Wenn der Sommer zu heiß wird: 5 Tipps für die Überwachung der Temperatur in Ihrem Büro

Autorin/Redakteur: Sarolta Hershey, Marketing und PR-Managerin bei der Paessler AG/gg

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen ein Rechenzentrum oder einen Serverraum betreiben, werden Sie wahrscheinlich bereits die Temperatur dort überwachen, um Probleme durch Überhitzung zu vermeiden. Aber es gibt auch andere Orte und Dinge in Ihrem Bürogebäude, bei denen die Überwachung der Temperatur dazu beitragen kann, die negativen Auswirkungen hoher Temperaturen zu vermeiden.

  1. Rechenzentrum /Serverraum

Ganz gleich, ob Sie ein riesiges Rechenzentrum oder einen Serverraum mit nur wenigen Switches und Servern betreiben: Wenn Ihre Switches und Server wichtig sind, müssen Sie die Raumtemperatur überwachen. Wenn es zu einer Überhitzung kommt, werden die Server heruntergefahren und wichtige Daten können verloren gehen oder, noch schlimmer, es kommt zu physischen Defekten und noch größeren Daten- und Geldverlusten.

Natürlich können Sie sich einfach auf die Temperaturinformationen der Maschinen verlassen, die über Standard-SNMP- oder WMI-Requests mit Ihrem IT-Überwachungstool einfach zu überwachen sind. Aber wenn die Temperatur Ihres Servers ungewöhnliche Spitzenwerte erreicht, ist es oft schon zu spät und das Abkühlen des Raumes ist nicht mehr so einfach. Die Überwachung der Raumtemperatur zeigt viel früher an, wenn etwas schiefläuft. Sie haben also genug Zeit, um frühzeitig zu reagieren und ernsthafte Probleme zu vermeiden.

Übrigens: Hohe Temperaturen verursachen nicht nur Ausfälle, sondern haben auch hohe Materialbelastungen zur Folge. ELKOs (Elektrolytkondensatoren) sind Teil jedes elektronischen Gerätes und ELKOs leiden, wenn es heiß wird: Jede Temperaturerhöhung um 10 °C/50 °F halbiert die Lebensdauer eines ELKOs. Wenn Sie die Temperatur niedrig halten, können Sie auf längere Sicht viel Geld sparen. Natürlich müssen Sie auch die Kosten für die Kühlung einkalkulieren, das heißt es geht darum, den richtigen Kompromiss zu finden. Daher ist es wichtig, die Überwachungsdaten für eine Langzeitanalyse zu beobachten und zu speichern.

Es gibt viele Anbieter wie Kentix, die physikalische Sensoren für die Temperaturmessung, aber auch für die Luftfeuchtigkeit und andere Umgebungsbedingungen anbieten. In der Regel unterstützen diese Geräte SNMP, sodass sie leicht in das gesamte IT-Monitoring integriert werden können, da die meisten Standard-Überwachungslösungen SNMP unterstützen. Einige Tools, wie PRTG Network Monitor, verfügen über vordefinierte Device-Templates, so dass sie viele Umgebungssensoren sofort überwachen können.

Wenn Sie Ihre Klimaanlage überwachen, kommt es nicht nur auf die Ausgangstemperatur, sondern auch auf die Eingangstemperatur an. Der Anstieg der Eingangstemperatur ist ein erster Indikator für bevorstehende Probleme, da dies zu einer Überlastung der Klimaanlage führen kann, was wiederum Ausfälle zur Folge hat.

Wenn Ihre Überwachung Ihnen mitteilt, dass die Temperatur eines Serverraums ansteigt, sollten Sie zunächst prüfen, was vor sich geht. Vielleicht ist es nur ein heißer Tag und eine etwas höhere Temperatur könnte toleriert werden. Wenn das nicht der Fall ist und schwerwiegende Probleme wie beispielsweise ein Ausfall der Klimaanlage oder ein extrem heißer Tag auftreten, müssen Sie reagieren. Wenn an einem eiskalten Wintertag nur die Klimaanlage ausfällt, dann haben Sie Glück: Sie müssen nur die warme Luft aus Ihrem Serverraum befördern und mit Hilfe von Lüftern kalte Luft hineinfließen lassen oder zumindest die Türen und Fenster öffnen. Wenn das keine Option darstellt, weil es ein heißer Sommertag ist, müssen Sie aber die Zeit überbrücken, bis die Klimaanlage wieder läuft oder die Nacht kommt und es kühler wird, dann müssen Sie anfangen, die Geräte auszuschalten. Das sind natürlich zuerst diejenigen, die viel Wärme produzieren, aber auch solche, die für Ihre Geschäftsprozesse nicht so wichtig sind. Es geht jetzt darum, das richtige Gleichgewicht zu finden.

  1. Denken Sie auch an die Besenkammer!

Was? Warum sollte ich die Temperatur der Besenkammer überwachen? Vielleicht weil sich einige Switches darin befinden! Oft werden einzelne Switches zur Verteilung des Datenverkehrs auf ein Stockwerk oder in einem bestimmten Gebäudeteil in einem Raum platziert, der nicht oft benutzt wird – wie eine Besenkammer. Und da es sich nur um einen Switch oder vielleicht zwei oder drei Geräte insgesamt handelt, gibt es keine Klimaanlage in diesem Raum. Normalerweise ist das Risiko einer Überhitzung nicht so groß, da es dort nicht so viele Wärme erzeugende Geräte gibt, aber an einem warmen Sommertag kann es in einem so kleinen Raum mit einem großen Switch ziemlich heiß werden. Und selbst wenn dies wahrscheinlich nicht zu Ausfällen führen würde, bedeutet es immer noch eine Belastung für die Hardware und ihre Lebensdauer.

Die Verwendung moderner Geräte ist normalerweise ein erster Schritt, um dies zu vermeiden, da die meisten modernen (und High-End) Geräte hochwertigere Komponenten enthalten, die höhere Temperaturen aushalten. Dennoch sollten Sie die Raumtemperatur überwachen, um sicherzustellen, dass Sie gewarnt werden, falls es zu heiß wird. Sie können eine günstige Lösung wie oben beschrieben oder nur ein gängiges Endgerät wie die NetAtmo-Serie verwenden, die problemlos in eine Überwachungslösung wie PRTG integriert werden können. Wenn die Temperatur zu hoch wird, reicht es normalerweise aus, die Tür des Schranks zu öffnen und eventuell einen Ventilator zu benutzen. Wenn dies das Problem nicht löst, müssen Sie wahrscheinlich einige Geräte abschalten, bevor es zu ernsthaften Schäden kommt.