Datenorchestrierung: Mehr Tempo auf dem Weg zum IoT

Autor/Redakteur: Philippe Guillemette, CTO bei Sierra Wireless/gg

Seit einigen Jahren sind Cloud-Lösungen das Fundament für eine wettbewerbsfähige Unternehmens-IT. Doch während viele Unternehmen immer noch Probleme mit der Implementierung haben, steht bereits die nächste digitale Revolution ins Haus: Das Internet of Things (IoT). Dieser Beitrag erklärt, wie Unternehmen die Technologie mithilfe von Datenorchestrierung in den Griff bekommen und von ihren zahlreichen Vorteilen profitieren können.

Grafik: Sierra Wireless

Bislang kann man die Entwicklung des Internet of Things (IoT) nur als beispiellose Erfolgsgeschichte bezeichnen. Laut IoT Analytics gab es 2018 weltweit sieben Milliarden IoT-Geräte – eine Zahl, die bis 2025 auf 22 Milliarden anwachsen soll. Ein wesentlicher Grund für dieses Wachstum ist die Eigenschaft des IoT, Unternehmen bei der Umsetzung ihrer digitalen Transformationsstrategien zu unterstützen. Das hat viele positive Effekte: Die Produktivität steigt, die Kundenzufriedenheit verbessert sich und es entstehen Perspektiven für neue Geschäftsmodelle.

Bereits jetzt entfaltet sich das gewaltige Potenzial des IoT in vielen unterschiedlichen Anwendungsbereichen: Die Lieferzeit von Produkten hat sich deutlich verkürzt, da Logistikunternehmen mit Hilfe von Supply-Chain-Visibility-Apps Zugriff auf Daten von internetfähigen LKWs und Schiffscontainern haben. Mit IoT-Anwendungen, die intelligente Stromzähler, Energiespeichersysteme und andere dezentrale Energieressourcen überwachen und steuern, machen Energieversorger das Netz umweltfreundlicher und zuverlässiger. Die Landwirtschaft wird mittels IoT-Anwendungen für die Boden- und Pflanzenüberwachung effizienter und nachhaltiger.

Technologische Revolution: IoT

IoT hat das Potenzial, Unternehmen in quasi jeder Branche in die Lage zu versetzen, Abläufe zu optimieren, wichtige Einsichten zu gewinnen und neue Dienstleistungen anzubieten. Vor diesem Hintergrund verwundert es ein wenig, dass das IoT in vielen Fällen immer noch eine relativ marginale Rolle spielt, wenn man Unternehmen nach ihren Prioritäten bei der digitalen Transformation fragt.

Ein Grund für den vergleichsweise langsamen Rollout neuer IoT-Anwendungen könnte sein, dass viele Unternehmen Probleme damit haben, entsprechende Anwendungen zu entwickeln, zu vermarkten und zu skalieren. Diese Schwierigkeiten haben eine naheliegende Ursache: Die Komplexität durch die sehr große Anzahl elementarer Bausteine, aus denen IoT-Anwendungen zusammengesetzt werden müssen. Doch inzwischen gibt es eine einfache Lösung, die dabei hilft, dieses Problem zu umschiffen: Die IoT-Datenorchestrierung. Sie vereinfacht IoT-Infrastrukturen in ähnlicher Weise, wie IT-Infrastrukturen durch die Vernetzung in der Cloud vereinfacht werden. Durch Datenorchestrierung bekommen Unternehmen die Komplexität des IoT in den Griff. So kann das IoT sich zu einem zentralen Element ihrer digitalen Transformationsstrategie entwickeln.

Die Komplexität des IoT

Wenn Unternehmen anfangen, sich mit IoT-Anwendungen zu beschäftigen, erwarten sie oft, dass die Anwendung ähnlich funktioniert wie bei Web- oder Smartphone-Apps – doch tatsächlich ist sie in vielerlei Hinsicht deutlich komplexer. Wenn es um IoT-Anwendungen geht, benötigen Unternehmen Fachwissen über eine Vielzahl unterschiedlicher Edge-Geräte sowie über embedded Software, drahtlose Konnektivität und Cloud-Software und -Dienste. Darüber hinaus müssen sie auch verstehen, wie all diese Technologien auf nahtlose und sichere Art integriert werden können und dabei global skalierbar bleiben.