Genuss am Wochenende – Geschütze Reissorte aus Italien

Italien ist bekannt für seine wunderbaren Risotto-Gerichte. So ist es kein Wunder, dass einige der qualitativ besonders hochwertigen Reissorten auch aus Italien stammen. Dies gilt zum Beispiel auch für den Riso Nano Vialone Veronese, welcher auf den fruchtbaren Schlammböden in der venezianischen Tiefebene angebaut wird. Er ist mit der Bezeichnung “g.g.A.”, geschützte geografische Angabe” ausgezeichnet. Ein bissfestes Korn und eine geschmeidige Konsistenz zeichnen diese Sorte aus. So können mit diesem Reis nicht nur deftige, sondern auch süße Speisen zubereitet werden.

Foto: Consorio di Tutela della Nao Vialone Veronese

So eignet sich der Riso Nano Vialone Veronese g.g.A. vor allem ganz klassisch für Risotto-Gerichte in allen erdenklichen Variationen – vom Risotto mit Kürbis oder Steinpilzen über Variationen mit Garnelen oder Zander bis hin zu Klassikern wie einem Risotto, das mit einem Amarone della Valpolicella – dem legendären Rotwein aus derselben Region – verfeinert wurde.

Rezept-Variationen rund um Riso Nano Vialone Veronese g.g.A.

Aber gerade dank der Cremigkeit und des feinen Geschmacks ist der Riso Nano Vialone Veronese g.g.A. nicht nur für herzhafte Reisgerichte ein Genuss-Garant, denn mit ihm lassen sich auch zahlreiche raffinierte Desserts bereiten. Zum Beispiel ein traditioneller Reiskuchen, der auch mal mit Birnen und Schokolade aufgepeppt werden kann. Auch „Fogazzin“, ein kleines Reisküchlein mit Äpfeln und Anis-Likör, ist ein wahres Gedicht als Nachspeise. Für Desserts mahlt man die runden, blitzweißen Reiskörner zu einem feinen Mehl. Durch die so freigesetzte Stärke hat der Riso Nano Vialone Veronese g.g.A. eine besonders gute Klebfähigkeit, trocknet die Reiskuchen aber nicht aus. Eine Eigenschaft, die ihn eben nicht nur fürs Risotto, sondern eben auch für süße Leckereien zu einer idealen Grundlage macht.

Herkunft und Geschichte von Riso Nano Vialone Veronese g.g.A.

Hinzu kommt, dass Riso Nano Vialone Veronese g.g.A. für nachhaltigen Reisanbau in Italien steht – und auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts brachten Siedler aus der Lombardei die ersten Reissorten nach Verona und kultivierten diese im von Schwemmlandböden geprägten Sumpfgebiet. Hier findet Reis durch die drei Flüsse Tione, Tartaro und Etsch, die bis heute mittels eines raffinierten Kanalsystems durch die Reisfelder geleitet werden, ideale Bedingungen und muss nicht zusätzlich bewässert werden, was die natürlichen Ressourcen schont. Nur kurze Zeit später kamen die ersten rudimentären Reisschäler zum Einsatz. Einige von ihnen sind auch heute noch in Gebrauch.

Vom venezianischen Rialto-Markt aus verbreitete sich der Veroneser Reis im 17. und 18. Jahrhundert in der ganzen Welt und war überall geschätzt. Im frühen 20. Jahrhundert kreuzte man dann die beiden alten Reissorten Nano und Vialone miteinander. Der heutige Riso Nano Vialone wurde erstmals 1937 angebaut und dann auch 1945 in Verona eingeführt. Auf den alkalischen Schwemmlandböden findet der Reis alles, um sein feines Aroma und seine hohe Qualität zu erlangen. Letztere ist tatsächlich so außergewöhnlich, dass der Riso Nano Vialone im Jahr 1996 als erster italienischer Reis überhaupt eine geschützte geografische Angabe bekam. Seitdem darf er ausschließlich unter strengen Regeln in 24 Gemeinden südlich von Verona produziert werden und trägt dann konsequent den Titel Riso Nano Vialone Veronese g.g.A. – womit man die Qualität ohne Probleme erkennen kann.


