Digitale Sicherheit 2022: Zuverlässige Schutzmaßnahmen der IT-Infrastruktur in der Cloud

Autor/Redakteur: Patrick Englisch, Head of Technology DACH bei Veritas/gg

Die Industrie 4.0 bietet zwar zahlreiche Vorteile wie Predictive Maintenance und Smart Monitoring, ist aber auch eine beliebte Angriffsfläche für Online-Attacken. Ransomware, Malware und Cryptojacking sind in der vernetzten Business-Welt an der Tagesordnung. Und die Zahl der digitalen Angriffe steigt weiter – ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Cyber-Kriminelle haben besonders die Cloud als Schwachstelle erkannt. Umso wichtiger ist es, eine effiziente und zuverlässige Sicherheitsstrategie für das Management von sensiblen und geschäftskritischen Daten in der Cloud zu finden.

Bild: Veritas

Laut dem Cyber Threat Report 2022 von SonicWall haben die digitalen Attacken im letzten Jahr zugenommen. So ist die Zahl der gemeldeten Ransomware-Betrugsversuche um 105 Prozent gestiegen – auf mehr als 623 Millionen Angriffe weltweit. Deutschland war von allen EMEA-Ländern mit einer Zunahme von 3256 Prozent am stärksten betroffen. Eingeschleuste IoT-Malware legte um sechs Prozent auf insgesamt etwa 60 Millionen zu. Und durch die immer stärkere Vernetzung werden diese Bedrohungen vermutlich weiter wachsen.

Besonders auf geschäftskritische Daten in der Cloud haben es die Online-Angreifer abgesehen. Denn diese Informationen sind oftmals unzureichend geschützt. Und ihr Verlust kann Firmen hart treffen. Schnell ist nach einer erfolgreichen Attacke der gesamte Geschäftsbetrieb lahmgelegt. Dabei infiltrieren die Cyber-Kriminellen die IT-Infrastruktur und verschlüsseln wichtige Informationen, um mit der Freigabe ihre Opfer zu erpressen. Den betroffenen Unternehmen wird versprochen, dass nach der Bezahlung eines üblicherweise hohen Lösegelds das Unternehmen wieder Zugang zu seinen Daten erhält. Die ist jedoch nur selten der Fall. Vor dieser Gefahr schützen autonome und cloud-optimierte Lösungen, unterstützt durch integrierte Security-Technologien, mit deren Hilfe die IT-Infrastruktur widerstandsfähiger wird.

Anfälligere und komplexere IT-Infrastrukturen

Im Zuge der weltweiten digitalen Transformation ist die Cloud für zahlreiche Prozesse der Industrie 4.0 essenziell geworden. Allerdings stellt sie auch ein zunehmendes Risiko dar. Diese Schwachstelle versuchen Hacker auszunutzen. So zeigt ein Gutachten der Sicherheitsdienste in den USA, Großbritannien und Australien, dass Cyber-Kriminelle vor allem Dienste und Daten in der Cloud anvisieren und dort Ransomware einschleusen. Diese Attacken sind häufig erfolgreich, da viele Firmen über eine komplizierte und unübersichtliche IT-Landschaft mit unzusammenhängenden Lösungen zum Schutz der Daten verfügen. Eine solche Lösung sollte vom Design aus integrierten Security-Standards liefern und auf Bausteine setzen, die ein möglichst geringes Einfallstor für cyberkriminelle Attacken bieten.