Enormes Datenvolumen, hohe Anforderungen: Cloud-Lösungen ermöglichen flexible und datenschutzkonforme Speicherverwaltung

Autor/Redakteur: Michael Hanisch, Head of Technology bei AWS in Deutschland/gg

Heutzutage müssen Unternehmen einen kontinuierlich wachsenden Pool an Informationen speichern und verwalten. Denn digitale Prozesse nehmen einen zentralen Stellenwert im modernen Arbeitsalltag ein und führen zu immer größeren Datenmengen. Für zahlreiche Abläufe in der Produktion und Logistik wird aber ein schneller Zugriff benötigt – etwa in Verbindung mit dem Industrial Internet of Things (IIoT). Gleichzeitig sind gesetzliche Richtlinien und Vorgaben zu befolgen – beispielsweise zur Aufbewahrungsdauer oder Sicherheit sensibler Daten. Daher ist eine der grundlegenden Fragen in unserer digitalisierten Arbeitswelt: Wie lässt sich diese enorme Menge an Informationen zuverlässig und sicher verwalten?

Bild: AWS

Noch immer archivieren einige Unternehmen ihre Daten auf lokalen Festplatten oder sogar auf Bandlaufwerken. Dabei entscheidet oftmals nur die Zugriffshäufigkeit über die Verwendung der jeweiligen Hardware. Doch herkömmliche Speichermöglichkeiten sind den Anforderungen des hohen Datenvolumens nicht mehr gewachsen. Eine moderne Storage-Umgebung sollte skalierbar sein, um sich den jeweiligen Bedürfnissen des Unternehmens agil anpassen zu können. Ebenso müssen die genutzten Lösungen den gesetzlichen Bestimmungen und Branchenanforderungen zur Datenschutz-Compliance gerecht werden. Vor diesem Hintergrund erkennen immer mehr Unternehmen die Vorteile eines Cloud Storage.

Agile und skalierbare Cloud-Strategien

Grundsätzlich unterstützen Cloud-Lösungen das Anwenderunternehmen bei der Umsetzung von Compliance-Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben, da sich entsprechende Funktionen bereits in die Umgebung einbinden lassen. Ereignisprotokolle beispielsweise zeichnen Aktionen bestimmter Konten automatisch auf, und integrierte APIs helfen bei der Einhaltung der Compliance-Anforderungen. So lassen sich Regelverstöße schnell erkennen, und eine zeitnahe Reaktion ist möglich.

Mittlerweile haben sich zwei unterschiedliche Cloud-Strategien etabliert: eine „all-in“-Lösung und die sogenannten Hybrid Clouds. Bei der ersten Variante verzichtet das Unternehmen vollständig auf seine lokale Storage-Infrastruktur. Dadurch muss die IT-Abteilung diese nicht mehr warten und kann somit Ressourcen einsparen. Hybrid-Cloud-Modelle verbinden externe Clouds von Anbietern wie AWS mit den lokalen Umgebungen der Anwender. Auf diese Weise können Unternehmen flexibel auf wechselnde Anforderungen reagieren und den Speicherbedarf entsprechend anpassen. Außerdem lassen sich redundante Speicherstrukturen aufbauen, die in manchen Branchen aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben sind.