Kaspersky-Report: Kritische Cybervorfälle deutlich rückläufig
Die Zahl schwerwiegender Cybervorfälle in Unternehmen weltweit ist in den vergangenen Jahren spürbar gesunken. Gleichzeitig bleibt die Bedrohungslage komplex, da insbesondere gezielte Angriffe weiterhin erfolgreich durchgeführt werden. Fortschritte bei Früherkennung und Abwehr zeigen jedoch messbare Wirkung. Unternehmen profitieren zunehmend von proaktiven Sicherheitsstrategien und spezialisierten Services. Dies geht aus dem aktuellen Bericht zur globalen Cyberbedrohungslage hervor.

Der Report „Anatomy of a Cyber World“ von Kaspersky zeigt, dass der Anteil kritischer Sicherheitsvorfälle im Jahr 2025 auf 3,8 Prozent gesunken ist – der niedrigste Wert seit 2021. Im Vergleich zu 2024 (4,7 Prozent) entspricht dies einem Rückgang um 19 Prozent, gegenüber 2021 (14,3 Prozent) sogar einem deutlichen langfristigen Abwärtstrend. Als kritisch gelten dabei Angriffe mit direkter menschlicher Beteiligung, die erhebliche Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur haben.
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung liegt in verbesserten Früherkennungsmechanismen und effektiveren Reaktionsmaßnahmen. Insbesondere Threat-Intelligence- und Managed-Detection-and-Response-Services ermöglichen es, Angriffe frühzeitig zu identifizieren und einzudämmen, bevor sie ein kritisches Ausmaß erreichen.
Trotz des Rückgangs bleiben Advanced Persistent Threats (APTs) die häufigste Ursache für schwerwiegende Vorfälle. Im Jahr 2025 waren sie für 24 Prozent aller kritischen Angriffe verantwortlich – ein ähnlicher Wert wie im Vorjahr. Dies verdeutlicht, dass hochentwickelte, zielgerichtete Angriffe weiterhin in der Lage sind, bestehende Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.
Ebenfalls 24 Prozent der als kritisch eingestuften Vorfälle entfielen auf Sicherheitsübungen wie Red Teaming, die zunächst als reale Angriffe klassifiziert wurden. Social-Engineering-Angriffe belegten mit 15 Prozent den dritten Platz, gefolgt von Malware-Angriffen (12 Prozent). Weitere Ursachen waren Artefakte zielgerichteter Angriffe beziehungsweise APT-Spuren (7 Prozent) sowie kritische Schwachstellen (5 Prozent).
Die Analyse unterstreicht die Bedeutung eines integrierten Sicherheitsansatzes. Experten betonen, dass neben Managed Detection and Response (MDR) auch Technologien wie Extended Detection and Response (XDR) sowie professionelle Incident-Response-Services entscheidend sind, um komplexe Bedrohungen effektiv zu bekämpfen. Ergänzend tragen Beratungsleistungen für Security Operations Center (SOC) dazu bei, Sicherheitsstrukturen gezielt aufzubauen oder weiter zu optimieren.
Insgesamt zeigt der Report, dass proaktive Cybersicherheitsstrategien zunehmend Wirkung entfalten. Gleichzeitig bleibt die kontinuierliche Weiterentwicklung von Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich, um insbesondere gegen persistente und hochentwickelte Angriffe gewappnet zu sein.
Kaspersky-Empfehlungen zum Schutz vor aktiv gesteuerten Angriffen
- Managed-Security-Services wie Kaspersky Managed Detection and Response [2] und Kaspersky Incident Response [3] schützen Unternehmen rund um die Uhr durch Sicherheitsexperten mit Zugriff auf globale Threat Intelligence und decken den gesamten Untersuchungs- und Reaktionszyklus komplexer Sicherheitsvorfälle ab.
- Interne Prozesse und Technologien sollten an die aktuelle Bedrohungslage angepasst werden, etwa mit Kaspersky for SOC [4]. Die Lösung unterstützt beim Aufbau eines internen Security Operations Centers, bei der Bewertung des Reifegrads eines bestehenden SOCs sowie bei der Weiterentwicklung von Erkennungs- und Reaktionsfähigkeiten.
- Zentrale und automatisierte Sicherheitslösungen wie Kaspersky Next XDR Expert [5] einsetzen, um Unternehmensressourcen umfassend zu schützen. Die Lösung aggregiert und korreliert Daten aus verschiedenen Quellen und nutzt Machine Learning, um Bedrohungen effektiv zu erkennen und automatisiert darauf zu reagieren.
Der vollständige Kaspersky-Report „Anatomy of a Cyber World: Global Report by Kaspersky Security Services“ ist verfügbar unter Anatomy of a Cyber World: Global Report by Kaspersky Security Services 2026 | Kaspersky
