Im Test: Lifx Mini und Lifx Mini White – Licht für das Smarthome

Autor: Dr. Götz Güttich

Für diesen Beitrag haben wir die beiden LED-Lichter „Mini“ und „Mini White“ von Lifx unter die Lupe genommen. Es handelt sich dabei um WLAN-fähige Birnen, die in Lampen mit einer E27-Fassung geschraubt werden können und dann über eine App oder über Sprachassistenten steuerbar sind. Unser Test zeigt, für welche Einsatzbereiche die Leuchtkörper sich eignen und für welche nicht.

Die „Mini“ und die „Mini White“ von Lifx unterscheiden sich im Wesentlichen dadurch, dass die Mini in unterschiedlichen Farben leuchten kann während die Mini White – wie es der Name bereits vermuten lässt – nur weißes Licht ausstahlt. Zum Lieferumfang gehört neben den Leuchtkörpern selbst auch ein kleines Heft, das die Inbetriebnahme beschreibt.

Über die Zeitpläne schaltet die App die Leuchtkörper zu bestimmten Zeiten an und uns. Sie kann über die gleiche Funktion darüber hinaus auch die Helligkeit ändern und ähnliches.

Um die LED-Birnen zu benutzen, müssen sie lediglich in eine Lampe mit einer E27-Fassung eingeschraubt und angeschaltet werden. Im Betrieb lassen sie sich dann über eine App auf dem Smartphone ein- und ausschalten. Außerdem können die Anwender ihre Helligkeit und – im Fall der Lifx Mini – auch ihre Farbe an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen. Darüber hinaus besteht auch die Option, Timer zu setzen und verschiedene unterschiedliche Beleuchtungsszenarien zu verwenden, auf letztere gehen wir später noch genauer ein. Zusätzlich ist es auch möglich, die Leuchtkörper über Apples HomeKit, den Google Assistant oder Amazon Alexa zu steuern. Abgesehen davon arbeiten die Lifx-Komponenten auch mit Nest, IFTTT (If this then that), Samsung Smart Things und Logitech Harmony zusammen. Im Test verwendeten wir Alexa und die Steuerung funktionierte problemlos. Positiv müssen wir auch hervorheben, dass für die Sprachsteuerung der Lifx-Birnen kein zusätzlicher Hub zum Einsatz kommen muss.

Inbetriebnahme

Um die Lampen zu konfigurieren, müssen die Anwender zunächst einmal die dazugehörige App aus ihrem jeweiligen App Store (für Android, iOS oder Windows) installieren und sich einen Account bei Lifx anlegen. Sobald die betroffene Lampe eingeschaltet wurde, taucht in den WLAN-Einstellungen des Smartphones ein neues WLAN auf. Dabei handelt es sich um das Standard-WLAN der noch nicht konfigurierten Lampe. Sobald das Smartphone mit diesem verbunden wurde, können die Benutzer innerhalb der Lifx-App auf „Lampe verbinden“ gehen. Daraufhin ermöglicht die App die Auswahl des Wifi-Netzwerks, mit dem sich die Lampe verbinden soll, die Eingabe des dazugehörigen Passworts und die Angabe eines Namens für das betroffene LED-Licht. Sobald alle benötigten Daten eingegeben wurden, sendet die App sie an die Lampe, die sich daraufhin mit dem normalen WLAN dar Anwender verbindet. Sobald das Smartphone dann auch wieder mit dem Standard-WLAN läuft, lässt sich das Licht dann ganz normal über die App steuern. So ist es beispielsweise möglich, die Lampe einem bestimmten Raum zuzuweisen, ein Firmware-Update durchzuführen, oder auch ihr einen neuen Namen zu geben. Außerdem lassen sich auch die Farbe, die Helligkeit und ähnliches steuern. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Die Lampen lassen sich nur über WLANs im 2,4 GHz-Bereich steuern, WLANs, die auf 5 GHz senden, bleiben außen vor.

Der Dialog zum manuellen Steuern der Lampen

Alexa-Integration

Sobald die Lampe bei Lifx angemeldet wurde, konnte es im Test daran gehen, sie auch in der Alexa App zu verknüpfen und anschließend über diverse Echo-Lautsprecher fernzusteuern. Dazu müssen die Anwender die Alexa App öffnen und auf „Smart Home/Gerät hinzufügen“ gehen. Nach etwa einer Minute fand Alexa bei uns die neu konfigurierte Lampe und zeigte sie an. Daraufhin konnten wir ihr einen Namen für die Sprachsteuerung geben, im Test verwendeten wir an dieser Stelle den Namen „Licht“. Im Betrieb gab es anschließend kleine Probleme und das Beleuchtungssystem ließ sich über Befehle wie „Alexa, Licht an“, „Alexa Licht aus“, „Alexa, setze Licht auf grün“ oder auch „Alexa, setze die Helligkeit von Licht auf 50 Prozent“ steuern. Im Test richteten wir unsere beiden LEDs auf die eben beschriebene Weise ein (für die zweite verwendeten wir den Namen „Lampe“). Anschließend kam es weder bei der Steuerung über die App noch bei der Steuerung über Alexa zu irgendwelchen Problemen.

Die beiden LEDs nach der Konfiguration in der Alexa-App

Es ist allerdings so, dass die Lifx-Geräte bei der Sprachsteuerung mit einer kurzen, aber durchaus spürbaren Verzögerung reagieren. In der Praxis führte das bei uns dazu, dass wir – gerade, wenn es nur darum ging, den Raum kurz zu betreten, etwas zu holen und wieder hinauszugehen, dazu übergingen, die Lampe doch wieder über den normalen Lichtschalter ein- und auszuschalten. Die Sprachsteuerung war in diesem Szenario einfach zu langsam und wir mussten immer unnötig auf das Licht warten. Bei der Arbeit mit der App tritt dieses Problem nicht auf, aber wer greift schon zum Handy, wenn er nur mal kurz das Licht anmachen will.

Aufgrund dieser praktischen Erfahrung nutzten wir die eine Lampe, die als Zimmerbeleuchtung zum Einsatz kam, eigentlich nur noch wie eine normale Glühbirne und schalteten sie mit dem Lichtschalter aus und ein. Ist das Licht aus, so können weder die App noch Alexa darauf zugreifen, da eine ausgeschaltete Lifx-LED keine Verbindung zum WLAN aufrechterhalten kann. Wir verwendeten die smarten Funktionen dann nur noch, um die Lampe während unserer Abwesenheit zum Diebstahlschutz automatisch ein- und auszuschalten, eine Funktion, die sich auch einfacher und preisgünstiger realisieren lässt.

Die Farbsteuerung in der Lifx-App

In diesem Zusammenhang fiel uns zudem auf, dass die Lampe es offensichtlich nicht mag, immer wieder über den Schalter ausgeschaltet zu werden. Sie vergaß dann immer wieder mal ihre Konfiguration und wir mussten sie komplett neu ins WLAN und in Alexa einbinden. Das ist ärgerlich, vor allem, wenn man einfach nur schnell mal einen Timer aktivieren will, bevor man das Haus verlässt.