Mit SD-WAN in die Cloud: Vom Wegweiser zum Wegbereiter

Autor/Redakteur: Oktay Tekin, Director Sales Engineers Central & Eastern Europe bei Colt Technology Services/gg

Immer mehr SD-WAN-Anbieter haben auch direkte Verbindungen in die Cloud über ihre Plattform im Portfolio. Auf welche Merkmale sollten Unternehmen achten, um von einem schnellen und sicheren Datentransport in die Cloud zu profitieren und dabei gleichzeitig das volle Potenzial auszuschöpfen?

Bild: Colt Technology Services

Kaum vorstellbar, dass die Cloud früher nur ein Online-Speicher war. Heute ist sie ein unverzichtbarer Teil von Unternehmensnetzwerken und hat ganze Geschäftsmodelle revolutioniert – in der Pandemie sogar einigen Firmen das Weiterbestehen erst ermöglicht. Denn ohne einen zuverlässigen und ortsunabhängigen Zugriff auf zentrale Tools für die Zusammenarbeit und Kommunikation, kann die neue Art zu Arbeiten nicht funktionieren.

SD-WAN nutzt Schwung aus Cloud-Momentum

Doch noch eine weitere Technologie hat im Zuge der Verbreitung von Cloud-Infrastrukturen einen beachtlichen Wandel vollzogen, ist gar zum Wegbereiter von cloud-basierten Netzwerkstrukturen avanciert: SD-WAN. SD-WAN basiert auf Software-Defined Networking (SDN) und hat sich bereits etabliert: es bietet die Möglichkeit, verschiedenste vor Ort verfügbare Anbindungsarten zu integrieren und ein Netz zu spannen, das diese mittels intelligenter Steuerungsmethoden in bester Art und Weise nutzbar macht.

Die Software-definierte Steuerung ist insbesondere für Anbindungen an die verschiedenen Clouds von Vorteil, denn so können Daten unabhängig vom Internet auf direktem Wege in die Cloud geleitet werden. Hierzu wird das jeweilige geschlossene Datennetz des Carriers genutzt. Über zusätzliche Priorisierungseinstellungen kann der Datenverkehr in einige Clouds bevorzugt werden, sodass kritische Anwendungen und Daten jederzeit und ohne Verzögerung zur Verfügung stehen.

SD-WAN 2.0: Mehr als nur effizientes Daten-Routing in die Cloud

Mittlerweile haben SD-WAN-Anbieter vermehrt auch Cloud-Verbindungen direkt über ihre SD-WAN-Plattform inklusive erweiterter Services im Portfolio. Hier sind insbesondere Provider mit eigenem Backbone von Vorteil. Diese ermöglichen eine optimierte Verbindung zu jedem der großen Cloud Service Provider. Denn je mehr Direktverbindungen ein Netzwerkanbieter zu den Points of Presence (PoPs) der Cloud-Plattformen hat, desto schnellere Verbindungen können realisiert werden. Die Nähe zu den Cloud-Betreibern ist somit maßgeblich für die Geschwindigkeit des Dienstes, die Servicequalität und Benutzerfreundlichkeit. Deshalb sollten vor allem Unternehmen mit weitverzweigten Strukturen darauf Wert legen, die einzelnen Standorte dem jeweils nächstgelegenen Cloud-Anbieter zuordnen zu können.