Anzeige
DeinEnergieportal

Digitale Differenzierung: Mit Datenmanagement auf die Datenflut einstellen

Johannes Wagmüller, Director Systems Engineering Central and Eastern Europe, Middle East and Africa (CEMA) bei NetApp

Autor/Redakteur: Johannes Wagmüller, Director Systems Engineering Central and Eastern Europe, Middle East and Africa (CEMA) bei NetApp/gg

Was heute im Kampf um die Kundengunst zählt, ist die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen aktuelle Daten verwenden. Dazu bedarf es einer hohen Datenverfügbarkeit und eines firmenweiten Datenmanagements. Ausgereifte Speicherinfrastrukturen unterstützen Unternehmen dabei, sich an die digitalen Veränderungen anzupassen.

Wir leben im digitalen Darwinismus. Neue Technologien, von Smartphones über Social Media bis zu IT-Services aus der Cloud, verändern die Art und Weise, wie wir arbeiten, produzieren und konsumieren. Die über das Internet jederzeit erreichbaren Dienste und Online-Shops haben die Gewohnheit der Kunden nachhaltig verändert. Wollen Unternehmen ihre Kunden weiter erreichen und neue Konsumentenschichten erschließen, müssen sie sich an ihre Geschäftsumwelt anpassen: Nur die am besten angepassten Anbieter und Hersteller werden überleben. Die Unbeweglichen bleiben nicht nur stehen, sondern fallen der digitalen Auslese zum Opfer.

Unternehmen sollten ihre Kunden noch weiter in den Mittelpunkt ihrer Geschäftstätigkeit stellen und auf deren neue Anforderungen eingehen. Dafür ist es notwendig, die gesamte Organisation abteilungsübergreifend mit aktuellen Informationen über den Kunden zu versorgen – erst ein 360-Grad-Blick verschafft das notwendige Wissen, um die Wünsche und Anforderungen individuell zu erfüllen. In diesem Szenario werden Daten zu einem wichtigen Produktionsfaktor für Unternehmen aller Größen und Branchen.

Daten zu Werten machen

Bereits fast zwei von drei Unternehmen gelingt es, mit Datenanalysen einen konkreten Nutzen zu erzielen, veranschaulichen KPMG und Bitkom in der gemeinsamen Studie „Mit Daten Werte schaffen“. Ihr Fazit lautet: Wer Daten intelligent nutzt, hat weniger Geschäftsrisiken – und ist in der Lage, Produkte, Dienstleistungen und Marketing individueller auf den Kunden zuzuschneiden.

Letztlich geht es bei der digitalen Transformation um Geschwindigkeit. Ein Unternehmen braucht keine bestimmte Größe zu haben. Vielmehr muss es fähig sein, mutige Entscheidungen zu treffen und die daraus resultierenden neuen Geschäftsideen und -modelle zeitnah umzusetzen. Was dazu braucht erforderlich ist? IT-Systeme, die sich schnell den neuen Geschäftsmodellen anpassen lassen und die ausfallsicher rund um die Uhr laufen.

Digital Natives als Vorbild

Natürlich spielt es auch eine wichtige Rolle, wie Unternehmen an Innovationen arbeiten. Eine Empfehlung gibt das Marktforschungs- und Analyseunternehmen IDC in seiner neuesten Prognose für die ITK-Branche. In dieser heißt es, dass Unternehmen auf allen Ebenen wie Digital Natives handeln und denken sollten. Über 70 Prozent der 500 umsatzstärksten Unternehmen weltweit werden bis Ende 2017 über dedizierte Teams verfügen, um intern die digitale Transformation umzusetzen und Innovationen weiter voranzutreiben. Das Ziel sollte nach Ansicht von IDC ein Verdoppeln oder Verdreifachen des Personals in diesen Einheiten bis 2018 sein. Außerdem gehen die Marktforscher davon aus, dass sich der Trend zu Software-basierenden Innovationen verstärken wird. Daraus folgen signifikant bessere Möglichkeiten, den Wert von Software über „Dinge“ und Dienstleistungen in Umsatz zu überführen.

Datenverantwortlicher gefragt

Die Ausrichtung der eigenen Organisation an einem datenorientierten Geschäftsmodell ist zentraler Bestandteil der digitalen Transformation. Erst mit einem organisationsweiten Konzept für das Datenmanagement gelingt es, die Verfügbarkeit der jeweils richtigen Daten sicherzustellen. Die neue kundenzentrierte Welt funktioniert jedoch nur, wenn Mitarbeiter aus allen Bereichen, von Marketing über IT bis zum Management, schnell und unkompliziert auf die für ihre Tätigkeit jeweils benötigten Daten zugreifen können. Nur so gelingt es, die eigenen Dienste und Lösungen so anzupassen, dass sie beim Endverbraucher auf hohe Resonanz stoßen.

Dies wird nicht alleine von den IT-Experten realisiert. Auch die Fachabteilungen müssen einbezogen werden, da hier betriebswirtschaftliche Abläufe und IT-Technologien zusammenlaufen. Somit schafft die digitale Transformation ganz neue Verantwortungsbereiche. Unternehmen benötigen daher einen CDO (Chief Data Officer), der den strategischen Mehrwert von Daten für die eigene Organisation weiter ausbaut.