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Ricoh zeigt Erlebnismodell SynTact: Wenn Oberflächen zu intelligenten Sensoren werden

Ricoh stellt beim Ars Electronica Festival 2026 in Linz ein neues interaktives Erlebnismodell namens SynTact vor. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Futurelab und wird vom 9. bis 13. September gezeigt. SynTact kombiniert Ricohs eigene Sensortechnologie mit maschinellem Lernen und demonstriert, wie physische Oberflächen und Objekte künftig zu intelligenten Schnittstellen werden könnten. Die Installation soll zeigen, wie sich Arbeitsplätze und öffentliche Räume intuitiver an menschliches Verhalten anpassen könnten. Im Zentrum des Prototyps steht eine lebende Pflanze mit robotergesteuerten Ranken, die auf Interaktionen der Besucher reagiert.

Ricoh präsentiert das Erlebnismodell SynTact: Wenn Oberflächen zu intelligenten Sensoren werden – Quelle: Ricoh

Sensorik erkennt Art und Intensität von Interaktionen

Arbeitsplatztechnologien erfassen laut Ricoh bereits heute Daten zu Belegung, Raumklima und Flächennutzung, um Arbeitsumgebungen effizienter und bedarfsgerechter zu gestalten. SynTact geht nach Angaben des Unternehmens einen Schritt weiter: Die Technologie soll nicht nur erkennen, welches Objekt berührt wird, sondern auch auf welche Weise und mit welcher Intensität die Interaktion erfolgt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse könnten langfristig in die Entwicklung intelligenter Arbeitsumgebungen einfließen, die sich stärker an den Bedürfnissen ihrer Nutzer orientieren.

Wenn Besucherinnen und Besucher mit dem Erlebnismodell interagieren, sollen sie laut Ricoh eine mögliche Zukunft erleben, in der sich Arbeitsplätze, öffentliche Räume und vernetzte Umgebungen intuitiver an die Anwesenheit und das Verhalten von Menschen anpassen. SynTact erweitert damit den klassischen Ansatz der Mensch-Computer-Interaktion um die Frage, wie Menschen künftig nicht nur mit digitalen Systemen, sondern auch mit intelligenten Objekten, Robotern oder lebenden Organismen interagieren könnten. Alltagsgegenstände wie Schreibtische, Wände, Möbel oder Gemeinschaftsbereiche könnten dabei selbst zu sensorischen Schnittstellen werden.

Verändertes Verhältnis zwischen Mensch und Technologie

Nach Ricohs Einschätzung würde sich mit einer solchen Entwicklung auch das grundsätzliche Verhältnis zwischen Mensch und Technologie verändern: Statt dass sich Menschen an Plattformen und Systeme anpassen müssen, könnte Technologie durch fortschrittliche Sensorik zunehmend auf menschliches Verhalten und den jeweiligen Kontext reagieren. Intelligenz wäre dann nicht mehr nur in Geräten oder fest installierten Sensoren verankert, sondern direkt in den Arbeitsplatz selbst integriert.

Yasuyuki Nomizu, Senior Corporate Officer und CTO bei Ricoh Company, Ltd., erklärt, Ricoh arbeite seit Jahrzehnten daran, die Beziehung zwischen Menschen und Technologie zu verbessern. Mit der Weiterentwicklung von KI, Robotik und digitalen Zwillingen gehe es heute nicht mehr nur darum, intelligentere Technologien zu entwickeln, sondern Erlebnisse zu schaffen, die sich natürlicher und intuitiver anfühlten. Das Erlebnismodell erlaube es, diese Zukunft auf greifbare Weise zu erkunden und daraus Erkenntnisse für die langfristige Forschung und Entwicklung zu gewinnen.

Experimenteller Prototyp ohne kommerzielle Anwendung

Das Projekt spiegelt Ricohs laufende Forschung zu Sensor- und Feedbacktechnologien wider, die perspektivisch die Grundlage für intelligente Arbeitsplätze, digitale Zwillinge und reaktionsfähige Umgebungen bilden könnte. SynTact ist ausdrücklich als experimenteller Prototyp und nicht als kommerzielles Produkt konzipiert. Seit 2022 arbeiten Ricoh und das Ars Electronica Futurelab gemeinsam an Projekten, die mithilfe von Technologie, Kreativität und gesellschaftlichen Erkenntnissen die Zukunft der Arbeit erforschen. SynTact ist das jüngste Ergebnis dieser Zusammenarbeit und verbindet Sensortechnologie, Robotik und Design, um Diskussionen über das künftige Verhältnis von Mensch, Technologie und Raum anzuregen.

Direkt zu Ricoh: Digitalisierung des Arbeitsplatzes | Ricoh Deutschland

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