Trends 2026

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Trends 2026 – Versa: Digitale Souveränität als geschäftskritische Notwendigkeit.

Pantelis Astenburg, Vice President Global Sales DACH von Versa Networks, betont, dass digitale Souveränität längst keine politische Floskel mehr ist, sondern für Unternehmen geschäftskritisch wird. Entscheidend sei dabei, dass nicht jedes „Made in Europe“-Label echte Souveränität garantiert: Die gesamte Infrastruktur muss in Europa betrieben werden, Verträge nach EU-Recht mit unabhängigen europäischen Unternehmen geschlossen sein und es darf keine Abhängigkeiten zu außereuropäischen Mutterkonzernen geben. Nur so lasse sich das Risiko vermeiden, dass ausländische Behörden über rechtliche Hebel Zugriff auf Unternehmensdaten erhalten. Kritisch sei insbesondere, dass viele Anbieter zwar mit europäischen Rechenzentren werben, während Unternehmensstruktur oder Verschlüsselungsschlüssel weiterhin unter US-Kontrolle stehen. Echte digitale Souveränität sei Voraussetzung für Rechtsicherheit und Vertrauen, die für die digitale Transformation unverzichtbar sind.

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Trends 2026 – Claroty: CPS-Sicherheit wird zur Pflichtdisziplin für CISOs

Thorsten Eckert, Regional Vice President Sales Central von Claroty, betont, dass 2026 das Jahr ist, in dem die Sicherheit cyber-physischer Systeme (CPS) vom Nischenthema zur zentralen Aufgabe jedes CISO wird, da CPS heute allgegenwärtig sind – von Gebäudemanagement-Systemen über IoT-Sensorik in der Industrie bis hin zu vernetzter Medizintechnik. Diese Systeme sind längst integraler Bestandteil der Unternehmensinfrastruktur und keine isolierten Insellösungen mehr, wodurch sich die Angriffsfläche erheblich vergrößert hat. Während klassische IT-Sicherheit weiterhin im Fokus steht, bleiben CPS häufig ein blinder Fleck in der Sicherheitsarchitektur. CISOs müssen ihre Strategien daher grundlegend erweitern, indem Asset-Discovery auch OT-Netze umfasst, Netzwerksegmentierung zum Standard wird und kontinuierliches Schwachstellenmanagement alle cyber-physischen Komponenten einschließt. Wer CPS-Sicherheit weiterhin vernachlässigt, riskiert nicht nur Datenverluste, sondern auch physische Schäden und gravierende Betriebsunterbrechungen mit potenziell existenzbedrohenden Folgen.

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Trends 2026 – Colt: CIOs zwischen KI, Sicherheit und Infrastruktur

Stephan Wanke, Geschäftsführer von Colt Technology Services, sieht CIOs 2026 vor der zentralen Herausforderung, digitale Transformation als strategische Notwendigkeit mit Kostenreduzierung und wachsenden regulatorischen Anforderungen auszubalancieren. Künstliche Intelligenz bleibt dabei der wichtigste Treiber, insbesondere durch Fortschritte bei KI-Inferenz und Agenten-KI, die ein neues Reifestadium erreichen. Gleichzeitig gewinnt das Thema Sicherheit weiter an Bedeutung, wobei ein steigendes Interesse an quantenbasierten Security-Maßnahmen erwartet wird. Als entscheidenden Hebel nennt Wanke die digitale Infrastruktur, da Glasfasernetze immer höhere Bandbreiten bereitstellen und Network-as-a-Service eine flexible Nutzung ermöglicht. In diesem Umfeld entwickelt sich der Infrastruktur-Dienstleister zum strategischen Partner für Unternehmen, die die Chancen der Transformation konsequent nutzen wollen.

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Trends 2026 – Onapsis

2026-Trend-Statement von Paul Laudanski, Director Security Research bei Onapsis:
„Angreifer verstehen ERP-Systeme inzwischen oft besser als jene, die sie schützen sollen. 2026 werden wir mehr Zero-Days, stärker automatisierte Exploit-Chains und gezielte Angriffe auf Integrationen zwischen geschäftskritischen Anwendungen sehen. Gleichzeitig stehen wir an einem Wendepunkt: KI gibt Angreifern neue Werkzeuge, eröffnet aber auch neue Chancen für die Verteidigung. Cybersicherheit muss sich von reaktiver Abwehr hin zu intelligenter Vorhersage entwickeln. Dafür reicht Technologie allein nicht aus – Security darf kein To-Do mehr sein, sondern muss als Führungsprinzip verstanden werden, mit klaren Prozessen und echter Verantwortung. Wer geschäftskritische Anwendungen schützt, schützt das gesamte Unternehmen.“

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Trends 2026 – Wer ohne KI managt, managt blind

Berend Booms von Ultimo betont, dass das Asset Management vor dem größten Umbruch seit Jahrzehnten steht und KI 2026 zum Standard wird. Maschinelles Lernen soll Geräteausfälle bereits sechs bis zwölf Monate im Voraus mit hoher Präzision prognostizieren können. IoT-gestützte, vorausschauende Wartung kann laut Booms Vorhersagegenauigkeiten von über 90 Prozent erreichen und wird durch zusätzliche Daten weiter verbessert. Die Kombination aus KI, IoT-Sensorik und digitalen Zwillingen schafft ein umfassendes Echtzeit-Monitoring, das Wartungsintervalle an der tatsächlichen Nutzung ausrichtet. Darüber hinaus wird KI künftig auch Beschaffung, Ersatzteilmanagement und strategische Entscheidungen im Asset Management maßgeblich beeinflussen.

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Eine vergessliche KI hat keine Zukunft

Glenn Nethercutt, Chief Technology Officer bei Genesys, erklärt, warum eine vergessliche KI keine Zukunft hat:
„Um den Wettbewerbsvorteil im Bereich der KI auszubauen, müssen Unternehmen eine künstliche Intelligenz entwickeln, die sich erinnert. Vergesslichkeit war ein analoger Luxus und hat in einer digitalen Welt keine Zukunft. Statt bei jeder Interaktion mit dem Verbraucher neu zu starten, knüpft KI an die gelernten Erfahrungen an. Möglich wird das durch die kognitive Infrastruktur: Sie macht aus Daten echte Erinnerungen und verwandelt Handlungen in Lernen. Außerdem verankert sie KI in Kontinuität und transformiert Erfahrungen in Weisheit. Das selektive, komprimierte und richtliniengebundene Gedächtnis filtert die relevanten Informationen und verknüpft den Kontext über die Zeit hinweg. Wer seinen Maschinen das Erinnern beibringt, stärkt die Kundenbindung – denn Loyalität vergisst ebenso wenig wie Intelligenz.“

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