Künstliche Intelligenz

Gieni startet GieniABX: KI-Agentensystem automatisiert komplette Geschäftsprozesse

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Art, wie Unternehmen Informationen verarbeiten und Entscheidungen vorbereiten. Viele heutige KI-Anwendungen liefern zwar schnelle Antworten, übernehmen die anschließende Umsetzung von Aufgaben jedoch nur eingeschränkt. Genau diese Lücke zwischen Erkenntnis und Ausführung, den sogenannten „Execution Gap“, adressiert die Gieni AG mit ihrer neuen Plattform GieniABX. Das KI-Agentensystem soll komplette Geschäftsprozesse planen, koordinieren und bis zum fertigen Ergebnis automatisiert ausführen. Dabei bleibt die finale Kontrolle weiterhin beim Menschen.

Timur Göreci und Derek Tanner, beide Geschäftsführer von Gieni – Quelle: Gieni

Das Zürcher Unternehmen Gieni führt mit GieniABX eine neue Software-Kategorie für autonome Unternehmensausführung ein. Die Plattform ist ab sofort über den Microsoft Marketplace, über Microsoft-Distributoren sowie online verfügbar und richtet sich an Unternehmen, die operative Wissensarbeit stärker automatisieren möchten.

„Chatbots, Copiloten und intelligente Suchsysteme liefern heute innerhalb weniger Sekunden Antworten auf komplexe Fragestellungen und unterstützen Mitarbeitende bei Recherchen, Analysen und Wissensarbeit. Trotz dieser technologischen Fortschritte kämpfen Unternehmen weltweit mit stagnierender Produktivität, zunehmendem Fachkräftemangel und einer stetig wachsenden administrativen Belastung“, sagt Timur Göreci, operativer Geschäftsführer der Gieni AG. Die Ursache liege weniger in fehlenden Informationen, sondern in der bisherigen Organisation von Arbeitsprozessen.

Von KI-Unterstützung zur autonomen Ausführung

Während klassische KI-Anwendungen vor allem Informationen bereitstellen, setzt GieniABX auf die eigenständige Durchführung von Arbeitsabläufen. Das System orchestriert mehrere KI-Agenten, die Aufgaben analysieren, Arbeitsschritte planen, Informationen beschaffen und bewerten sowie Ergebnisse vorbereiten.

„Die eigentliche Arbeit endet nicht mit der Antwort einer KI, sondern beginnt erst danach. Aufgaben wie Berichterstellung, Informationsbewertung, CRM-Pflege, Präsentationen oder Kommunikationsprozesse werden heute grösstenteils noch manuell erledigt“, erklärt Timur Göreci. Die nächste Entwicklungsstufe künstlicher Intelligenz bestehe deshalb darin, Unternehmensarbeit zuverlässig und automatisiert auszuführen.

Derek Tanner, CEO der Gieni AG, beschreibt GieniABX als ein „Execution System“, das komplette Unternehmensaufgaben bis zur Freigabe durch den Nutzer umsetzt. Dazu gehören unter anderem Marktanalysen, Reports, Datenaufbereitung, Prozesskoordination und administrative Abläufe.

Integration in bestehende Unternehmensumgebungen

GieniABX nutzt das Model Context Protocol (MCP), um eine Verbindung zu mehr als 3.000 Anwendungen herzustellen. Dazu zählen beispielsweise Microsoft Outlook sowie branchenspezifische Systeme. Die Steuerung erfolgt vollständig über natürliche Sprache.

Die Plattform wurde unabhängig von einzelnen KI-Modellen entwickelt und soll kontinuierlich aus Nutzerpräferenzen, Prozessen und Entscheidungsmustern lernen. Dadurch kann das System seine Arbeitsweise an individuelle Unternehmensanforderungen anpassen.

Nahtlose Einbindung in Microsoft-Ökosysteme

Die Lösung wurde auf Microsoft Azure entwickelt und verwendet Microsoft AI Foundry zur Orchestrierung von KI-Workflows sowie Microsoft Entra ID für Identitäts- und Sicherheitsmanagement. Zudem ist GieniABX in Microsoft 365, Microsoft Teams und Microsoft Copilot integriert.

Unternehmen können dadurch autonome KI-Funktionen nutzen, ohne bestehende Microsoft-Infrastrukturen grundlegend verändern zu müssen.

Datenhoheit als zentrales Architekturprinzip

Neben Automatisierung legt Gieni besonderen Wert auf Datensouveränität. Cloud-Ausführungen erfolgen nach Unternehmensangaben auf Microsoft-Servern in Europa. Zusätzlich bietet Gieni eine lokale Installation ohne Verbindung zum öffentlichen Internet an.

„Schweizer Unternehmen wollen die Produktivitätsgewinne der KI, aber nicht um den Preis ihrer Datenhoheit“, sagt Timur Göreci. GieniABX speichere weder Passwörter noch Chatverläufe und könne flexibel in Cloud-, Hybrid- oder On-Premises-Umgebungen betrieben werden.

Weitere Informationen zu GieniABX:
https://www.gieniabx.com/

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von Ihnen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.