Ein optimistischer Ausblick auf die übermenschliche App

Autor/Redakteur: Ralf Sydekum, Technical Manager DACH bei F5 Networks/gg

Das Aufkommen kognitiver Apps führt zu klügeren Entscheidungen. Unser Geist ist die neue Maschine, die fruchtbare Ideen hervorbringt, welche unseren Alltag verbessern könnten. Es gibt keine Grenzen mehr. Die Aussichten für Apps sind rosig.

Die von F5 Networks in Auftrag gegebene Studie „The Future of Apps“ (FoA), zeigt eine Vision, wie das sich wandelnde Konsumentenverhalten künftige Geschäftsmodelle prägen wird; entscheidend wird dafür die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI), dezentraler Systeme und eingebetteter interaktiver Biometriegeräte sein.

Kontextverständnis

Kluge Unternehmen denken langfristig. Eine normale IT-Abteilung hat mehr als genug mit Themen zu kämpfen, die von massiven Cyber-Angriffen, Betrugsvorbeugung bis hin zu Problemen mit Nutzeridentitäten reichen. Außerdem müssen sie mit einer Vielzahl an Möglichkeiten der Cloud-Architekturlösungen zurechtkommen. Heute noch stellt die operative Komplexität konventionelles Denken infrage. Morgen schon entstehen neue Geschäftschancen mit der Entwicklung zukunftsweisender Apps und Wissensverarbeitung.

Um auch in Zukunft noch erfolgreich Geschäfte tätigen und technologisch an vorderster Front zu sein, müssen sich Unternehmen eine Reihe von Schlüsselfaktoren zu eigen machen. Höchste Priorität für die digitale Ökonomie haben Veränderungen in der Art, wie wir mit Kunden interagieren und sensible Informationen absichern. Die Märkte bewegen sich immer schneller, der Wettbewerb agiert immer klüger, und Händler wie auch Verbraucher wollen noch sicherer sein, wenn sie Handel treiben.

Die FoA-Studie beschreibt Erwartungen und Prognosen von Experten aus der EMEA-Region. Diese äußern sich dazu, welche Auswirkungen aufkommende Technologien und neue Gewohnheiten und Ansprüche von Verbrauchern auf Unternehmen haben und wie sie den Weg für künftige Generation bereiten, die über größere eingebettete Funktionalitäten verfügen werden. Prädiktive Methoden zur Gefahrenerkennung sollen die Vorbeugung vor Cyber-Angriffen und -Einbrüchen erheblich verbessern. Unternehmen und Konsumenten sind sich bewusst, dass Gesundheits- und medizinische Informationen der Lebensnerv jeder persönlichen Identität sind. Das künftige Wohlbefinden eines Einzelnen wird sich nicht nur auf die Diagnose und Behandlung physischer Störungen beschränken, sondern auch die kognitiven Aktivitäten überwachen und diese effizienter gestalten.

In der FoA-Studie wirft Rodolfo Rosini, CEO und Mitgründer von weave.ai, einen Blick in die Zukunft: „Es gibt viele Start-ups, die mithilfe von Audio- und Beschleunigungssensoren Frühanzeichen von Alzheimer oder Parkinson noch vor einem Menschen erkennen. Diese Technologie ist also Menschen überlegen; sie ist sogar übermenschlich in dem Sinn, dass sie ein Zittern oder Stimmprobleme besser erkennt als ein Arzt. Sie zeigt Symptome schon ein oder zwei Jahre an, bevor ein Arzt sie überhaupt wahrnehmen kann.“ Rosini fährt fort: „Ich denke, wenn man Alexa betrachtet, bekommt man einen ersten Eindruck von der Zukunft, in der eine App keine App mehr sein wird. Das heißt nicht so sehr, dass sich die App ändern wird. Es ist die zugrundeliegende Plattform, auf der Apps entwickelt werden, die sich ändern wird. Je mächtiger KI wird, desto komplexer können Apps werden und miteinander interagieren, Vorhersagen treffen und den Kontext einer Anfrage verstehen.“

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