Rubrik stellt Agent Identity für die Echtzeitkontrolle von KI-Agenten vor
KI-Agenten übernehmen zunehmend Aufgaben, die bislang von Mitarbeitern ausgeführt wurden, und greifen dabei auf Unternehmensanwendungen, Datenbanken und Programmierschnittstellen zu. Mit dieser Entwicklung entstehen neue Sicherheitsrisiken, da autonome Systeme teilweise weitreichende Berechtigungen benötigen. Klassische Identitäts- und Zugriffskonzepte sind jedoch nicht darauf ausgelegt, Aktionen autonomer Agenten in Echtzeit zu kontrollieren. Rubrik erweitert deshalb seine Agent Cloud um eine Lösung, die Identitäten, Berechtigungen und Aktivitäten von KI-Agenten während des Betriebs überwachen soll. Mit Rubrik Agent Identity können Zugriffsrechte nach Angaben des Unternehmens für jeden einzelnen Tool-Aufruf geprüft und zeitlich begrenzt vergeben werden.

Rubrik hat Rubrik Agent Identity als Erweiterung seiner Rubrik Agent Cloud vorgestellt. Die KI-gestützte Lösung soll Unternehmen dabei unterstützen, Zugriffsrechte und Berechtigungen von KI-Agenten und Model-Context-Protocol-(MCP-)Servern während des laufenden Betriebs zu kontrollieren.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Aktionen ein Agent mit welchen Berechtigungen durchführen darf. Statt dauerhaft hinterlegter Zugangsdaten setzt Rubrik auf kurzlebige Berechtigungen, die für einzelne Tool-Aufrufe vergeben werden. Dadurch soll verhindert werden, dass ein kompromittierter Agent seine vorhandenen Zugriffsrechte für weitreichende oder unerwünschte Aktionen missbraucht.
Rubrik beruft sich dabei auf Daten aus dem eigenen Rubrik Zero Labs. Demnach erwarten 86 Prozent der befragten IT- und Sicherheitsverantwortlichen weltweit, dass KI-Agenten innerhalb des kommenden Jahres die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen ihrer Organisationen überfordern könnten. Gleichzeitig verfügen laut Rubrik nur 23 Prozent über vollständige Transparenz hinsichtlich der in ihren Umgebungen eingesetzten Agenten.
Für die Verwaltung der Agenten verfolgt Rubrik ein Modell aus „Governance, Control, Prove“. Die Agent Cloud umfasst dabei vier zentrale Bereiche: Agent Observability zur Überwachung von Agenten und MCP-Servern, Agent Identity für die Zugriffskontrolle, Agent Runtime Security für die Durchsetzung von Richtlinien sowie Agent Rewind, mit dem fehlerhafte Aktionen rückgängig gemacht werden können.
Beim Aufbau eines Agenten-Identitätsinventars werden aktive KI-Agenten, MCP-Server, Skills und Plugins erkannt und katalogisiert. Unternehmen sollen dadurch auch sogenannte Schatten-KI identifizieren können, die außerhalb etablierter Sicherheitsprozesse eingesetzt wird.
Für die Vergabe von Zugriffsrechten setzt Rubrik auf das Prinzip der geringsten Berechtigung. Über eine On-Behalf-Of-Federation können Zugriffe auf bestimmte MCP-Server und Tools an Benutzer und Gruppen gekoppelt werden. Bestehende Identitätsstrukturen sollen dabei beispielsweise über Integrationen mit Okta und Microsoft Entra ID weiterverwendet werden können.
Eine weitere Komponente sind Just-in-Time-Tokens. Statt dauerhafter Berechtigungen wird für jeden Tool-Aufruf ein kurzlebiges, auf den jeweiligen Anwendungsfall begrenztes Token erzeugt. Die Berechtigung kann damit unmittelbar vor der Ausführung überprüft werden.
Die Zugriffskontrolle erfolgt über ein MCP-Gateway. Vor der Ausführung eines Tool-Aufrufs werden laut Rubrik mehrere Prüfungen durchgeführt. Zunächst analysiert die Semantic AI Governance Engine (SAGE) den Aufruf, dessen Kontext und Eingabeparameter sowie mögliche Auswirkungen. Anschließend werden die geltenden Sicherheitsrichtlinien geprüft und die Identität der Agentensitzung verifiziert.
Wird beispielsweise ein nicht autorisierter Schreib- oder Änderungsvorgang erkannt, kann die Transaktion unmittelbar vor ihrer Ausführung blockiert werden. Bei unerwartetem Verhalten soll zudem Agent Rewind bereits ausgeführte Aktionen rückgängig machen können.
Rubrik sieht darin einen Ansatz für eine stärker automatisierte Kontrolle autonomer Systeme. Nach Angaben des Unternehmens befürchten 88 Prozent der befragten Führungskräfte, dass sie angesichts zunehmender agentenbasierter Bedrohungen künftig Schwierigkeiten haben könnten, ihre Wiederherstellungszeiten einzuhalten. Die Möglichkeit, fehlerhafte Aktionen gezielt zurückzusetzen, soll diesem Risiko entgegenwirken.
Rubrik Agent Identity ist Bestandteil der Rubrik Agent Cloud und erweitert deren Funktionen um eine identitätsbasierte Zugriffskontrolle für autonome Agenten. Das MCP-Gateway soll dabei als zentraler Kontrollpunkt für API-basierte und MCP-Ressourcen innerhalb einer Unternehmensumgebung dienen.
Weitere Informationen: Rubrik Agent Identity
