CloudCompliance

FTAPI: Digitale Souveränität beginnt mit Transparenz statt einer kompletten Cloud-Migration

Digitale Souveränität hat sich 2026 von einem politischen Schlagwort zu einem strategischen Thema für Unternehmen entwickelt. Immer mehr Organisationen beschäftigen sich damit, wie sie ihre Abhängigkeit von einzelnen Technologieanbietern reduzieren und die Kontrolle über ihre Daten stärken können. FTAPI sieht jedoch eine entscheidende Lücke zwischen Problembewusstsein und konkreter Umsetzung. Während viele Unternehmen die Risiken erkannt haben, fehlt häufig ein praktikabler Fahrplan für den Einstieg. Der Anbieter für sicheren Datenaustausch empfiehlt deshalb einen schrittweisen Ansatz, der Transparenz über Datenflüsse und Abhängigkeiten in den Mittelpunkt stellt.

Ari Albertini, CEO bei FTAPI – Quelle: FTAPI

Auch Analysten sehen einen deutlichen Trend: Gartner prognostiziert, dass sich die Ausgaben für souveräne Cloud-Infrastrukturen in Europa bis 2027 auf rund 23 Milliarden US-Dollar mehr als verdreifachen werden. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Lünendonk-Studie „Digitale Souveränität – Vom Risiko zur Resilienz“, dass 83 Prozent der befragten Großunternehmen ihre Abhängigkeit von einzelnen – häufig US-amerikanischen – Cloud-Anbietern als geschäftskritisches Risiko betrachten. Dennoch verfügt nur etwa jedes zweite Unternehmen über konkrete Notfallpläne.

Nach Einschätzung von FTAPI liegt die eigentliche Herausforderung darin, dass digitale Souveränität häufig strategisch diskutiert, aber nicht operativ umgesetzt wird. Themen wie der US CLOUD Act, geopolitische Spannungen oder Unsicherheiten beim transatlantischen Datentransfer veranlassen viele Unternehmen entweder zum Abwarten oder zu Überlegungen über eine vollständige Migration zu europäischen Anbietern. Beides führe jedoch häufig zu Stillstand.

Stattdessen empfiehlt FTAPI einen pragmatischen Drei-Schritte-Ansatz. Im ersten Schritt sollten Unternehmen sämtliche Systeme, Datenflüsse und Dienstleister vollständig erfassen. Entscheidend sei dabei nicht allein der Standort eines Rechenzentrums, sondern auch, welchem Rechtsraum der jeweilige Anbieter unterliegt.

Im zweiten Schritt gilt es, kritische Abhängigkeiten zu bewerten. Nicht jede Cloud-Anwendung stellt automatisch ein hohes Risiko dar. Vielmehr sollten Unternehmen analysieren, bei welchen Anwendungen oder Daten sie im Falle eines Ausfalls oder eines erzwungenen Datenzugriffs nicht mehr handlungsfähig wären. Für weniger kritische Workloads könnten internationale Cloud-Anbieter weiterhin eine sinnvolle Lösung sein, sofern diese Entscheidung auf einer fundierten Risikobewertung basiert.

Der dritte Schritt besteht darin, europäische Alternativen frühzeitig zu evaluieren. Besonders beim Austausch sensibler Informationen mit Kunden, Behörden oder Geschäftspartnern ließen sich europäische Lösungen häufig ohne umfangreiche Infrastrukturmigration einführen. Dadurch könnten Unternehmen ihre digitale Souveränität schrittweise stärken, ohne bestehende IT-Landschaften grundlegend verändern zu müssen.

Einen häufig übersehenen Aspekt sieht FTAPI bei sogenannten „Data in Motion“. Während sich die Diskussion meist auf gespeicherte Daten konzentriere, entstünden viele Risiken erst in dem Moment, in dem Informationen das Unternehmen verlassen – etwa beim Versand vertraulicher Dokumente per E-Mail oder über externe Filesharing-Dienste. Genau an diesen Übergabepunkten gehe digitale Souveränität häufig verloren.

„Es gibt keine Software, die Datensouveränität automatisch erzwingt, sondern das geschieht durch Governance“, erklärt Ari Albertini, CEO von FTAPI. Der erste Schritt bestehe deshalb darin, sämtliche Datenübergaben sichtbar zu machen. Unternehmen könnten so gezielt dort ansetzen, wo sensible Informationen das eigene Netzwerk verlassen, anstatt auf eine spätere Grundsatzentscheidung über ihre gesamte IT-Infrastruktur zu warten.

Weitere Informationen unter www.ftapi.com

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