Engpässe im Netzwerk vermeiden durch den Einsatz von Performance Management Tools

Autor/Redakteur: Florian Schönknecht, Head of Operations bei der Eramon GmbH/gg

Die Vorzüge der Digitalisierung können selbst die schärfsten Kritiker und Analog-Nostalgiker nicht von der Hand weisen. Zwar hat sich der Produktivitätsgewinn seit der Jahrtausendwende merklich verlangsamt (Quelle: OECD Studie), doch die Forscher führen diesen Effekt auf mangelndes Wissen und einen zögerlichen Einsatz von neuesten Entwicklungen der IT-Industrie zurück. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, dass diejenigen Firmen, die sich um eine stetige Aktualisierung der eingesetzten Technik bemühen und ihre Mitarbeiter konsequent weiterbilden, weiterhin große Steigerungen der Produktivität pro geleisteter Arbeitsstunde verzeichnen.

Bild: Eramon GmbH

Wenn es um Produktivität und Effizienz geht, sind Mitarbeiter jedoch nicht der einzige begrenzende Faktor. Oft ist es die Technik, die streikt und den Arbeitsfluss gleich einem Flaschenhals verlangsamt oder gar zum Erliegen bringt. Einer der Hauptgründe hierfür ist ein wuchernder Tool-Dschungel und fehlende Transparenz des gesamten IT-Ökosystems im eigenen Betrieb.

Vorhandene Ressourcen bestmöglich nutzen und Überlastungen vermeiden

Das alleinige Bereitstellen einer modernen IT-Infrastruktur ist lediglich die halbe Miete. Sie muss sinnvoll konzipiert und fachgerecht verwaltet werden, um Arbeitsprozesse zu beschleunigen und Engpässe durch Belastungsspitzen zu verhindern.

In einer hybriden IT-Welt, die durch eine zunehmende Datenmigration in die Cloud (Private und Public) immer weitere Datenschichten anhäuft, wird es für Firmen zunehmend schwieriger, den Überblick über alle IT-Assets und deren Auslastung im Auge zu behalten.

Während das Firmennetz zu Stoßzeiten unter der enormen Datenlast ächzt und am Rande des Zusammenbruchs steht, gibt es über den gesamten Tag verteilt auch reichlich Leerlauf. Der findige Beobachter erkennt sofort die vermeintlich einfache Lösung des Problems: Wenn man den Datenverkehr gleichmäßig über den Tag verteilt, kommt es bei gleichbleibender Infrastruktur zu weniger Engpässen in den Leitungen; die Netzwerkperformance geht nicht in die Knie und überlastungsbedingte Ausfälle können vermieden werden.

Die Lösung klingt so logisch wie einleuchtend, ist nur in der Realität schlicht unmöglich zu organisieren. Kommt jetzt auch noch fehlende Information über den fortlaufenden Auslastungsstatus der im Tagesbetrieb genutzten Infrastruktur (wie beispielsweise der WAN-Verbindungen) dazu, ist die Frustration vorprogrammiert. Die Tatsache, dass viele Firmen sich zusätzliche Kapazitäten von externen Anbietern zukaufen müssen (Server, Leitungen, Rechenleistung), macht eine transparente Übersicht ohne Hilfsmittel noch komplizierter und stellt die IT-Verantwortlichen vor eine tägliche Herkulesaufgabe. Doch selbst der griechische Halbgott war nicht in der Lage, den Augiasstall ohne Hilfsmittel an einem Tag auszumisten. Er bediente sich des „Tools“ der Flussumleitung und automatisierte kurzerhand die lästige und zeitintensive Handarbeit. Herkules war natürlich kein Pionier der digitalen Automatisierung. Die antike Sage veranschaulicht jedoch den unschätzbaren Wert des Einsatzes zielführender Hilfsmittel zur Bewältigung zeitraubender Aufgaben. So kann die IT-Abteilung auch zum Zweck der Überwachung von Netzwerkperformance sowie beim Capacity-Planning auf durchdachte und erprobte Tools zurückgreifen.