Dr.-Ing. Arthur Rudek: Die Grundlage ist ein additives Komponentenmodell, das Zeitreihen nicht als untrennbares Ganzes betrachtet, sondern in Trend, Saisonalität, Ereignisse und zufällige Schwankungen aufschlüsselt. Jede Komponente lässt sich durch die Analyse historischer Betriebsdaten mathematisch modellieren, fachlich interpretieren und prüfen. Langfristige Entwicklungen werden über den Trend beschrieben, wiederkehrende Lastprofile durch saisonale Muster erfasst und geplante Ereignisse wie Updates oder Wartungsarbeiten als separate, externe Einflussgrößen in den Forecast integriert. Das Modell macht Unsicherheiten und nicht vollständig erklärbare Beiträge transparent. Die Modellvorhersagen werden nachvollziehbar und kritische Entwicklungen können bereits vor ihrem Eintreten erkannt und erklärt werden.