Cloud ermöglicht dem Mittelstand Konzentration auf sein Kerngeschäft

Autor/Redakteur: Udo Martin, Key Account Manager, Deutsche Glasfaser Business/gg

Es gibt drei externe, nicht technologiegetriebene Faktoren, die dazu führen, dass gerade immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ihre IT nicht mehr selbst betreiben können: die Lizenzmodelle von Software-Anbietern, Compliance-Anforderungen und der Fachkräftemangel. Die Auslagerung der IT in die Cloud löst diese Herausforderungen und erlaubt den Unternehmen, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

Bild: inexio Deutsche Glasfaser Business

Die Anbieter vor allem gängiger Standardsoftware, sei es für die Bürokommunikation, die Warenwirtschaft oder kreative, gestalterische Dienstleistungen, entwickeln ihre Lizenzmodelle ganz klar in Richtung Software as a Service aus der Cloud. KMU werden so gezwungen, sich mit dem Thema Cloud auseinanderzusetzen. Es ist notwendig, diese Entwicklung mitzugehen, gerade wenn sie Kunden aus dem Konzernumfeld haben und bestimmte Anwendungen damit gesetzt sind. Die wirkliche IT-Herausforderung für die Unternehmen entsteht aber nicht durch die veränderten Lizenzmodelle der Software-Anbieter, sondern durch Legacy-Anwendungen, die sie für ihre Kerngeschäftsprozesse im Einsatz haben. Diese werden nicht unbedingt in einem Cloud-Ansatz weiterentwickelt, beispielsweise im CAD-Umfeld, oder können nicht einfach virtualisiert werden, wie etwa Immobilien-Software auf Basis von Oracle-Datenbanken. Diese Spezialfälle sind die Bremse für eine einfache, homogene Auslagerung in ein „Platform as a Service“-Angebot.

Hybriden Outsourcing-Ansatz wählen

Bei der Auswahl des passenden Dienstleisters kommt es daher darauf an, einen Anbieter zu finden, der einen hybriden Ansatz ermöglicht. Das bedeutet, es steht einerseits eine virtuelle Plattform zur Verfügung, die den gesamten Cloud-Stack abbildet von Infrastructure as a Service (IaaS), über Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS) bis zu Desktop as a Service (DaaS). Server zum Beispiel können dann virtualisiert werden. Das entlastet nicht nur direkt die IT-Abteilung des Unternehmens, sondern führt auch zu Vorteilen im Facility Management, denn bauliche Aspekte wie Brandschutz, Elektrik und Klimatisierung müssen nicht mehr nachgehalten werden. Dazu kommt andererseits ein Colocation-Angebot, über das die Spezialanwendungen gehostet werden, sodass die Datenhoheit beim Kunden verbleibt. Bei der Providerauswahl sollten die Unternehmen auf regionale Rechenzentren achten, für kurze Wege und einfache Prozesse.

Standorte über Glasfaser vernetzen

Wenn KMU das Outsourcing der IT ins Auge fassen, sollte im ersten Schritt allerdings auf die Standortvernetzung geschaut werden. Um die Services im Rechenzentrum richtig nutzen zu können, ist eine Anbindung mit hohen Bandbreiten von zentraler Bedeutung. Die maßgebende Kennzahl für die Leistungsfähigkeit eines Anschlusses ist dabei im Unternehmensumfeld vor allem der Upload. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen keine Filme streamen, sondern Anwendungen nutzen und auf Unternehmensdaten in der Cloud zugreifen. Glasfaser ist insofern die einzig zukunftssichere Technologie für solche Anbindungen, da sie im Vergleich zu DSL weniger störanfällig ist und die Übertragung selbst hoher Datenraten im Up- und Download stabil und hochverfügbar sicherstellt. Einen Anbieter zu wählen, der Netzwerkdienste und Rechenzentrumsleistungen aus einer Hand zur Verfügung stellen kann, ist für KMU aus administrativer Sicht von Vorteil, denn das bedeutet idealerweise einen Ansprechpartner und eine Rechnung.