Thomas-Krenn baut Standort Freyung aus und stärkt Hardware-Fertigung in Deutschland
Mit der Einweihung eines umfangreichen Erweiterungsbaus setzt die Thomas-Krenn.AG ein klares Signal für den Produktionsstandort Deutschland. Am 23. April 2026 hat der Server- und Storage-Spezialist seine erweiterten Kapazitäten offiziell in Betrieb genommen. Ziel ist es, das Wachstum der vergangenen Jahre strukturell abzusichern und zugleich die Entwicklung individueller Hardwarelösungen weiter auszubauen. Insgesamt summieren sich die Produktions-, Büro- und Nebenflächen nun auf knapp 12.000 Quadratmeter. Die Investition unterstreicht die strategische Bedeutung lokaler Fertigung im Kontext globaler Lieferketten und wachsender Anforderungen an digitale Souveränität.

Das 2002 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert seine Systeme vollständig am Standort Freyung im Bayerischen Wald. Nach kontinuierlichem Wachstum war die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen gestoßen. Der nun fertiggestellte Erweiterungsbau schafft rund 4.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für Produktion und Lager sowie etwa 2.400 Quadratmeter für neue Büroarbeitsplätze. Einschließlich Technik- und Versorgungsbereichen wächst das überbaute Areal damit auf mehr als 11.000 Quadratmeter – mehr als doppelt so viel wie vor der Erweiterung.
Insgesamt rund 40 Millionen Euro investierte das Unternehmen über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren in das Bauprojekt. Zur feierlichen Eröffnung kamen etwa 130 Gäste, darunter Partner, Kunden und Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Auch architektonisch setzt der Neubau Akzente: Ein markanter „Tower“ mit Konferenz- und Veranstaltungsräumen prägt den Eingangsbereich, während ein umlaufender Gehweg in Form einer Leiterplatte Raum für informellen Austausch bietet.
Neben der Erweiterung der Produktionskapazitäten wurden auch moderne Arbeitskonzepte berücksichtigt. Die neuen Büroflächen sind flexibel gestaltet und unterstützen hybride Arbeitsmodelle mit Homeoffice-Anteilen. Sie bieten Raum für konzentriertes Arbeiten ebenso wie für kollaborative Formate – ein wichtiger Faktor insbesondere für Entwicklungsabteilungen.
Vorstand Christoph Maier betont die strategische Ausrichtung: Neben dem klassischen Servergeschäft sollen vor allem kundenspezifische Lösungen – sogenannte Custom Hardware – weiter ausgebaut werden. Diese kommen unter anderem in Bereichen wie Künstliche Intelligenz oder industrieller Produktion zum Einsatz. Gleichzeitig tragen die erweiterten Lagerkapazitäten dazu bei, die Lieferfähigkeit auch in angespannten Marktsituationen, etwa infolge globaler Chipengpässe, sicherzustellen.
Auch aus regionalpolitischer Sicht wird das Investment positiv bewertet. Sebastian Gruber, Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau, sieht darin ein wichtiges Signal für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Das Engagement zeige, dass Hightech-Produktion in Deutschland erfolgreich umgesetzt werden kann – insbesondere dann, wenn Unternehmen gezielt vor Ort investieren und lokale Wertschöpfung stärken.
Mehr Informationen unter: https://www.thomas-krenn.com | https://www.extracomputer.de
