Storage in der OpenStack-Ära

Autor/Redakteur: Christian Arkadius Keil, Senior Pre-Sales Consultant DACH bei Tintri/gg

Chris Keil

Der Aufstieg von OpenStack, dem Open Source Framework für Private und Public Clouds, ist seit seinem Beginn 2010 äußerst bemerkenswert. Die Plattform ist zu einem echten Phänomen geworden und mehr als 500 Firmen, darunter einige Schwergewichte der IT, sind der OpenStack Foundation bereits beigetreten. Schon jetzt unterstützen alle wichtigen Hypervisoren und eine große Anzahl an Speicherlösungen OpenStack, darunter Ceph, NetApp, Tintri, EMC Solidfire, LVM und GlusterFS. Unternehmen, die mit dem Gedanken spielen, für ihre neue Cloud-Architektur auf OpenStack zu setzen, benötigen jedoch den richtigen Unterbau, um die Vorteile voll nutzen zu können. Eine Frage ist auch bei OpenStack von zentraler Bedeutung: Wie sieht der ideale Speicher aus?

Es gibt eine ganze Reihe an unternehmerischen Gründen, OpenStack zu nutzen. Zum einen gibt OpenStack als Open-Source-Projekt Entwicklern direkten Zugang zu Infrastruktur des Programms, die damit unglaublich schnell Innovationen umsetzen können, die in normalen virtualisierten Umgebungen nicht möglich wären. Zusätzlich können Kunden von enormen Kosteneinsparungen durch Open Source profitieren, anstatt Herstellern teure Software-Lizenzen zu bezahlen. Die herstellerneutrale Open Source OpenStack-API vermeidet damit Herstellerbindung. Allgemein bietet OpenStack Organisationen eine größere Flexibilität beim Einsatz der Plattform. Kunden können den OpenStack-Code einfach selbst herunterladen und aufsetzen oder sich für eine Version von Herstellern wie Redhat, VMware, SUSE, HP, Canonical oder Mirantis entscheiden. Auch vertikal integrierte Lösungen wie VMware Integrated Openstack oder Piston OpenStack sind möglich.

Die OpenStack-Umgebung ist anders als normal virtualisierte Umgebungen Auch OpenStack benötigt natürlich eine Speicherlösung auf der die Umgebung aufbaut. Das Angebot ist enorm weit gefächert und es kann schwierig sein, sich für eine Plattform zu entscheiden. Vorher ist es allerdings wichtig zu verstehen, dass Open-Stack-Umgebungen von Natur aus komplett anders sind, als die viel stärker kontrollierten Virtualisierungs-Umgebungen an die wir uns bisher gewöhnt haben. Ein wichtiger Unterschied ist etwa, dass OpenStack multiple Tenants und Nutzer unterstützt, die alle ihre eigenen VMs in einem Cloud-Pool kreieren können. Volle Visibilität, um individuelle VMs auf der darunterliegenden Infrastruktur zu sehen, sie zu analysieren und zu verwalten, ist deshalb besonders wichtig. Mit normalen Speicherlösungen die auf LUNs und Volumes aufbauen und nicht auf VM-Ebene, ist volle Visibilität allerdings nicht zu erreichen. Es bedarf VM-zentrischen Speichers, der den wachsenden Bedürfnissen der generell virtualisierten Ära gerecht wird, inklusive OpenStack-Umgebungen mit ihren sehr komplexen Mappings für LUNs und Volumes.