Produkt des Monats: Aruba Instant On – Cloud-Management für IT-Infrastrukturen im Test

Autor: Dr. Götz Güttich

Mit „Instant On“ bietet Aruba, Tochtergesellschaft von Hewlett Packard Enterprise, ein System an, das aus Wireless Access Points und Switches besteht. Es soll sich sehr einfach einrichten lassen, problemlos zu verwalten sein und gleichzeitig ein hohes Sicherheitsniveau gewährleisten. Wir haben uns im Testlabor angesehen, wie die Arbeit mit der Lösung abläuft.

Bild: Aruba

Mit Instant On wendet sich Aruba vor allem an Anwender in kleinen Unternehmen, Hotels, Veranstaltungsorten und Ähnlichem. Die Benutzer können ihre verkabelte Infrastruktur mit den Switches ausstatten und mit den WLAN-Access-Points WiFi-Netze für Mitarbeiter, Kunden und Gäste einrichten. Die Konfiguration, Administration und das Monitoring der einzelnen Komponenten läuft dann lokal über eine App beziehungsweise eine Webseite im Internet ab.

Für den Test stellte uns Aruba einen 24-Port-Switch vom Typ 1930 24G PoE 4SFP/SFP+ 370W, einen 8-Port-Switch vom Typ 1930 8G PoE 2SFP 124W sowie vier Access Points zur Verfügung. Bei den Access Points handelte es sich um zwei WiFi-6-fähige Geräte vom Typ AP22, die im Betrieb den Kern unserer WiFi-Netze bereitstellten, einen AP11-Access-Point, der WiFi-5-fähig ist, den wir in einem entlegenen Obergeschoss betrieben und einen AP17-Access-Point. Letzterer beherrscht ebenfalls WiFi-5 und kann in Außenbereichen zum Einsatz kommen.

Alle Geräte lassen sich entweder über ein lokales Web-Interface oder über die bereits erwähnte, Cloud-basierte App beziehungsweise Webseite verwalten, allerdings nicht gleichzeitig. Die Anwender müssen sich entscheiden, ob sie die Cloud oder das lokale Management-Interface bevorzugen. Leider bietet die Cloud nicht den vollen Funktionsumfang des lokalen Konfigurationswerkzeugs auf Browser-basis, so können die Benutzer beispielsweise über die Cloud keine SNMP-Zugriffe auf die Komponenten einrichten. Das ist schade für Unternehmen, die das Monitoring ihrer Netzwerkinfrastruktur über SNMP abwickeln – auch wenn das zugegebenermaßen in kleinen Umgebungen eher selten vorkommt – und wird hoffentlich in Zukunft geändert. Trotzdem stellt das Management via App beziehungsweise Cloud den Fokus dieses Testbeitrags dar, da Aruba genau diese Funktionalität als Highlight hervorhebt.

Beim Anlegen eines WLANs stehen den zuständigen Mitarbeitern etliche Optionen offen (Screenshot: Sysbus)

Neben den Geräten, die uns der Hersteller für den Test zur Verfügung stellte, umfasst die Instant-On-Serie noch Switches ohne PoE und mit 48 Ports sowie die Access Points AP12 und AP15, die jeweils WiFi-5-fähig sind und statt maximal 50 aktiven Geräten wie der AP11, 75 beziehungsweise 100 aktive Geräte unterstützen. Außerdem gibt es auch noch den AP11D, der sich vom “normalen” AP11 durch sein Gehäuse unterscheidet und als Desktop-Lösung, beispielsweise in Boutiquen, zum Einsatz kommen kann.

Der Test

Im Test installierten wir zunächst die einzelnen Komponenten in unserer Umgebung. Dazu montierten wir den 24-Port-Switch in unserem 19-Zoll-Rack, wo er als zentraler Punkt unserer Infrastruktur zum Einsatz kam. Der 8-Port-Switch landete als Desktop-Lösung in einem zentral im Gebäude gelegenen Büro, wo er per PoE einen der AP22 mit Netzanschluss und Strom versorgte. Die anderen APs, die in anderen Stockwerken Verwendung fanden, wurden über die Hausverkabelung direkt vom 24-Port-Switch mit Strom versorgt. Lediglich für den im Außenbereich montierten AP17 benötigten wir ein separates Netzteil. Es ist kein Problem, die APs auch in Bereichen zu verwenden, die kein PoE bereit stellen, da sie alle den Anschluss eines getrennten Netzteils ermöglichen.