Infrastructure

Rittal und Eplan setzen auf Standardisierung zur Beschleunigung der Energiewende

Die Umsetzung der Energiewende erfordert nicht nur verfügbare Technologien, sondern vor allem eine deutlich schnellere Skalierung von Stromnetzen, Energiespeichern und Ladeinfrastruktur. Vor diesem Hintergrund präsentieren die Unternehmen Rittal und Eplan auf der Messe „The Smarter E Europe“ in München Konzepte für standardisierte und durchgängige Infrastrukturmodelle. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Energieinfrastruktur künftig effizienter geplant, reproduziert und in großer Zahl umgesetzt werden kann. Ziel ist es, Projektzeiten zu verkürzen und gleichzeitig die technische Qualität über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu sichern. Grundlage dafür sind standardisierte Engineering-Daten und modulare Systemarchitekturen.

Ladeinfrastruktur für skalierbare Anwendungen in Ladeparks, E-Lkw-Depots und Flottenstandorten: Der „Powerblock“ verbindet als modulare Infrastrukturplattform Rittal-Systemtechnik für Gehäuse, Stromverteilung und Klimatisierung mit der Softwarekompetenz von EcoG – Quelle: Rittal/Eplan

Ein zentrales Exponat ist der gemeinsam mit EcoG entwickelte „Powerblock“, eine modulare Plattform für Ladeinfrastruktur in Ladeparks, E-Lkw-Depots und Flottenstandorten. Sie kombiniert Hardwarekomponenten für Energieverteilung, Gehäuse- und Klimatisierungstechnik mit softwaregestütztem Energiemanagement und ist auf skalierbare Erweiterbarkeit ausgelegt. Ergänzt wird das Konzept durch digitale Projektmodelle in der Eplan-Umgebung, die eine hohe Datenqualität und Wiederverwendbarkeit ermöglichen.

Auch im Bereich Energiespeicher und Netzinfrastruktur setzen Rittal und Eplan auf standardisierte Systemlösungen. Dazu zählen Batteriespeicher- und Steuerschrankkonzepte sowie Lösungen für Umspannwerke und Konverterstationen, die gemeinsam mit Partnern entwickelt wurden. Diese Anwendungen basieren auf vorkonfigurierten Systemarchitekturen und digitalen Zwillingen, die Planung, Betrieb und Wartung über eine konsistente Datenbasis verbinden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der durchgängigen Nutzung von Engineering-Daten aus der Eplan-Plattform. Diese sollen nicht nur die Planung beschleunigen, sondern auch die Überführung bestehender Dokumentationen in digitale Strukturen erleichtern. Ergänzend kommen KI-gestützte Ansätze und ein neuer Eplan Copilot zum Einsatz, der als Assistenzsystem im Engineering-Prozess fungiert.

Laut Unternehmensvertretern ist Standardisierung der entscheidende Hebel, um die Energiewende industriell zu skalieren. Statt individueller Einzelprojekte sollen wiederverwendbare Systemlösungen entstehen, die sich schneller ausrollen und an unterschiedliche Anwendungen anpassen lassen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rittal.de, www.eplan.com und www.friedhelm-loh-group.de.

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