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Azul-Studie 2026: Java treibt KI-Projekte und OpenJDK-Migration voran

Java behauptet sich 2026 als strategische Schlüsseltechnologie in Unternehmen. Das zeigt der neue „State of Java Survey & Report 2026“ von Azul, für den weltweit mehr als 2.000 Java-ExpertInnen befragt wurden. Zwei Entwicklungen prägen demnach den Markt: der wachsende Einsatz von Java für KI-Funktionalitäten und eine beschleunigte Abkehr von Oracle Java zugunsten von OpenJDK-Distributionen.

Azul State of Java Survey & Report 2026 – Quelle: Azul

Java wird zur KI-Plattform im Enterprise-Umfeld

62 Prozent der Unternehmen nutzen Java inzwischen für KI-Funktionalitäten – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (50 Prozent). 31 Prozent geben an, dass mehr als die Hälfte ihrer neu entwickelten Java-Anwendungen KI-Funktionen enthalten. Java profitiert dabei von seiner Skalierbarkeit, Stabilität und Performance im produktiven Betrieb. Unterstützt wird dies durch ein gereiftes Ökosystem an KI-Bibliotheken sowie durch Anforderungen wie Long-Term-Support moderner Versionen, integrierte Security-Features und bessere Observability.

Wachsende Distanz zu Oracle Java

Seit der Einführung des mitarbeiterbasierten Preismodells durch Oracle im Jahr 2023 nimmt die Skepsis deutlich zu. 92 Prozent der Befragten äußern Bedenken hinsichtlich der Preisgestaltung, nur noch sieben Prozent sehen keinerlei Probleme. 81 Prozent haben ihre Migration von Oracle Java zu nicht von Oracle stammenden OpenJDK-Distributionen bereits begonnen, abgeschlossen oder planen diesen Schritt. 63 Prozent wollen ihre Java-Landschaft vollständig migrieren. Haupttreiber sind Kosten (37 Prozent), Open-Source-Präferenz (31 Prozent) und Unsicherheit durch häufige Lizenzänderungen (29 Prozent).

Cloud-Kosten im Fokus

Parallel rückt die Optimierung von Cloud-Ausgaben stärker in den Mittelpunkt. 97 Prozent der Unternehmen haben Maßnahmen zur Senkung ihrer Public-Cloud-Kosten ergriffen. 41 Prozent setzen dabei gezielt auf High-Performance-Java-Plattformen. Effizientere Laufzeiten ermöglichen es, Workloads mit weniger Ressourcen zu betreiben. Gleichzeitig berichten 74 Prozent von ungenutzten Cloud-Kapazitäten von über 20 Prozent – ein Hinweis auf weiterhin bestehende Ineffizienzen.

Produktivitätsbremsen im DevOps-Alltag

Neben Kosten und Lizenzmodellen belastet auch technischer Ballast die Teams. 63 Prozent sehen tote oder ungenutzte Codebestandteile als Produktivitätshemmnis. Hinzu kommt die steigende Zahl sicherheitsrelevanter Meldungen: 56 Prozent sind wöchentlich oder täglich mit Java-bezogenen CVEs konfrontiert. 30 Prozent der Teams verbringen mehr als die Hälfte ihrer Zeit mit der Analyse von False Positives.

Die Studie zeigt insgesamt eine Community im Wandel: Java bleibt zentrale Basistechnologie für skalierbare Enterprise-Architekturen – zunehmend KI-getrieben, kostenbewusst und stärker auf offene Distributionen ausgerichtet.

Den vollständigen „State of Java Survey & Report 2026“ von Azul können Sie hier abrufen.

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