Supermicro zeigte auf dem Mobile World Congress Lösungen für souveräne KI und KI-RAN
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierte Supermicro eine erweiterte Unterstützung für Infrastrukturlösungen, die Plattformen für souveräne KI sowie KI-RAN (Künstliche Intelligenz in Funkzugangsnetzen) antreiben. Die Veranstaltung gilt als weltweit größte Branchenmesse für Telekommunikation. Gemeinsam mit Ökosystempartnern demonstrierte das Unternehmen dort praxisnahe Einsatzszenarien, die auf hohe Leistung, Energieeffizienz und Skalierbarkeit ausgelegt sind. Im Mittelpunkt standen Infrastrukturplattformen, die speziell für die Integration von KI in Telekommunikationsnetze entwickelt wurden. Diese sollen Netzbetreibern helfen, ihre Netze intelligenter zu betreiben und neue digitale Dienste bereitzustellen.

„Um KI in großem Maßstab in das RAN zu integrieren, ist eine für Telekommunikationsnetze optimierte Infrastruktur erforderlich“, erklärte Charles Liang, Präsident und Geschäftsführer von Supermicro. Während Betreiber Intelligenz in ihre Netze implementieren und ihre Strategien für souveräne KI ausbauen, ermöglichen die Data Center Building Block Solutions (DCBBS) eine schnelle Bereitstellung leistungsstarker und energieeffizienter Plattformen. Diese Infrastruktur unterstützt zudem Anforderungen an Datensouveränität sowie langfristige Skalierbarkeit. Weitere Informationen zu den Telco-Lösungen stellt das Unternehmen online bereit: https://www.supermicro.com/en/solutions/ai/telco
Der Einsatz von KI in Telekommunikationsnetzen wächst rasant, da Betreiber ihre Netze effizienter automatisieren und optimieren möchten. KI-RAN integriert KI-Funktionen direkt in das Funkzugangsnetz, um etwa Spektrum, Energieverbrauch und Netzwerkleistung zu optimieren. Gleichzeitig entsteht eine verteilte Infrastruktur, über die Betreiber und Endnutzer KI-Anwendungen am Netzrand ausführen können.
Für diese Anforderungen erweitert Supermicro sein Portfolio an KI-RAN-Systemen auf Basis des Designs des NVIDIA Aerial RAN Computer (ARC). Die Systeme unterstützen aktuelle Technologien wie die NVIDIA Blackwell Architektur und kommende Versionen der ARC-Plattform.
Zu den vorgestellten Systemen gehören mehrere neue Serverplattformen:
- ARS-111L-FR ist ein 1U-System mit geringer Einbautiefe für verteilte RAN-Workloads. Es nutzt eine NVIDIA Grace CPU C1 und unterstützt Hochgeschwindigkeitsnetzwerke über NVIDIA ConnectX Ethernet Adapter. Zusätzlich können bis zu zwei Low-Profile-GPUs wie die NVIDIA L4 GPU integriert werden.
- ARS-221GL-NR ist ein leistungsstarkes 2U-System auf Basis des NVIDIA Grace Superchip. Es unterstützt bis zu zwei GPUs mit doppelter Breite, darunter die NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition, um anspruchsvolle KI-Workloads im Telekommunikationsnetz zu bewältigen.
- ARS-111GL-NHR ist ein 1U-System mit NVIDIA GH200 Grace Hopper Superchip und integriertem GPU-Beschleuniger. Die Verbindung zwischen CPU und GPU erfolgt über NVLink mit bis zu 900 GB/s Bandbreite. In Kombination mit NVIDIA BlueField DPU und ConnectX-Adaptern eignet sich das System für KI-Inferenz und Forschung am Netzwerk-Edge.
Souveräne KI bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens oder Staates, KI-Anwendungen innerhalb eigener Infrastruktur-, Daten- und Compliance-Umgebungen zu entwickeln und zu betreiben. Für Telekommunikationsbetreiber entsteht daraus die Möglichkeit, nationale KI-Infrastrukturen als Dienst bereitzustellen und neue Geschäftsmodelle in der digitalen Wirtschaft zu erschließen.
Die dafür entwickelten DCBBS-Architekturen von Supermicro sollen Unternehmen dabei unterstützen, KI-Rechenzentren schnell aufzubauen und zu skalieren. Modulare Designs erleichtern die Erweiterung der Systeme, während optimierte Strom- und Kühlkonzepte die Energieeffizienz verbessern.
Supermicro arbeitet zudem mit mehreren Telekommunikationsunternehmen zusammen, um konkrete Einsatzbeispiele zu demonstrieren. Dazu gehörten Projekte mit Telenor, SK Telecom, Nokia und Viettel High Tech, die unterschiedliche Ansätze für KI-Beschleunigung, Cloud-Plattformen für souveräne KI und offene 5G-Netzarchitekturen zeigten.
