Storage-as-a-Service – so wird die Cloud zu einer simplen, flexiblen und sicheren Erfahrung

Risiken abwägen vor dem Gang in die Cloud

Vor der Migration sollten Unternehmen einige Aspekte klären. So hat jeder Cloud-Anbieter eigene Service Level Agreements (SLAs), die die zu erbringenden Leistungen und Abrechnung, aber auch Richtlinien zu Schadensfällen fest vereinbaren. Data Governance, also wer die Autorität und die Kontrolle über Datenbestände hat, und die Speicherorte (beispielsweise innerhalb der EU oder außerhalb) sind ebenfalls zu eruieren.

Vor dem Gang in die Cloud müssen Unternehmen analysieren, welche Workloads Cloud-ready sind und sich migrieren lassen und welche aus verschiedenen Gründen On-Premises bleiben sollten. Meist müssen initial große Datenmengen bewegt werden. Das will gut überlegt sein, denn sie vom Provider zurückzuholen kann teuer werden. Die Kosten einer Cloud-Migration und der realen Nutzung der Cloud werden gerne unterschätzt. Wenn jeder im Unternehmen Ressourcen frei buchen kann, lassen sich die entstehenden Kosten im Vorfeld nur schwer abschätzen. Hier gilt es die Übersicht zu behalten und die Cloud entsprechend zu verwalten.

As-a-Service-Nutzungsmodelle treffen den Zeitgeist

Mit einer Multi-Cloud-Umgebung vermeiden Unternehmen den „Vendor Lock-in“, binden sich also nicht langfristig an einen einzigen Zulieferer. Vielmehr gewinnen sie direkten und einfachen Zugang zum Innovationspool der verschiedenen Cloud-Giganten. Dass Unternehmen keine eigene Infrastruktur mehr aufbauen oder unterhalten müssen, spart Ressourcen und Kosten, denn klassische Hardwareerneuerungszyklen mit hoher CAPEX-Bindung werden aufgebrochen. Dank Pay-as-you-go- und As-a-Service-Nutzungsmodellen wird nur bezahlt, was genutzt wird, und eingespartes Budget und Ressourcen können stattdessen in Innovationsprojekte fließen.

As-a-Service bietet Optimierungspotenzial durch Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Bereitstellungszeiten, vor allem wenn der Ressourcenbedarf über das Geschäftsjahr hinweg schwankt. Zudem lässt sich Storage-as-a-Service gut mit einzelnen Workloads testen. Ein Beispiel ist das Backup in der Cloud – hier lassen sich schnell Innovationen anschieben oder Flexibilität gewinnen, ohne Komplettumbau der Prozesse im IT-Team. In der Praxis geht es dabei um die nutzungsbasierte Abrechnung für die Bereitstellung aus der Cloud bis hin zu Leasingprogrammen für Hardware, die im eigenen Rechenzentrum bereitgestellt wird.

Generell passt „as-a-service“ zum Zeitgeist. Immer mehr Unternehmen stellen ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen auf Pay-as-you-go-Modelle und Abonnements um. Diese Entwicklung zeigt sich im produzierenden Gewerbe genauso wie im Handel, bei Banken und bei Versicherungen. Es ist nur konsequent, dass Beschaffungswege auf das gleiche Modell umschwenken. Denn das immer dynamischer werdende wirtschaftliche Zusammenspiel aus Angebot, Nachfrage und Wettbewerb verlangt eine immer schnellere und flexiblere Bereitstellung von IT-Ressourcen.