Sysbus Thema „Trends für 2018“, dritter und letzter Teil


Heute folgt der Abschluss unseres Themas „Trends für 2018“. Dabei kommen Netzlink, Cisco IoT, byon, Befine Solutions AG und A1 Digital zu Wort.

„Alles wird Software –  davon bin ich überzeugt“, meint Sven-Ove Wähling, Geschäftsführung der Netzlink Informationstechnik GmbH. „Der Trend zur Virtualisierung hat mit dem Netzwerk die letzte Bastion der IT-Infrastruktur erfasst. Mit dem Internet der Dinge werden Kleidungsstücke, Lampen, Kühlschränke und Industrieroboter zu IP-Endgeräten. Die Anzahl der Devices im Netzwerk wird stark wachsen und damit wird das Netzwerk komplexer. Managed Services und Microservices werden wieder das Wachstum antreiben. Die Berater für IT-Sicherheit und Datenschutz werden viel zu tun haben.“

„Im Bereich von ‚Internet of Things‘ sehen wir einen weiteren Zuwachs von ‚Connected Devices‘ in allen Marktsegmenten“, erklärt Homan Behrouzi, Cisco IoT Cloud Sales & Business Development. „Es werden nun immer mehr unternehmenskritische Prozesse digitalisiert, was zu einem erhöhten Bedarf an durchgängigen Sicherheitskonzepten führt. Damit geht auch die Notwendigkeit der effizienten Verwaltung einher, denn nur so lässt sich die Entwicklung mit dem entsprechend zügigen Fortschritt und Kosten-Nutzen für ein Unternehmen realisieren. Ein großer Fortschritt ist auch im Bereich IoT-Plattformen zu sehen, die in dem defragmentierten IoT-Markt einige Anforderungen gleichzeitig abdecken und auch neue Möglichkeiten wie Edge-Analytics anbieten, damit Entscheidungen nicht mehr aus der entfernten Cloud, sondern lokal getroffen werden können.“

„Ein Trend 2018 ist die Echtzeitkommunikation über das Internet mit dem Kommunikationsstandard Web Real-Time Communication (WebRTC)“, denkt Udo Thermer, Leitung Produktentwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung bei der byon GmbH. „Viele Unternehmen suchen eine Plattform, die unterschiedliche Eingangskanäle, über die Kunden sie erreichen können, sinnvoll bündelt. WebRTC macht das möglich und kann die Unified-Communications-Strategie in Unternehmen hervorragend ergänzen und unterstützen.“

Dominik Lehr, Gründer und Vorstand der Befine Solutions AG – The Cryptshare Company: „Die Datenschutz-Grundverordnung bringt immer mehr Aspekte ans Licht, über die sich Unternehmen Gedanken machen müssen. Einer ist die Schatten-IT, der Einsatz nicht autorisierter Filesharing- oder Cloud-Dienste. Ein anderer ist der Umgang mit E-Mails: Sie sind DAS Hauptkommunikationsmittel – und bevorzugter Ausgangspunkt für Cyber-Angriffe. Und wenn die DSGVO im Mai endgültig in Kraft tritt, müssen entsprechende Datenschutzverletzungen angezeigt werden. Die Zeit drängt also – zumal nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die Reputationsschäden zu beachten sind.“

Bildquelle: A1 Digital

„Die Frage, die sich kleine und mittelständische Unternehmen stellen sollten, ist längst nicht mehr, ob sie in die Cloud wechseln sollten. Sondern vielmehr, warum sie es bislang nicht getan haben“, schließt Dr. Elisabetta Castiglioni von A1 Digital das Thema ab. „Woher kommt also diese Angst vor der digitalen Transformation? Ist es wirklich die Sorge um Sicherheit, Angst vor Kontrollverlust oder fehlendes technisches Know-how? Auf all diese Herausforderungen bietet der Markt längst Antworten. Der Prozess der Digitalisierung selbst ist nicht aufhaltbar, und die eigentliche Aufgabe ist es, die für sich beste und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Lösung zu finden. Das Thema ‚Digitalisierung‘ muss daher zum strategischen Kern der Unternehmensvision 2018 werden. Hier müssen eine Auseinandersetzung und ein Umdenken auf allen Ebenen des Unternehmens stattfinden.“