Produkt des Monats: Videoüberwachung aus der Cloud mit Eagle Eye Networks

Last but not least verfügt das System auch über eine Manipulationserkennung. Diese stellt fest, wenn jemand versucht, das Bild der Kamera zu blockieren beziehungsweise wenn das Bild stark verändert wird und verschickt dann eine Warnung.

Einsicht über Layouts

Mit Hilfe der Layouts lassen sich die Vorschaubilder der Kameras einsehen. Dabei ist es möglich, die Kameras beliebig auszuwählen, zum Beispiel „Alle Kameras“ oder nur Innenkameras oder nur Außenkameras und so weiter. Ein grüner Punkt innerhalb des Vorschaubildes weist darauf hin, dass gerade eine Aufnahme stattfindet. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit, auf das Live-Bild der Kameras zuzugreifen und die Aufzeichnungen anzusehen. Für die letztgenannte Funktion müssen die Anwender auf die kleine Uhr klicken, die oben rechts in der Kameravorschau angezeigt wird. Darüber hinaus ist es an dieser Stelle unter anderem auch möglich, auf die Analysefunktionen zuzugreifen, die auf der Kamera aktiv sind (wie zum Beispiel den Objektzähler), das aktuelle Bild abzuspeichern und die Kamerakonfiguration anzupassen.

Die Arbeit mit der Verlaufsansicht

Die Ansicht der Aufzeichnungen einer Kamera enthält einen Zeitstrahl, in dem die Zeitpunkte, in denen ein Video (etwa aufgrund der Bewegungserkennung) aufgezeichnet wurde, blau Markiert sind. Man kann in dem Zeitstrahl hin und her scrollen und sieht dabei immer das gerade aktive Vorschaubild. Außerdem ist es auch möglich, den Verlauf zu durchsuchen (etwa mit Bildern der letzten fünf Minuten und einer Suche nach Videos).

Die Verlaufsansicht mit Zeitstrahl am unteren Rand (Screenshot: Sysbus)

Darüber hinaus kann man mit der Verlaufsfunktion die aufgezeichneten Videos ansehen, einzelne Bilder daraus speichern und die Videos herunterladen beziehungsweise in einem Archiv speichern, in dem sie in der Cloud verfügbar sind, aber nicht gelöscht werden.

Die restliche Funktionalität das Systems ist schnell erklärt. Unter „Tags“ finden sich die Kameras nach Tags geordnet, die Map zeigt an, wo sich die Kameras befinden und die Benutzerverwaltung ermöglicht das Anlegen von Benutzerkonten mit unterschiedlichen Rechten. Dabei lässt sich der Zugriff auf bestimmte Zeiten, Kameras und Layouts beschränken und es besteht auch die Option, einzelne Konfigurationsbereiche zugänglich zu machen oder zu verbieten. Alle Benutzer dürfen immer Videos ansehen und herunterladen, der Zugriff als Administrator sowie die Konfiguration und Nutzung der Benutzerverwaltung, der Bridges und Kameras, der Layouts und des Archivs kann aber jeweils pro Benutzerkonto konfiguriert werden.

Ein Beispiel für die erfasste Bewegungsaktivität einer Kamera (Screenshot: Sysbus)

Im Archiv finden sich die eben erwähnten archivierten Videos und über die Download-Seite lassen sich die zuvor angeforderten Videos herunterladen. Die „Installer-Tools“ zeigen unter anderem, auf welchen Kameras Bewegungserkennungs- und Analysefunktionen aktiv sind, informieren über die eingesetzten Kameramodelle und geben Aufschluss über die Einschaltdauer (damit ist die Zeit gemeint, in der aufgezeichnet wird) der einzelnen Kameras. Damit können sie bei der Problemlösung helfen, zeichnet eine Kamera beispielsweise immer auf, so wurde vielleicht die Bewegungserkennung falsch (also zu empfindlich) konfiguriert.

Die App

Für die mobile Nutzung des Videoüberwachungssystems stellt Eagle Eye auch eine App für Android und iOS zur Verfügung, die praktisch den gleichen Funktionsumfang wie das beschriebene Web-Interface hat. Diese stellte sich in unserem Test als sehr nützlich heraus. Zum Testzeitpunkt war die Version 7.8.0 der App aktuell, deren Einsatz unbedingt unbedingt empfohlen wird, da wir im Test mit der Stabilität der Vorgängerversion ein paar Probleme hatten.

Fazit

Im Test hinterließ das Eagle Eye Cloud VMS einen sehr guten Eindruck. Die Latenzen bleiben für einen Cloud-basierten Video-Dienst erstaunlich gering und lagen im Betrieb meist bei wenigen Sekunden. Der Leistungsumfang wie die Zählfunktion, die Intrusion Detection und ähnliches sind überzeugend und das Web-Interface wurde leicht verständlich gestaltet und sollte kaum jemanden vor unüberwindliche Hindernisse stellen.

Das Dashboard der App (Screenshot: Sysbus)

Etwas seltsam ist allerdings der Umgang des Herstellers mit Firmware-Updates. Während die Bridges ihre Updates automatisch direkt aus der Cloud erhalten, werden die Kameras nur bei Bedarf durch den Support von Eagle Eye aktualisiert. Der Hersteller begründet das damit, dass die Kameras ja in einem dedizierten Kameranetz laufen und deswegen keine Sicherheitslücke darstellen. Damit hat er sicher recht, es wäre aber trotzdem schön, wenn neue Firmware-Releases auf einer Webseite zum Download angeboten würden, mit denen Anwender, die gezwungen sind, eine oder mehrere Kameras in einem normalen LAN zu nutzen die Möglichkeit erhalten, diese Kameras selbst auf den aktuellen Stand zu bringen. Dieses Problem betrifft aber sicher nur eine Minderheit der Anwender. Unter dem Strich ist Eagle Eye Cloud VMS deshalb eine durchaus empfehlenswerte Lösung.

Anmerkung:

Der Hersteller hat uns das Produkt für diesen Test kostenlos und dauerhaft zur Verfügung gestellt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabhängig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.