeit“ und der zuverlässigen Verfügbarkeit steht, will ich meinen Beitrag damit nun einleiten.

Optimierter Quellcode, Lazy Loading und asynchrones Tracking für mehr Speed

Eine erste sinnvolle Möglichkeit ist Lazy Loading. Das sorgt dafür, dass Inhalte erst dann geladen werden, wenn sie ins Sichtfeld der Webseite-Besucher geraten. Das unterstützt auch den PageSpeed-Test von Google positiv, auf dessen Ergebnis durchaus in einem gewissen Rahmen Wert gelegt werden sollte. Bessere Testergebnisse erhalten Sie ebenfalls, wenn das JavaScript einfach an das Ende des Webdokuments gesetzt wird. Den (schnelleren) Seitenaufbau können Sie zudem mit dem Einsatz asynchroner Tracking-Codes unterstützen. Das ist ebenfalls ein Vorteil, werden diese doch erst geladen, wenn der Aufbau der Webseite bereits geschehen ist.

Zudem kann natürlich der Quelltext ausgedünnt werden. Gerade redundante, nutzlose und somit entbehrliche Formatierungen sowie HTML-Dateien können weg. Ähnliches gilt für JS- und CSS-Dateien. Die sollten Sie nach Möglichkeit auslagern.

Plugins auslagern, komprimierte JPEG oder moderne WebP-Formate statt PNG

Ein weiteres Hindernis für gute Web-Performance sind häufig völlig überdimensionierte Bild- und Grafikdateien. Doch auch hier kann man schnell für Besserung sorgen. Ein probates Mittel sind zum Beispiel moderne Online-Bildformate wie WebP. Die pushen die Performance, werden aber leider noch nicht von allen Browsern zuverlässig unterstützt. Wer das vermeintliche „Risiko“ scheut, sollte mindestens auf hochkomprimierte und weboptimiere JPEG setzen. Nicht aber auf PNG oder GIF.

iFrames sind leider ebenfalls „Entschleuniger“ für den Seitenaufbau, hier helfen weniger also mehr. Ähnliches gilt für externe Skripte. Werden die reduziert – oder besser: integriert – ist das ein weiterer Baustein zu mehr Online-Performance. Externe Skripte sollten darum lieber auf dem eigenen Webserver ausgeführt werden. Wer darüber hinaus nicht benötigte Programm- und CMS-Erweiterungen deinstalliert (und nicht nur ausschaltet), beschleunigt den Seitenaufbau ebenfalls. Plugins sollten grundsätzlich auf ein Minimum beschränkt werden. 

Was gilt für die Server- und Hostingwahl?

Wer zu jeder Zeit, also auch bei hohen Zugriffen auf die Webpräsenz, stets zuverlässige Performance sicherstellen will, hat dafür im Grunde drei verschiedene „Ausbaustufen“ zur Auswahl. Flexibel und in der Regel mit eher geringeren Kosten verbunden sind die Virtual Private Server. VPS können technisch sehr gut über sogenannte „Business Hostings“ realisiert werden und werden auf Wunsch perfekt auf die eigenen Anforderungen abgestimmt. Teuer, sogar die Königsdisziplin, sind dagegen dedizierte Server. Diese sind zwar eher schlecht skalierbar, dafür aber sehr leistungsstark. Wer ein kleineres Webprojekt plant, ist dagegen oft bei einem klassischen Webhosting gut aufgehoben. Die sind allerdings meist für sehr niederschwellige Performanceanforderungen ausgelegt und sollten deshalb nur einfacheren, weniger stark frequentierten Projekten als günstiges „Zuhause“ dienen.


Tabelle: DomainFactory

Content-Management-Systeme: Passendes CMS für das Webprojekt

Abhängig vom individuellen Fall sollte man vor den Erfolgsfaktoren für die Onsite-Optimierung auf den Einsatz eines passgenauen CMS beharren – oder womöglich ganz darauf verzichten. Nimmt man eine Massenlösung wie TYPO3, Drupal oder WordPress zu Hilfe, muss das also stimmig für den Endnutzer sein – und zudem mit den Zielen der Webpräsenz harmonieren. Gleiches gilt, wenn benötigt, für ein Shop-System.