Produkt des Monats: Test der Webcam “Logitech Brio Ultra HD Pro”

Autor: Dr. Götz Güttich

Die Webcam “Brio Ultra HD Pro” (auf der Verpackung als “Brio 4K Pro” beziehungsweise als “Modell V-U0040” bezeichnet) bietet Logitech eine Kamera für Power User, die damit Videokonferenzen, Streaming oder auch Aufnahmen durchführen möchten. Die Kamera kommt mit einem fünffachen Digital-Zoom und einer hohen 4K-Auflösung. Sie konnte bei uns im Test ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Die Logitech Brio Ultra HD Pro (Bild: Sysbus)

Neben dem genannten Digital-Zoom bietet die Kamera laut Hersteller folgende Highlights: eine hohe Bildfrequenz und eine gute Leistung bei schwachem Licht. Am wichtigsten ist aber die Auflösung: Die Kamera bringt 4K-Ultra-HD bei 30 Bildern pro Sekunde. Alternativ kann sie auch eine Auflösung mit 1080 Punkten mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde erreichen. Die High-Dynamic-Range-Technologie (HDR) sorgt in Verbindung mit RightLight 3 für eine passende Beleuchtung. Um für Datenschutz zu sorgen, gehört eine abnehmbare Blende zum Lieferumfang des Produkts.

Abgesehen davon verfügt die Lösung sowohl über Infrarot- als auch über optische Sensoren. Damit lässt sie sich in Verbindung mit Windows Hello einsetzen, um einen automatischen Login via Kamera zu realisieren. Im Test ergaben sich dabei keine Schwierigkeiten. Um die Videoaufnahmen bestmöglich an die jeweiligen Anforderungen anzupassen, verfügt die Kamera zusätzlich über drei Sichtfeld-Einstellungen, die sich für Aufnahmen von Kopf und Schulter, von größeren Gruppen oder von einem Teil des ganzen Raums eignen.

Die Logitech G-Hub-Software lässt sich nicht nur zum Verwalten der Kamera, sondern auch von anderen Logitech-Komponenten wie Mäusen verwenden (Screenshot: Sysbus)

Das Produkt wurde zertifiziert für die Arbeit mit Skype for Business und funktioniert mit Microsoft Teams sowie Cortana. Darüber hinaus ist es kompatibel und zertifiziert für BlueJeans, Broadsoft, Fuze, Lifesize Cloud, Vidyo und Zoom. Für Gesprächsaufnahmen verfügt die Kamera über zwei eingebaute Mikrofone, die omnidirektional arbeiten und über eine Geräusch- und Echo-Unterdrückung verfügen.

Der Test

Im Test verwendeten wir die Kamera zusammen mit einem Rechner unter Windows 10 20H2. Wir richteten das Produkt ein, benutzten es für Videokonferenzen und Streaming und analysierten den Leistungsumfang der dazugehörigen Software. Anschließend anylsierten wir unsere Ergebnisse.

Inbetriebnahme

Um die Kamera in Betrieb zu nehmen, genügt es, sie auszupacken und an einen freien USB-Port anzuschließen. Die Kamera kommt zusammen mit einem Standfuß (mit dem die Lösung sich am Bildschirm befestigen lässt), der genannten Blende und einem USB-C-Kabel.

Bei Bedarf kann man den Standfuß auch abnehmen und die Kamera mit dem darunterliegenden Gewinde an einem Stativ befestigen. Die Blende wird im Betrieb einfach von oben auf die Kamera geschoben.

Bei der Arbeit und der Leistungsumfang der Software

Im Betrieb lieferte die Lösung bei uns im Test hervorragendes Video-Material. Da sie verschiedene Modi anbietet, beispielsweise für Streaming, lässt sie sich auch sehr einfach verwenden.

Die Konfiguration der Kamera stellt im laufenden Betrieb kein Problem dar (Screenshot: Sysbus)

Die Steuerung der Kamera läuft während der täglichen Arbeit über die Software “Logitech G HUB” ab, die auf der Webseite des Herstellers zum Download bereitsteht. Sie wendet sich vor allem an Gamer, eignet sich aber auch für den Einsatz in Arbeitsumgebungen. Über sie sind die Anwender dazu in der Lage, den erwähnten Kameramodus einzustellen (Streaming, Videoanruf, selbst definiert), das Sichtfeld einzuschränken (auf 65, 78 oder 90 Grad) und Settings für Belichtung, Fokus und Zoom vorzunehmen. Zusätzlich unterstützt die Software unter anderem auch das Deaktivieren der HDR-Technologie sowie Einstellungen zu Helligkeit, Kontrast, Schärfe, Weißabgleich und Sättigung. Nicht ganz ernst zu nehmen im Geschäftsalltag: die Video Filter (Schwarz-Weiß, Cartoon, Krankheit, Zombie oder selbst definiert).

Fazit

Die Kamera hinterließ im Test einen sehr guten Eindruck. Der Leistungs– und Funktionsumfang ist groß und die Bedienung gestaltet sich unproblematisch. Die größte Rolle spielt aber, dass das Produkt immer – auch unter schwierigen Lichtverhältnissen – ein erstklassiges Bild liefert. Es eignet sich damit nicht nur zum Streamen, sondern auch für Videokonferenzen. In diesem Zusammenhang hat es auch große Bedeutung, dass praktisch alle relevanten Konferenzsysteme unterstützt werden.

Anmerkung:

Der Hersteller hat uns das Produkt für diesen Test kostenlos und dauerhaft zur Verfügung gestellt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabhängig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.