Digitalisieren? Bitte mit Strategie!

Mit Corona für viele Branchen auch Pflicht: Marketing- & Vertriebsdigitalisierung

Ein dritter wichtiger Aspekt ist die Digitalisierung von Marketing und Vertrieb – online lässt sich beides ohnehin kaum noch voneinander trennen. Ob spezialisierte Online-Händler, Online-Generalisten, Marktplätze oder eigene Online-Shops – in der Pandemie wurden auch traditionelle Hersteller und Händler regelrecht in die digitalen Kanäle gezwungen. Der Direct-to-Customer-Trend (D2C), bei dem Hersteller online direkt an ihre Endkunden verkaufen, hat sich noch einmal enorm beschleunigt. Das beflügelt den Absatz. Und mit Hilfe vieler Daten entlang der Customer Journey wird vor allem auch das Kundenverständnis deutlich verbessert – und nicht zuletzt ebenfalls die Kundenbindung. Denn geändertes Kaufverhalten, mögliche Unzufriedenheiten, drohende Abwanderung zum Wettbewerb etc. lassen sich digital deutlich schneller und besser erkennen, so dass rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Doch die digitale Welt ist auch komplex, dynamisch und wettbewerbsintensiv. Nur ein ganzheitlicher end-to-end-Ansatz stellt eine erfolgreiche langfristige Skalierung sicher.

Die Königsdisziplin: Digitale Services und Geschäftsmodelle

Sind die zwei zuvor genannten Digitalisierungsbausteine häufig kurz- bis mittelfristig umsetzbar und erfolgswirksam, so stellt sich der Erfolg beim vierten Baustein meist erst deutlich später ein. Mit digitalen Services und Geschäftsmodellen – auch als Königsdisziplin der Digitalisierung bezeichnet – bauen Unternehmen zusätzliche Erlösströme und zukünftige neue digitale Geschäftsfelder auf. Und sie sichern ihr Kerngeschäft ab – denn zunehmend kaufen Kunden physische Produkte nur noch, wenn dazu auch ergänzende digitale Mehrwertdienste verfügbar sind.

Auch im Mittelstand gibt es dafür bereits viele Beispiele: Ob als digitale Plattform eines Maschinenbauers für die Optimierung der Produktion seiner Kunden oder als App eines Fahrradherstellers, die den Kunden bei der Ortung und remote Verrieglung ihrer Fahrzeuge hilft. Doch nur wenige Unternehmen verdienen damit bereits (viel) Geld – der Weg dahin ist meist steinig und lang. Denn zum einen müssen zunächst die richtigen Ansätze gefunden werden, die gleichzeitig einen relevanten Mehrwert für die Kunden liefern, als auch für das Unternehmen sinnvoll sind. Und zum anderen gilt es diese auch so umzusetzen, dass am Ende eine leicht zu bedienende Lösung herauskommt, die den Nutzern Freude bereitet und sich sicher sowie effizient skalieren lässt.

Das finale Puzzlestück

Ist klar, welche konkreten digitalen Potenziale gehoben werden sollen, geht es an die Umsetzung. Dazu braucht man in der Regel viele neue digitale Fähigkeiten. Fünf Leitfragen haben sich für eine wirksame Umsetzung bewährt: Welche digitalen Fähigkeiten benötigt das Unternehmen? Wo sollten diese organisatorisch aufgehängt werden? Welche Kompetenzen kann man zukaufen, welche braucht man inhouse? Was muss sich in Arbeitsweisen und Kultur verändern – und wie gelingt das? Und wie gestaltet man diesen Veränderungsprozess, der oft einen grundlegenden Paradigmenwechsel zumindest in Teilen des Unternehmens erfordert. Schließlich werden traditionelle Unternehmen nicht über Nacht datengetrieben, konsequent kundenzentriert und agil.

Datenbasiert immer „up to date“ bleiben

Zum Glück muss nicht jeder Mittelständler auf dem Weg in die Digitalisierung das Rad neu erfinden. Vieles hat sich in der Zwischenzeit als bewährt und erfolgversprechend herausgestellt. Andererseits wurden mögliche Fallstricke im Lauf der Zeit immer besser identifiziert und lassen sich proaktiv angehen. Somit ist mittlerweile ein breiter Erfahrungsschatz vorhanden. Einen Einblick in diesen geben renommierte Experten und Praktiker aus dem Mittelstand auch im Jahr 2022 wieder auf der Digital Performance Conference. Für Mittelständler eine gute Gelegenheit aktuelle, praxisnahe Tipps zu Digitalisierungsstrategien zu erhalten. Bereits jetzt gibt es die Möglichkeit sich auf der Website https://www.digital-performance-conference.com/ für die virtuelle fünftägige Konferenz im Oktober zu registrieren.