Produkt des Monats: Schneider Electric APC Smart-UPS SMT1000IC – Online-Überwachung für die USV

Autor: Dr. Götz Güttich

Heute starten wir auf Sysbus eine neue Rubrik, die sich “Produkt des Monats” nennt. Im Rahmen dieser Rubrik werden wir regelmäßig kurze Tests von Produkten durchführen, die nicht allzu komplex sind und sich in einem relativ kurzen Beitrag in ausreichendem Umfang besprechen lassen. Anschließend berichten wir hier über unsere Erfahrungen. Den Anfang macht die APC Smart-UPS SMT1000IC von Schneider Electric mit SmartConnect.

Bild: APC/Schneider Electric

Die Smart-UPS SMT1000IC hat eine maximal konfigurierbare Leistung von 700 Watt, die Verzerrung der Stromspannung beträgt laut Hersteller weniger als fünf Prozent. Es handelt sich um eine Line-Interactive-USV mit Sinuswelle und einer Transferzeit von typischerweise sechs Millisekunden (maximal zehn Millisekunden). Das Produkt arbeitet mit einer auslaufsicheren, wartungsfrei abgedichteten Bleisäurebatterie mit suspendiertem Elektrolyt. Die typische Aufladezeit liegt bei drei Stunden, die Lebensdauer der Batterie bei drei bis fünf Jahren. Bei einer Last von 500 Watt schafft sie eine Laufzeit von etwa zehn Minuten, bei einer Last von 100 Watt kommt sie auf bis zu 100 Minuten.

Zum Lieferumfang der USV gehören neben dem Gerät selbst eine Installationsanleitung auf CD, eine weitere CD mit einer Überwachungssoftware (die man sich aber besser aus dem Internet herunterlädt, da die mitgelieferte Version veraltet ist) sowie jeweils ein USB- und ein Ethernet-Kabel. Die Installation der Lösung gestaltet sich sehr einfach: Es genügt, auf der Rückseite des Produkts einen Stecker einzustecken, der den Akku verbindet und die USV an das Stromnetz sowie an das LAN anzuschließen. Außerdem können die zuständigen Mitarbeiter bei dieser Gelegenheit gleich die Verbraucher (in unserer Testumgebung waren das zwei PCs und drei Monitore) mit dem Gerät verbinden und das Produkt einschalten. Anschließend führt die Lösung einen Selbsttest durch und fährt hoch.

Wenn alles zur Zufriedenheit läuft, kann es daran gehen, die Konfiguration anzupassen. Dazu nahmen wir uns zunächst einmal das Display des Geräts vor und führten ein paar grundlegende Konfigurationsaufgaben durch. Das geht mit Hilfe von vier Tasten. Diese setzten wir unter anderem dazu ein, um die Sprache auf Deutsch umzustellen, dafür zu sorgen, dass das Display bei Nichtbenutzung automatisch gedimmt wird und um der USV eine feste IP-Adresse zuzuweisen beziehungsweise die Firmware auf den aktuellen Stand zu bringen.

Die Konfiguration der Verwaltungs-Software läuft über einen Wizard ab (Screenshot: Sysbus)

Die Software

Nachdem das alles erledigt war, verbanden wir die USV per USB mit einem unserer Testsysteme und spielten auf diesem die Software “PowerChute Business Edition Agent” (zum Testzeitpunkt war die Version 10.0.1.301 aktuell) ein, die für die Systeme Linux und Windows verfügbar ist. Diese steht anschließend über die URL https://localhost:6547 zur Verfügung. Über sie sind die Anwender dazu in der Lage, den Systemstatus der USV einzusehen, mit Power- und Batterie-Status. Zu den Informationen, die in diesem Zusammenhang bereitstehen, gehören die aktuelle Systemlast, die verbleibende Laufzeit, die Temperatur, der Ladestatus und ähnliches.

Angesehen davon lässt sich das System auch so konfigurieren, dass es den zuständigen Mitarbeitern E-Mail-Alerts bei bestimmten Events schickt, bei solchen Ereignissen zuvor definierte Skripts ausführt, die Events in eine Log-Datei einträgt oder den Rechner herunterfährt. Zu den Ereignissen, die in diesem Zusammenhang verfügbar sind, gehören unter anderem Kommunikationsverluste mit der Batterie, niedriger Batteriestatus, zu hohe interne Temperatur, entladene Batterie, Überlastung, gescheiterte Selbsttests und Überspannung.

Zum Konfigurieren der automatischen Shutdowns steht ein Wizard zur Verfügung, der im Wesentliche wissen will, nach welchem Zeitraum der Shutdown stattfinden soll. Dafür gibt es Optionen wie „Sofort“, „nach einer bestimmten Zahl an Sekunden nach dem Stromausfall“ oder „wenn die Batteriekapazität nur noch eine bestimmte Zahl an Sekunden“ beträgt. Über den Wizard lässt sich auch angeben, wie lang das jeweilige Betriebssystem für den Shutdown braucht, damit es zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt. Auch hier können die Administratoren wieder ein Skript angeben, das das System ausführt, wenn der Shutdown abläuft.

Darüber hinaus besteht auch die Option, das automatische Herunterfahren zu bestimmten Terminen zu planen. Energie-Reports mit Angaben zum Stromverbrauch und den Kosten gehören ebenfalls zum Leistungsumfang von PowerChute.

Das Web-Interface

Um die USV von allen möglichen – auch mobilen – Geräten aus überwachen zu können, bietet der Hersteller zudem ein Online-Portal an. Dieses nennt sich SmartConnect und steht unter https://smartconnect.apc.com zur Verfügung. Nachdem man sich dort ein Konto angelegt hat, kann man seine USV mit Hilfe ihrer Product ID und des Product Keys registrieren. Alternativ lässt sich dieser Vorgang auch durch das Scannen eines QR-Codes durchführen.

Das SmartConnect-Webinterface im Betrieb (Screenshot: Sysbus)

Danach haben die Anwender Zugriff auf ein Dashboard, das Aufschluss über den Betriebsmodus und die Gerätegesundheit der USVs bietet. Darüber hinaus lassen sich auch Details zum Batteriestatus (Temperatur, Runtime, etc.) und zum Gerät (Firmware-Version, Last und so weiter) einsehen. Abgesehen davon können die zuständigen Mitarbeiter auch einen Selbsttest starten, die Netzwerkkonfiguration einsehen und Daten wie die Seriennummer oder auch die Zeitzone in Erfahrung bringen. Eine Anzeige für Event Logs und Notifications schließt den Leistungsumfang von SmartConnect ab.

Fazit

Die APC Smart-UPS SMT1000IC von Schneider Electric lässt sich problemlos installieren und in Betrieb nehmen. Ihre Leistung reicht aus um mindestens zwei PCs und drei Monitore für einen ausreichenden Zeitraum mit Strom zu versorgen. Im Test ergaben sich im Betrieb auch mit gezogenem Netzstecker keine Probleme und der Auto-Shutdown funktionierte wie erwartet. Besonders positiv müssen wir die vielfältigen Überwachungs- und Konfigurationsoptionen über das Panel, die PowerCute-Software und das SmartConnect-Portal erwähnen. Mit ihrer Hilfe sind Administratoren dazu in der Lage, stets und überall über den Status ihrer Systeme informiert zu bleiben.

Anmerkung:

Der Hersteller hat uns das Produkt für diesen Test kostenlos und dauerhaft zur Verfügung gestellt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabhängig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.