Künstliche IntelligenzSecurity

Checkmarx erweitert AppSec-Plattform mit hybrider KI-Analyse

Die zunehmende Nutzung generativer KI in der Softwareentwicklung verändert auch die Anforderungen an die Anwendungssicherheit. Unternehmen müssen immer größere Mengen an Code prüfen und gleichzeitig neue Risiken durch KI-generierte Anwendungen berücksichtigen. Klassische Sicherheitswerkzeuge stoßen dabei zunehmend an Grenzen, da sie nicht alle modernen Entwicklungsumgebungen und Angriffsmuster abdecken können. Gleichzeitig steigt der Bedarf an präzisen Analysen, die Fehlalarme reduzieren und Sicherheitsteams entlasten. Mit Checkmarx Fusion stellt Checkmarx einen hybriden Ansatz vor, der traditionelle AppSec-Analysen mit KI-gestützter Bewertung verbindet.

Checkmarx hat mit Checkmarx Fusion eine neue Architektur zur Schwachstellenerkennung vorgestellt. Die Lösung ist ab sofort im Rahmen eines Early-Access-Programms verfügbar und kombiniert bewährte Application-Security-Scan-Engines mit KI-Modellen von Anthropic. Dadurch sollen Schwachstellen über verschiedene Programmiersprachen, Codebasen und Phasen des Softwareentwicklungszyklus hinweg genauer erkannt werden.

Nach Angaben von Checkmarx basiert der neue Ansatz auf der Kombination aus deterministischen Sicherheitsanalysen und moderner künstlicher Intelligenz. Während klassische Scan-Verfahren bekannte Angriffsmuster zuverlässig erkennen, erweitert die KI-gestützte Analyse die Erkennung auf neue Programmiersprachen, Frameworks und KI-generierten Code. Dabei berücksichtigt die Lösung den Anwendungskontext, anstatt ausschließlich nach bekannten Mustern zu suchen.

Die Entwicklung reagiert auf die zunehmende Bedeutung von KI in der Softwareproduktion. Laut dem Future of Application Security Report von Checkmarx sind inzwischen 49 Prozent des Produktivcodes KI-generiert. Dadurch wachsen auch Umfang und Komplexität potenzieller Schwachstellen schneller, als bestehende Sicherheitsprozesse und Werkzeuge mithalten können.

Checkmarx Fusion ist Bestandteil der Checkmarx-One-Plattform und wurde entwickelt, um die Grenzen herkömmlicher Vulnerability-Detection-Ansätze zu überwinden. Die Lösung führt Ergebnisse mehrerer Scan-Engines zusammen, überprüft erkannte Schwachstellen und reduziert dadurch die Anzahl von Fehlalarmen. Nach Angaben des Herstellers erreicht der hybride Ansatz einen F1-Score von 0,741 und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Lösungen.

Zu den wichtigsten Funktionen von Checkmarx Fusion gehören die Kombination deterministischer Analysen mit KI-basierten Verfahren, die Unterstützung zusätzlicher Programmiersprachen sowie die Bewertung von Sicherheitsrisiken im jeweiligen Anwendungskontext. Für besonders umfangreiche Analysen können Unternehmen flexibel zwischen verschiedenen Claude-Modellen von Anthropic wählen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Skalierbarkeit und Kontrolle in Unternehmensumgebungen. Die Architektur ermöglicht es, KI-Modelle abhängig von Anforderungen an Kosten, Leistung und Analysequalität auszuwählen. Dadurch sollen Unternehmen Scan-Zeiten reduzieren und Betriebskosten optimieren können. Mithilfe von Amazon Bedrock werden die Scan-Workloads innerhalb der jeweiligen Cloud-Umgebung des Kunden ausgeführt, sodass der Quellcode die eigene Infrastruktur nicht verlassen muss. Dies soll insbesondere Unternehmen in regulierten Branchen bei der Einhaltung von Compliance- und Datenschutzanforderungen unterstützen.

„Da KI heute mehr Code erzeugt als je zuvor, darf Sicherheit kein Bottleneck mehr sein, sondern muss zum Enabler werden“, erklärt Erik Brown, Business Information Security Officer und AppSec Leader bei Nelnet. Die Kombination aus regelbasierter Präzision und KI-gestützter Analyse ermögliche es Sicherheitsteams, ihre Prozesse zu skalieren und gleichzeitig eine hohe Genauigkeit bei der Erkennung von Schwachstellen sicherzustellen.

Auch die Rolle von Application Security verändert sich laut Checkmarx zunehmend. Statt ausschließlich bekannte Sicherheitslücken zu finden, müssen Unternehmen kritische Risiken schneller identifizieren und priorisieren können. Checkmarx Fusion soll Sicherheitsteams dabei unterstützen, relevante Schwachstellen gezielter zu erkennen und schneller zu beheben.

Checkmarx Fusion ist ab sofort als Bestandteil der Checkmarx-One-Plattform im Rahmen eines Early-Access-Programms verfügbar.

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