Künstliche IntelligenzSecurity

Palo Alto Networks erweitert Endpoint-Security um KI-Agenten-Schutz mit „Agentic Endpoint Security“

Die zunehmende Verbreitung autonomer KI-Tools verändert Unternehmens-IT grundlegend und erweitert zugleich die Angriffsfläche auf Endgeräten. Vor diesem Hintergrund hat Palo Alto Networks die Übernahme von Koi Security abgeschlossen und damit eine neue Sicherheitskategorie definiert: „Agentic Endpoint Security“ (AES). Ziel ist es, KI-Agenten auf Endgeräten besser zu überwachen, abzusichern und in zentrale Sicherheitsarchitekturen einzubinden.

Die Lösung adressiert insbesondere sogenannte „agentic AI“-Workflows, bei denen KI-Systeme autonom Code schreiben, Prozesse ausführen oder auf Unternehmenssysteme zugreifen. Tools wie Claude Code oder OpenClaw stehen exemplarisch für diese neue Generation produktiver, aber zugleich sicherheitskritischer Anwendungen.

Neue Angriffsfläche durch autonome KI-Agenten

Mit der zunehmenden Nutzung agentischer KI steigt die Komplexität der Endpoint-Sicherheit erheblich. KI-Agenten erhalten häufig weitreichende Zugriffsrechte auf Systeme und Daten und können damit – aus Sicht klassischer Sicherheitsarchitekturen – ein neues Insider-Risiko darstellen.

Palo Alto Networks bewertet diese Entwicklung als strukturellen Wandel der Bedrohungslandschaft. Klassische Endpoint-Detection-and-Response-Ansätze (EDR) seien nicht ausreichend, um das Verhalten autonomer KI-Agenten vollständig zu erfassen und zu kontrollieren.

Integration in bestehende Sicherheitsplattformen

Die Technologie von Koi Security wird in die Plattform Palo Alto Networks integriert, insbesondere in Prisma AIRS sowie in Cortex XDR. Ziel ist ein einheitliches Kontroll- und Sichtbarkeitsmodell für KI-gestützte Prozesse auf Endgeräten und in Unternehmensnetzwerken.

Darüber hinaus soll ein neues Modul innerhalb von Cortex XDR Risiken im KI-Software-Ökosystem erkennen und automatisch Gegenmaßnahmen einleiten. Parallel bleibt die Technologie von Koi als eigenständige Lösung verfügbar.

Definition einer neuen Sicherheitskategorie

Mit „Agentic Endpoint Security“ führt Palo Alto Networks eine neue Kategorie ein, die speziell auf den Schutz autonomer KI-Agenten auf Endgeräten ausgerichtet ist. Damit wird ein Bereich adressiert, der bisher weder von klassischen EDR-Lösungen noch von rein cloudbasierten KI-Sicherheitsplattformen vollständig abgedeckt wird.

Nach Unternehmensangaben soll dieser Ansatz Unternehmen ermöglichen, KI-gestützte Innovationen zu nutzen, ohne zusätzliche Sicherheitsrisiken in Kauf nehmen zu müssen.

Einordnung im Kontext des KI-Sicherheitsmarkts

Die Übernahme zeigt eine zunehmende Verschmelzung von Endpoint Security, KI-Governance und Plattform-Sicherheitsarchitekturen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie autonome Systeme kontrolliert werden können, ohne deren Produktivität einzuschränken.

Damit reagiert Palo Alto Networks auf einen Trend, der sich mit der breiten Einführung agentischer KI-Systeme weiter verstärken dürfte: Sicherheit muss nicht nur Nutzer und Geräte schützen, sondern auch die KI selbst als aktiven Akteur innerhalb der IT-Umgebung.

Direkter Link: Leader bei Cybersicherheitslösungen und Software für moderne Unternehmen – Palo Alto Networks

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