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Zoho: Deutsche Unternehmen erreichen Spitzenwert bei digitaler Reife

Deutsche Unternehmen sehen ihre digitale Reife im europäischen Vergleich zunehmend positiv. Laut der aktuellen Europe Digital Health Study von Zoho verfügen 37 Prozent der deutschen Unternehmen über einen hohen digitalen Reifegrad. Damit liegt Deutschland vor dem Vereinigten Königreich, Spanien, Frankreich und den Niederlanden. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung einen Zusammenhang zwischen digitaler Reife und dem wirtschaftlichen Erfolg von KI-Anwendungen. Steigende Cloud- und Plattformkosten sowie Anforderungen an Datensouveränität beeinflussen zudem zunehmend die Technologieentscheidungen deutscher Unternehmen.

Suvish Viswanathan, Regional Director DACH bei Zoho. – Quelle: Zoho

Zoho hat die Ergebnisse seiner jährlich erscheinenden Europe Digital Health Study 2026 veröffentlicht. Anders als gesamtwirtschaftliche Digitalisierungsrankings untersucht die Studie, wie Unternehmen ihre digitalen Grundlagen bewerten, welche Fortschritte sie bei der Digitalisierung machen und welche Auswirkungen dies auf ihre Geschäftsergebnisse hat.

Deutschland erreicht dabei zum zweiten Mal in Folge den höchsten Anteil an Unternehmen mit hoher digitaler Reife. 37 Prozent der befragten deutschen Unternehmen fallen in diese Kategorie, weitere 39 Prozent weisen eine durchschnittliche digitale Reife auf. Bei 24 Prozent bestehen laut Studie noch deutliche Defizite.

Im Vergleich folgen das Vereinigte Königreich mit 35 Prozent der Unternehmen mit hoher digitaler Reife, Spanien mit 25 Prozent, Frankreich mit 24 Prozent und die Niederlande mit 14 Prozent. In allen untersuchten Ländern ist gegenüber dem Vorjahr ein Fortschritt bei der digitalen Reife festzustellen.

Digitale Reife beeinflusst KI-Erfolg

Auch bei der Bedeutung künstlicher Intelligenz liegt Deutschland gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich an der Spitze. In beiden Ländern betrachten 21 Prozent der Unternehmen KI als geschäftskritische Technologie.

Die Studie zeigt zudem einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem digitalen Reifegrad und dem wirtschaftlichen Nutzen von KI. 97 Prozent der deutschen Unternehmen mit hoher digitaler Reife erzielen nach eigenen Angaben einen positiven Return on Investment (ROI) mit KI-Anwendungsfällen. Bei Unternehmen mit geringer digitaler Reife liegt dieser Anteil lediglich bei 45 Prozent.

Steigende Kosten verändern Technologieentscheidungen

Neben der Digitalisierung selbst beschäftigen Unternehmen zunehmend die Kosten ihrer technologischen Infrastruktur. 57 Prozent der deutschen Befragten berichten von steigenden Cloud- und Plattformkosten. Als Reaktion überprüfen Unternehmen bestehende Anbieterbeziehungen, ihre Cloud-Strategien und Beschaffungsmodelle. 20 Prozent geben an, aufgrund der gestiegenen Kosten Abstriche beim Service machen zu müssen.

Bei der Auswahl neuer Technologien spielen für deutsche Unternehmen allerdings andere Kriterien eine größere Rolle als der reine Preis. Besonders wichtig sind die Zuverlässigkeit von Anbietern und Lösungen, die von 25 Prozent genannt wird, sowie die Skalierbarkeit mit 24 Prozent.

Digitalisierung wirkt sich auf Kunden und Mitarbeiter aus

Die digitale Reife zeigt sich laut Studie auch bei der Bewertung des Kundenerlebnisses. 55 Prozent der deutschen Unternehmen mit hoher digitaler Reife beurteilen ihre Fähigkeit, das Kundenerlebnis zu verbessern, als ausgezeichnet. Bei Unternehmen mit geringer digitaler Reife sind es dagegen nur 4 Prozent.

Auch die Mitarbeitererfahrung gewinnt an Bedeutung. 49 Prozent der deutschen Unternehmen sehen deren Verbesserung als wichtigen Faktor für ihre Wettbewerbsfähigkeit als Arbeitgeber. Vor zwei Jahren lag dieser Anteil noch bei 35 Prozent.

Datensouveränität wird strategischer Faktor

Neben Kosten und Leistungsfähigkeit gewinnt die Kontrolle über Unternehmensdaten an Bedeutung. 91 Prozent der deutschen Befragten betrachten Datensouveränität als wichtigen oder unverzichtbaren Faktor bei der Auswahl digitaler Plattformen. Für 40 Prozent ist sie unverzichtbar, weitere 51 Prozent stufen sie als wichtig ein.

73 Prozent der Unternehmen möchten zudem nicht, dass ihre Daten in einem anderen Land gespeichert werden, und bevorzugen eine lokale oder regionale Speicherung.

„Robuste digitale Grundlagen zahlen sich aus. Deutschland verzeichnet im vorliegenden Ländervergleich den höchsten Anteil an Unternehmen mit hoher digitaler Reife“, sagt Suvish Viswanathan, Regional Director DACH bei Zoho. Gleichzeitig müssten Unternehmen kontinuierlich in ihre digitalen Grundlagen investieren und Themen wie Datenzentralisierung, Systemintegration und Datensouveränität berücksichtigen.

Für die Studie befragte Censuswide zwischen dem 9. und 22. Januar 2026 insgesamt 1.500 Verantwortliche für digitale Transformation in Unternehmen mit mindestens 25 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Spanien und den Niederlanden. Auf Deutschland entfielen 300 Befragte, die gleichmäßig auf kleine, mittelständische und große Unternehmen verteilt waren. Die digitale Reife wurde anhand eines Scoring-Modells bewertet, das unter anderem Innovationsfähigkeit, Technologieeinsatz, Plattformstabilität, KI-ROI und IT-Management berücksichtigt.

Weitere Informationen: Zoho Europe Digital Health Study 2026

Studie zum Download: Vollständiger Studienbericht

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