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DSGVO-Transparenz beginnt im Cloud-Betrieb

Cloud-Dienste bringen neue Anforderungen an Transparenz und Datenschutz mit sich. Unternehmen müssen nicht nur offenlegen, welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden, sondern auch nachvollziehbar machen, welche Systeme, Anbieter und Verantwortlichkeiten daran beteiligt sind. Warum dabei insbesondere in komplexen Cloud-Umgebungen eine kontinuierlich gepflegte Dokumentation und verständliche Kommunikation entscheidend sind, erläutert Sebastian Latz, Head of PreSales bei plusserver, in seinem Beitrag. Er zeigt, weshalb Transparenz zunehmend zu einer Aufgabe des laufenden IT-Betriebs wird und welche Rolle dabei Datenflüsse, Subdienstleister und Change-Prozesse spielen.

Sebastian Latz, Head of PreSales bei plusserver – Quelle: plusserver

Autor: Sebastian Latz, Head of PreSales bei plusserver/dcg

Die Transparenz- und Informationspflichten der DSGVO gehen über formal vollständige Datenschutzhinweise hinaus. Gerade in Cloud-Umgebungen müssen Unternehmen nachvollziehbar erklären können, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden, welche Systeme beteiligt sind und welche Verantwortlichkeiten zwischen Anbieter, Kunde und möglichen Subdienstleistern bestehen. Der Europäische Datenschutzausschuss hat Informationspflichten und verständliche Kommunikation für seine koordinierte Durchsetzungsaktion 2026 hervorgehoben. Damit rücken neben juristischen Formulierungen auch eine belastbare Dokumentation, transparente Datenflüsse sowie nachvollziehbare Prozesse im laufenden Betrieb in den Fokus.

Transparenz wird zur Betriebsaufgabe

Transparenz umfasst einerseits vollständige Pflichtangaben und das Erfüllen rechtlicher Vorgaben. Es gehört aber auch dazu, alle wichtigen Informationen verständlich zu formulieren und leicht auffindbar zu machen.

Besonders wichtig ist das für Cloud-Services, vor allem in komplexen, verteilten Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen. Da jeder Microservice oder API-Call potenziell Zugriff auf personenbezogene Daten hat, steigt das Risiko von Schatten-IT und unkontrollierten Datenflüssen. Personen, die über Portale oder Schnittstellen auf Services in der Cloud zugreifen, benötigen deshalb Einblick in alle Abläufe. Dies betrifft auch DSGVO-Rechte wie Auskunft, Löschung oder Datenübertragbarkeit.

Komplexität der Cloud erschwert Einblick

Deshalb müssen Unternehmen erkennbar machen, welche Daten in der Cloud verarbeitet werden, zu welchem Zweck dies geschieht, und welche Rolle der Cloud-Anbieter hat. Üblicherweise gilt für Cloud-Services eine geteilte Verantwortung. Die Datenschutzhinweise müssen klar machen, welche Aufgaben der Cloud-Anbieter übernimmt und welche die Kunden.

Doch die Komplexität der Cloud geht weiter. Cloud-Leistungen werden häufig entlang vielschichtiger Lieferketten erbracht, bei denen Drittanbieter-Lösungen eine zentrale Rolle spielen. Datenflüsse über mehrere Partner hinweg müssen nachvollziehbar sein. Es ist sinnvoll, beteiligte Anbieter zu benennen und auf deren Datenschutzhinweise zu verweisen.

Dynamische Systeme und fehlender Kontext

IT-Umgebungen verändern sich laufend: Neue Dienste werden integriert, bestehende Komponenten verändert. Dadurch ist die Dokumentation oft nicht aktuell und hat nur geringe Aussagekraft. Das Einhalten von Transparenzregeln ist daher eine kontinuierliche Aufgabe, die eng mit den Change- und Release-Prozessen verbunden ist.

Grundlage ist eine fortlaufend gepflegte Dokumentation der Cloud-Umgebung: von Datenflüssen über Subdienstleister bis hin zu technischen und organisatorischen Maßnahmen. Zudem ist es bei ihrer Formulierung wichtig, auch auf Nachvollziehbarkeit zu achten. Leider ähneln diese Hinweise häufig technischen Datenblättern, mit zu vielen Fachbegriffen und vorausgesetzten Hintergründen.

Verständlichkeit als Kommunikationsaufgabe

Daran wird deutlich, dass Datenschutz auch eine Frage der Kommunikation ist und nicht nur der Compliance. Die Konsequenz ist, innerhalb eines Unternehmens alle Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfügbar zu machen. Dazu gehört eine klare Dokumentation von Datenflüssen und die kontinuierliche Pflege von Wissensdatenbanken für den Support. Neben erklärenden Texten helfen Visualisierungen, um komplexe Prozesse verständlich darzustellen und die Einordnung zu erleichtern. Das wird bisher nur selten genutzt, hat jedoch Potenzial.

Einheitliche Datenbasis für mehr Transparenz

Für gute Verständlichkeit der Datenschutzhinweise müssen Unternehmen eine konsistente Datenbasis aufbauen, die alle Systeme verbindet und regelmäßig gepflegt wird. Dabei sind technische Betriebsdaten, Supportinformationen und Vertragsinhalte aufeinander abgestimmt. So entsteht ein einheitliches Bild der Datenverarbeitung und Transparenz entwickelt sich zu einem strategischen Faktor. Sie beeinflusst nicht nur die Einhaltung regulatorischer

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Über den Autor
Sebastian Latz ist seit August 2011 bei plusserver und verantwortet dort die Abteilung Presales. Zuvor war er im technischen Support tätig und hat in den ersten Jahren Kunden-Setups betrieben, was ihm für seine Beratungsfunktion ein hohes Verständnis für Kundenbedarfe vermittelt hat. Seine Schwerpunkte im Presales liegen in Kundenprojekten und Kundenberatung. Sein ganz besonderes Herzensthema ist die Souveränität. Sebastian Latz steht für Kundenorientierung und lösungsorientierte Projekte.

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