Über die Kampagne „European Lifestyle: Taste Wonderfood“
Die dreijährige (2022-2024) Kampagne „European Lifestyle: Taste Wonderfood“ der vier Konsortien Vini Valpolicella, Formaggio Asiago, Vialone Nano Veronese sowie Olivenöle g.U. wird von der Europäischen Union finanziert. Ziel ist es, die herkunftsbezogenen Produkte aus Nordostitalien genussvoll zu kombinieren und sie so dem Endverbraucher näher zu bringen. Dabei steht stehen stets die unterschiedlichen geschützten Herkünfte im Vordergrund. „That’s Amore“ – so lautet der Slogan der Kampagne, der durch die drei Länder Italien, Deutschland und der Tschechischen Republik hallt. Man hört ihr vor allem während der zahlreichen Verkostungsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel.

Über das Consorzio Tutela dei Vini Valpolicella
Das seit über 90 Jahren aktive Konsortium zum Schutz der Valpolicella-Weine ist eine Vereinigung von Weinbauern, Winzern und Abfüllern aus dem Weinanbaugebiet Valpolicella, das 19 Gemeinden der Provinz von Verona umfasst. Das Konsortium befasst sich mit der Förderung, Verbesserung und Information der Weine sowie des Territoriums von Valpolicella, dem Schutz der Marke und des Weinbaus im Produktionsgebiet der Valpolicella-Weine, der Überwachung, des Schutzes und der Verteidigung der Bezeichnung der geschützten und garantierten Ursprungsbezeichnung.

Über das Consorzio Tutela Formaggio Asiago
Das Konsortium zum Schutz des Asiago-Käses wurde 1979 gegründet, um sicherzustellen, dass nur Käse, der den Produktionsvorschriften entspricht, als Asiago bezeichnet, anerkannt und verkauft wird. Die institutionellen Aufgaben des Konsortiums bestehen darin, das Wissen über das Erzeugnis zu fördern, es zu schützen und dafür zu sorgen, dass der Verbraucher beim Kauf stets die Gewissheit hat, dass es sich um die Ursprungsbezeichnung Asiago g.U. handelt. Die Versorgungskette des Asiago g.U., des viertgrößten Kuhmilchkäses Italiens, besteht aus 36 Produktionsbetrieben und 6 Reifungsbetrieben, die jährlich 2.200.00 Tonnen Milch verarbeiten und zu Asiago g.U. Frischkäse (Mindestreifezeit 20 Tage) und gereiftem Käse (Reifezeit von 3 bis über 15 Monaten) machen.

Über das Consorzio di Tutela della Nano Vialone Veronese
Die geschützte geografische Angabe Riso Nano Vialone Veronese bezieht sich nur auf Reis, der aus streng ausgewählten Samen der Japonica-Arten der Sorte Vialone Nano gewonnen wird. Die Reinheit der Sorte, die Anbau- und Verarbeitungsmethoden für Reis werden vom Konsortium zum Schutz von Riso Nano Vialone Veronese g.g.A. überwacht, das Unternehmen zusammenbringt, die sich zur Einhaltung einer von der Europäischen Gemeinschaft genehmigten und registrierten Produktionsspezifikation verpflichtet haben.

Über AIPO Verona (Associazione Interregionale Produttori Olivicoli)
Der interregionale Verband der Olivenproduzenten (AIPO Verona) ist eine technische, rechtliche, regulatorische und agronomische Planungsbehörde, die den Mitgliedsunternehmen und ihrem kulturellen und beruflichen Wachstum dient. Um diese Ziele zu erreichen, hat der Verband sich für seine Aktivitäten und die Erbringung von Beratungsdienstleistungen zunehmend professionell strukturiert, um die Entwicklung der Geschäftsaktivitäten zu unterstützen.