Latenzprobleme bei nicht cache-baren Daten beheben

Bei einigen IT-Projekten gibt es die Befürchtung, dass Latenzprobleme auftreten, wenn Nutzer aus verschiedenen Netzwerken auf eine Applikation zugreifen. Diese Sorge lässt sich durch den Einsatz von Amazon CloudFront beheben. Denn der Dienst kann auch dann als Content Delivery Network (CDN) gut eingesetzt werden, wenn Daten sehr dynamisch und kurzlebig sind. Schließlich bietet die Lösung ein eigenes Netzwerk, das verschiedene Phasen des TCP-IP-Protokolls wie TCP-ACKs und SSL-Handshakes optimiert und auf lokale Knoten verteilt. Dadurch verringert sich die Latenzzeit zwischen dem Anwender und dem ersten Kontaktpunkt für die Anwendung. Das beschleunigt die Datenübertragung mit CloudFront auch dann, wenn keine Daten gecached werden können.

Screenshot: AWS

Weil Amazon Web Services ein Netzwerk von mehr als 176 Edge-Standorten betreibt, müssen nur kurze Wege zurückgelegt werden. Das kommt der Leistung zugute. Für die nicht im Cache der Edge-Standorte gespeicherten Daten hält Amazon CloudFront eine Dauerverbindung mit den Ursprungsservern über AWS-eigene Leitungen aufrecht. Außerdem kommen Techniken wie TCP Fast Start, also die beschleunigte Eröffnung von TCP-Verbindungen, zum Einsatz. Eine weitere Optimierung bringt Request Collapsing, das Zusammenführen von Server-Anforderungen. Dabei werden das HTTP- oder HTTPS-Protokoll sowie Websockets unterstützt. Somit können über CloudFront dynamische Webseiten mit PHP-, Java-, Python- und Ruby-Applikationen sowie statische Dateien wie HTML, CSS, Bilder, Fonts, Audio- und Videodateien und Software-Downloads beschleunigt ausgegeben werden.

Wenn Sie – etwa für dynamisch erzeugte Seiten – RESTful Web Service APIs bereitstellen möchten, kann der Amazon-API-Gateway-Dienst helfen. Über ihn lassen sich Funktionen wie In-Memory-Caching und Authentifizierung einfach und sicher konfigurieren. Dabei wird ebenfalls Amazon CloudFront genutzt.