Die digitale Transformation und COVID-19: Chancen über die Pandemie hinaus

Und das Beste daran ist, dass Lösungen, die auf diesen Plattformen aufbauen, ohne Programmieraufwand implementiert werden können. Dadurch können sich Mitarbeiter der IT-Abteilung weiterhin voll auf die wichtige Aufgabe der Wartung und Verbesserung der Kernanwendungen ihres Unternehmens konzentrieren. Deutsche Führungskräfte könnten einwenden, dass selbst mit den richtigen Tools eine dezentrale Belegschaft schlechtere Leistungen erbringt als Mitarbeiter, die tagtäglich persönlich zusammenarbeiten. Die Realität sieht jedoch anders aus.

2019 gaben in einer Umfrage der Harvard Business Review zur Zukunft der Arbeit 52 Prozent der weltweit befragten Führungskräfte an, dass eine einzige Plattform für Workflow-Management, intelligente Automatisierung und virtuelle Zusammenarbeit der beste Weg wäre, um Geschäftsabläufe zu koordinieren und zu verbessern. Unternehmen, die den Schritt hin zu dynamischen, virtuellen Workspaces bereits gegangen sind, berichten von hervorragenden Ergebnissen. “Wir haben uns viele, viele Legacy-Systeme angeschaut, die uns bei unserer Langfristplanung helfen könnten”, sagt Becky Ewy, Vice President of Real Estate beim Computertechnologie-Riesen Dell. Doch “es gab nie ein Tool, das all unsere Anforderungen erfüllte.”

Nach der Umstellung auf eine Unternehmensplattform für dynamische Arbeit “erkennen wir den Bedarf. Wir haben ein Änderungsmanagement. Wir haben Finanzmanagement, Projektmanagement und Integrationen mit verschiedenen IT-Systemen”, sagt sie. “Wir haben mehrere Dashboards und zahlreiche Stakeholder, die diese Informationen abrufen. Die Transparenz ist phänomenal.”

Für deutsche Führungskräfte bedeutet dies, dass es nie einen besseren Zeitpunkt gab, um sich von der Zettelwirtschaft zu verabschieden und digitale Tools zur Zusammenarbeit zu nutzen, um dezentrale Teams aufeinander abzustimmen und miteinander zu vernetzen. “Die Pandemie hat viele seit langem bestehende Schwächen im System ans Licht gebracht und die Notwendigkeit wieder aufleben lassen, die Kluft zwischen Technologie und Kultur zu überbrücken, um Mitarbeiter zu stärken und zu befähigen”, sagt Chris Marsh, Forschungsdirektor bei 451 Research.

“Dieser Umbruch hat zu einem Umdenken in den Führungsetagen geführt, um Technologien für den Arbeitsplatz zu priorisieren, die Beschaffungszyklen zu optimieren und mentalitätsbedingte Entscheidungen zu treffen, die den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre eigenen Projekte und Arbeitsabläufe selbst in die Hand zu nehmen.”