Keeper Security integriert Secrets Management in Azure Logic Apps
Keeper Security stellt einen zertifizierten Connector für Keeper Secrets Manager und Microsoft Azure Logic Apps bereit. Damit können Unternehmen Anmeldedaten innerhalb automatisierter Workflows zur Laufzeit erstellen und abrufen, ohne sensible Werte fest in den Workflows zu hinterlegen. Der Connector ist über den Microsoft Power Platform-Marktplatz verfügbar und soll insbesondere das Risiko hartkodierter Zugangsdaten in Automatisierungsskripten reduzieren. Die Verarbeitung basiert auf einer Zero-Knowledge-Architektur, bei der Geheimnisse verschlüsselt im Keeper Vault gespeichert und erst bei Bedarf innerhalb der Azure-Umgebung des Kunden entschlüsselt werden. Für die Integration stellt Keeper zudem eine Azure-basierte Middleware bereit, über die sich der Secrets Manager in bestehende Logic-App-Workflows einbinden lässt.

Secrets zur Laufzeit abrufen
Hartkodierte Zugangsdaten in Automatisierungsskripten und Workflows gelten als potenzielles Sicherheitsrisiko. Der neue Connector soll dieses Problem umgehen, indem Berechtigungsnachweise erst bei ihrer tatsächlichen Verwendung aus dem Keeper Vault abgerufen werden.
„Die Automatisierung von Arbeitsabläufen ist nur so sicher wie die Geheimnisse, auf denen sie basiert“, sagt Darren Guccione, CEO und Mitbegründer von Keeper Security. Der Connector bringe die Zero-Knowledge-Architektur von Keeper direkt in die Microsoft-Automatisierungsebene und verhindere, dass Zugangsdaten fest im Workflow hinterlegt werden.
Technisch basiert die Integration auf einem Python-Middleware-Dienst, der als Azure Function App betrieben wird. Über das Keeper Secrets Manager SDK kommuniziert die Middleware mit dem Keeper Vault. Die Geheimnisse bleiben dabei innerhalb der Zero-Knowledge-Architektur verschlüsselt und werden nach Angaben von Keeper erst in der Azure-Umgebung des Kunden entschlüsselt.
Integration in den Logic App Designer
Der zertifizierte Connector lässt sich direkt in den Logic App Designer integrieren. Zu den Funktionen gehören unter anderem:
- Abruf von Secrets zur Laufzeit: Zugangsdaten werden bei Bedarf abgerufen, ohne sie in der Workflow-Definition zu speichern.
- Bereitstellung per ARM-Vorlage: Azure Function App, Key Vault und Managed Identity lassen sich über eine Azure Resource Manager-Vorlage bereitstellen.
- Dynamische Auswahl: Geheimnisse und Ordner werden automatisch in Auswahlfeldern des Logic App Designers angezeigt.
- Erstellung und Aktualisierung: Workflows können Secrets nicht nur abrufen, sondern auch erstellen und aktualisieren.
- Zentrale Verwaltung: Die Integration ermöglicht unter anderem automatisierte Compliance-Prüfungen und die Synchronisation von Secrets.
Der Connector unterstützt insgesamt fünf Operationen: List Secrets, Get Secret, Create Secret, Update Secret und List Folders. Damit lassen sich beispielsweise API-Zugangsdaten in Workflows einbinden, Datenbankverbindungen abrufen oder Secrets für automatisierte Prüfprozesse verwalten.
„Geheimnisse sollten so nah wie möglich an der Arbeitslast und nur bei Bedarf entschlüsselt werden“, erklärt Craig Lurey, CTO und Mitbegründer von Keeper Security. Die Azure-Function-Middleware ermöglicht es Kunden laut Keeper, das Keeper SDK in ihrer eigenen Azure-Umgebung zu betreiben und Klartext-Berechtigungsnachweise innerhalb der eigenen kontrollierten Umgebung zu verarbeiten.
Der Keeper Secrets Manager Connector für Azure Logic Apps ist ab sofort verfügbar. Dokumentation und Bereitstellungsanleitungen bei Keeper
