Bessere Business-Entscheidungen mit Künstlicher Intelligenz treffen

Autor/Redakteur: Markus Pichler, VP of Sales Europe bei ABBYY/gg

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich der Datenverarbeitung hat die Art und Weise, wie wir Inhalte aus Dokumenten verarbeiten, stark verändert. Dies wirkt sich auch auf die Prozesse in der Unternehmenswelt aus. Während vor einigen wenigen Jahren bis Jahrzehnten Dokumente noch wortwörtlich Seite für Seite verarbeitet wurden, eröffnet die Digitalisierung und die automatisierte Dokumentenverarbeitung heute die Nutzung von riesigen Datenmengen, woraus sich schneller und effizienter Vorhersagen für Business-Entscheidungen ableiten lassen. So können Unternehmen auch in einer von Daten beherrschten Welt weiter konkurrenzfähig bleiben.

Bild: ABBYY

Ein Blick in die Vergangenheit

Noch vor wenigen Jahrzehnten hieß es, dass die Dokumentenerfassung das Unternehmen mit dem Versprechen des papierlosen Büros revolutionieren würde. Die Wände von Aktenschränken würden verschwinden, die Poststelle schrumpfen und die Schreibtische wieder sichtbarer werden. Dokumente wurden lediglich in zwei Fällen digitalisiert: beim Eingang von Briefen in der Poststelle und wenn Mitarbeiter eine Transaktion mit einem Kunden abschlossen und die Akte zur Archivierung schickten. Der Keller diente oft als Drehscheibe für Industriescanner und Kopierer, wo Tausende von Dokumenten gescannt und in einem Datenlager gespeichert wurden. Durch die Erfassung konnten zwar Kosten und Zeit gespart werden, aber wichtige Informationen waren dadurch nicht mehr verwertbar.

In der Zwischenzeit hat sich viel getan: Aktuelle Ansätze zur automatisierten Dokumentenverarbeitung beziehen sich größtenteils auf robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA). Zwar ist dies schon ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer komplett automatisierten Dokumentenverarbeitung, jedoch stoßen RPA-Roboter allein an ihre Grenzen. Ein zentrales Problem ist dabei die Vielzahl an Dokumentenarten, die heutzutage verarbeitet werden müssen. Daher ist es notwendig, dass wir unser Verständnis von Dokumenten erweitern: denn Dokumente sind weit mehr als Microsoft Word-Dateien. Zum Beispiel handelt es sich um Rechnungen, E-Mails, PDF-Dateien, Bilder oder Ausweisdokumente. Diese gelangen jeweils über verschiedene Kanäle in ein Unternehmen, beispielsweise über mobile Geräte, Online-Chats, Faxe, Scanner oder E-Mails – allesamt in komplexen Formen und Größen, die verschiedene Felder enthalten. Bei der einfachen Digitalisierung von Dokumenten ist man daher immer noch zu sehr auf manuelle Schritte angewiesen, um Daten aus den digitalisierten Versionen in die Unternehmenssysteme zu übertragen und weiterzuverarbeiten. Dies führt zu Fehlern und Verzögerungen wichtiger Prozesse.