Container-Backup: Von der Option zur Pflicht

Dauerbetrieb erfordert Datensicherheit

Ursprünglich sollten Container schnell und flexibel starten und nach Erfüllung ihrer Aufgabe ebenso schnell wieder gelöscht werden. Jedoch ergab der praktische Einsatz, dass sie auch bei dauerhafter Implementierung nützliche Dienste leisten – etwa bei Datenanalysen oder dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning. Allerdings stellt sich die Frage nach der Datensicherheit von Containern. Idealerweise wird eine komplexe Container-basierende Applikation durch ein Backup gesichert. Dazu bieten moderne Container-Lösungen eine Reihe von Redundanzfunktionen, mit denen sich ihr Ausfall selbstständig überbrücken lässt. So können die Microdienste direkt aus dem Basis-Image eines Containers beziehungsweise aus den Konfigurationsdaten wiederhergestellt werden.

Voraussetzung ist allerdings, dass die dafür nötigen Elemente mittels eines Backups gesichert sind. Denn ohne sie können weder der Container noch die Anwendung starten. Der Zugriff auf Container-Image und Konfigurationsdaten ist auch dann Voraussetzung, wenn die Anwendung über ein Disaster-Recovery in einer anderen Lokation, etwa in der Cloud oder On-Premises, rekonstruiert werden muss.

Der Client-Container von NetBackup nutzt auch den Dump-and-Sweep-Ansatz (Grafik: Veritas Technologies)

Die Sicherung muss daher einerseits das Repository enthalten, damit stets eigene Container-Images bereitstehen. Andererseits muss sie auch über die Persistent Data verfügen, also über alle Daten, die den Lebenszyklus überdauern sollen.

An einer Zertifizierung führt kein Weg vorbei

In den letzten 25 Jahren hat sich eines immer wieder bestätigt: Eine vollständige und stabile Sicherung ist nur mit Wissen über die Art der Anwendung möglich. Bei einem zertifizierten Plattformanbieter versteht die Backup-Lösung die Plattform und integriert sich nahtlos. Nur dann sind Anwendung und Backup eng verbunden, die Daten werden erfolgreich wiederhergestellt und von der Anwendung auch akzeptiert.

Lösungen wie Veritas NetBackup sind Docker-zertifiziert und somit in der Lage, komplexe Container-Architekturen selbständig zu sichern. Hierzu entwickelte Veritas einen containerisierten NetBackup-Client, der persistente Anwendungsdaten in einer dynamischen Container-Umgebung sichert. Dabei gewährleistet die Zertifizierung für die Docker-Enterprise-Plattform eine reibungslose Installation einschließlich Support durch Docker und Veritas für Produktionsumgebungen. Gesichert werden können physische und virtuelle Umgebungen, unternehmensweit und in Multi-Cloud-Szenarien. Die Lösung unterstützt Workloads wie Hadoop, Nutanix, MySQL, PostgreSQL, MariaDB, SQLite, HBase sowie MongoDB.

Fazit

Backup- und Restore-Prozesse lassen sich auch in heterogenen, komplexen Architekturen initiieren und verwalten. Mit einer standardisierten Backup-Lösung können IT-Administratoren ihre Standarddaten und moderne Workloads wie Container mit nur einem Tool verwalten.

Dabei sind ganzheitliche Lösungen der Schlüssel für die hohe Flexibilität bei der Sicherung von Informationen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die leichte Skalierung der Anwendungen und die Berücksichtigung verteilter, mehrstufiger und granularer Applikationen und derer Daten wichtig. Dafür ist es unabdingbar, dass Backup-Anbieter ihre entsprechenden Automatismen kontinuierlich anpassen, damit ihre Kunden ihre Daten zuverlässig wiederherstellen können.

Für Unternehmen ist die Containerisierung moderner Workloads eine Chance, Anwendungen effizient zu entwickeln und bereitzustellen. Gartner prognostiziert für das Jahr 2024 einen durch Container-Management weltweiten generierten Umsatz von 944 Millionen Dollar. Dies entspricht nahezu einer Verdopplung im Vergleich zu 2020 mit 465,8 Millionen Dollar. Immer mehr containerisierte Anwendungen zu Erstellung und Änderung persistenter Daten kommen auf den Markt, was allerdings auch Fragen zu deren Integrität aufwirft. Hier geht der Trend zu ausgereiften Backup- und Restore-Lösungen, die containerisierte Anwendungen und Daten standortunabhängig sichern und wiederherstellen können.